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„Ein 2:0 ist immer ein gefährliches Ergebnis“ – Eisenkappel gibt Führung in Gurnitz noch aus der Hand

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ASKÖ Gurnitz
FC Eisenkappel

In der 1. Klasse Ost hat der ASKÖ Gurnitz dem FC Eisenkappel nach einem 0:2 zur Pause noch ein 3:3 abgerungen. Für Eisenkappel-Trainer Christopher Kucher war das Remis vor allem eine Frage der Reife: Seine junge Mannschaft nutzte starke Umschaltmomente vor der Pause, ließ sich nach dem Seitenwechsel aber von der Wucht der Gastgeber überrollen und rettete erst spät noch einen Punkt.

Torwart in türkisem Trikot

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Schmeichelhafte 2:0-Pausenführung

Auf dem Papier schien für Eisenkappel nach 45 Minuten vieles in die richtige Richtung zu laufen. Ziga Kogovsek brachte die Gäste schon in der 1. Minute in Führung, Luka Bagislar legte in der 34. Minute das 0:2 nach. Christopher Kucher wollte den Zwischenstand aber überhaupt nicht als klare Angelegenheit verstanden wissen. „Es war ein erwartet schweres Auswärtsspiel gegen eine kampfkräftige Mannschaft aus Gurnitz“, sagte der Trainer. Noch deutlicher wurde er bei der Einordnung der ersten Hälfte: „Wir sind schmeichelhaft mit 2:0 in Führung gegangen.“ Kucher sah ein offenes Spiel, in dem auch Gurnitz zu Möglichkeiten kam. „Es hätte gut und gerne auch 2:2 in der Halbzeit stehen können, beziehungsweise auch 4:0 für uns“, erklärte er. Genau diese Aussage zeigt, wie wechselhaft die Partie schon vor der Pause war und dass Eisenkappel zwar effizient, aber keineswegs souverän unterwegs war.

Gurnitz antwortet mit voller Wucht

Die entscheidende Phase folgte direkt nach dem Seitenwechsel, und aus Sicht der Gäste kam sie mit voller Härte. Pascal Krobath verkürzte in der 49. Minute auf 1:2, nur eine Minute später stellte Jakov Mrsic auf 2:2, ehe Stjepan Zuna in der 54. Minute das Spiel komplett drehte. Kucher machte genau diesen Abschnitt zum Knackpunkt. „Entscheidend waren die ersten 15 Minuten in der zweiten Halbzeit, wo wir einfach nicht im Spiel waren und auch nicht bereit waren, Gurnitz Paroli zu bieten“, sagte er. Besonders bitter aus seiner Sicht: „Sie haben aus drei Chancen drei Tore gemacht und auf einmal bist du 3:2 in Rückstand.“ Damit war das Momentum klar bei den Gastgebern. Kucher erinnerte auch daran, dass er seine Mannschaft davor gewarnt hatte: „Ich habe der Mannschaft gesagt, ein 2:0 ist immer ein gefährliches Ergebnis.“ Für ihn war diese Phase kein Zufall, sondern ein Zeichen dafür, dass seiner jungen Mannschaft in solchen Spielen noch die nötige Reife fehlt, um einen Vorsprung zu verwalten.

Bagislar rettet spät noch einen Punkt

Ganz weg war Eisenkappel trotz des Rückschlags aber nicht. In der Schlussphase arbeitete sich die Mannschaft laut Kucher wieder in die Partie zurück, wurde präsenter und kam noch einmal besser in ihr Spiel. Der Lohn folgte in der 88. Minute, als Luka Bagislar mit seinem zweiten Treffer des Tages das 3:3 machte. Gerade diese Reaktion hob der Trainer ausdrücklich hervor. „Die wichtigste Szene für mich war, mit welchem Willen wir noch das 3:3 machen wollten“, sagte Kucher. „Die letzten 20 Minuten waren wir schon wieder sehr dominant.“ Als positive Punkte nannte er neben diesem späten Aufbäumen vor allem die Umschaltmomente vor der Pause: „Die waren wirklich sehr gut.“ Unterm Strich konnte er mit dem Ergebnis leben, auch wenn mehr drin gewesen wäre. „Das Unentschieden geht so in Ordnung“, meinte Kucher, der zugleich den Blick schon auf die eigene Aufarbeitung richtete. Über den Schiedsrichter wollte er nichts Negatives sagen, wichtiger sei es, die eigenen Fehler abzustellen. Mit 20 Punkten bleibt Eisenkappel Zweiter, während Kucher den Gegner ausdrücklich adelte: Gurnitz sei „eine total kampfkräftige Truppe“, die mit dieser Wucht in der Liga noch einige Gegner vor Probleme stellen könne.

1. Klasse Ost: Gurnitz : Eisenkappel - 3:3 (0:2)

  • 88
    Luka Bagislar 3:3
  • 54
    Stjepan Zuna 3:2
  • 50
    Jakov Mrsic 2:2
  • 49
    Pascal Krobath 1:2
  • 34
    Luka Bagislar 0:2
  • 1
    Ziga Kogovsek 0:1