Spielberichte

„Von vorne bis hinten verloren“ – Feistritz erlebt beim 1:5 in Klagenfurt einen Tag zum Vergessen

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ASK Klagenfurt
ATUS Feistritz/R.

In der 1. Klasse Ost hat ASK Klagenfurt am Sonntag ATUS Feistritz/R. klar mit 5:1 besiegt und schon zur Pause mit 2:0 vorgelegt. Für Feistritz-Obmann Josef Durnik war die Niederlage nach dem Schlusspfiff ohne große Diskussion einzuordnen: „Der ASK war an diesem Tag zwei Klassen stärker.“ Vor allem mit dem 0:1 in der 27. Minute, so Durnik, war der eigene Plan rasch wieder dahin.

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Das erste Tor nimmt Feistritz den Halt

Lange überlegen musste Josef Durnik nach diesem Nachmittag nicht. Sein Urteil fiel deutlich aus, und es passte zum Verlauf der ersten Hälfte. „Das erste Tor ist immer spielentscheidend“, sagte der Obmann, der vor allem die Anfangsphase als Problem sah. Feistritz habe den Ball zunächst nicht sauber herausbekommen, der ASK sei gut ins Spiel gekommen. Zwar seien die Gäste danach für eine Zeit ein wenig besser hineingefunden, doch mit dem 1:0 durch Senijad Ibricic in der 27. Minute sei dieser kleine Schritt sofort wieder verloren gegangen. Durnik formulierte es offen: „Damit war unser Spiel oder unsere Spielphilosophie wieder dahin.“ Noch vor der Pause legte Fabio Marcel Primig-Graf das 2:0 nach, und genau diese Entwicklung machte aus Sicht der Gäste schon früh klar, in welche Richtung der Nachmittag laufen würde.

Nach der Pause zieht der ASK weiter davon

Auch nach dem Seitenwechsel bekam Feistritz die Partie nicht mehr gedreht. Statt eines Anschlusses setzte sich der ASK weiter ab und machte aus dem 2:0 zur Pause innerhalb von gut zwanzig Minuten ein 5:0. Patrick Schweizer erhöhte in der 51. Minute auf 3:0, Said Djulic stellte in der 61. Minute auf 4:0, und mit dem Treffer von Semin Osmanovic zum 5:0 in der 66. Minute war die Begegnung endgültig entschieden. Der Ehrentreffer durch Markus Rulitz in der 85. Minute änderte daran nichts mehr. Durnik ordnete dieses Tor zwar als „glasklaren Elfmeter“ ein, machte aber ebenso deutlich, dass daraus kein Thema werden sollte. „Ob dann 5:1 steht oder 5:0, das ist im Endeffekt für uns eine Katastrophe gewesen“, sagte er. Entsprechend hielt er auch fest, dass die Leistung des Schiedsrichters nicht ausschlaggebend für die Niederlage gewesen sei.

„Vorne, im Mittelfeld und in der Defensive“

Besonders auffällig war an Durniks Aussagen, dass er die Gründe für das klare Ergebnis nicht auf einen einzelnen Abschnitt reduzierte. „Das Spiel ist von vorne bis hinten verloren gegangen“, sagte er, und genau so beschrieb er auch die Probleme seiner Mannschaft. In der Offensive seien die Stürmer nicht gut auf die Verteidiger aufgerückt. Im Mittelfeld habe Feistritz ebenfalls große Schwierigkeiten gehabt, und hinten habe man die Sache genauso wenig in den Griff bekommen. Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft zu oft zu weit weg von den Gegenspielern gewesen sei und auch bei den zweiten Bällen nicht präsent genug war. Den Gegner erlebte Durnik in jeder Hinsicht als klar überlegen. „Der ASK war physisch wie auch technisch stärker und im Kopf einfach cleverer“, sagte er. Viel härter kann ein Funktionär eine Niederlage kaum einordnen, und gerade deshalb wirkte seine Analyse auch so eindeutig.

Kaum Positives, aber ein kleiner Hinweis für die nächsten Wochen

Dass Durnik unmittelbar nach dem Spiel auf die Frage nach dem Positiven zuerst mit „Nichts“ antwortete, zeigte ziemlich gut, wie dieser Nachmittag aus Sicht der Gäste zu bewerten war. Schönzureden gab es für ihn nichts. Ganz am Ende des Gesprächs wollte er dann aber doch noch einen kleinen Punkt festhalten. „Das einzige kleine Lichtblick waren unsere Jungen, die heute reingekommen sind“, sagte er. Auch ein Kooperationsspieler, der von Beginn an im Einsatz war, habe sich gegen diese starke Mannschaft tapfer geschlagen. Mehr wollte Durnik aus diesem 1:5 aber nicht mitnehmen. In der Tabelle bleibt Feistritz nach neun Runden bei zwölf Punkten, während der ASK auf dreizehn Zähler kommt. Für die Gäste wird es nun vor allem darum gehen, dieses Spiel sauber aufzuarbeiten, denn der Obmann ließ keinen Zweifel daran, dass dieser Auftritt in fast allen Bereichen unter dem eigenen Anspruch geblieben ist.

1. Klasse Ost: ASK Klagenfurt : Feistritz - 5:1 (2:0)

  • 85
    Markus Rulitz 5:1
  • 66
    Semin Osmanovic 5:0
  • 61
    Said Djulic 4:0
  • 51
    Patrick Schweizer 3:0
  • 39
    Fabio Marcel Primig-Graf 2:0
  • 27
    Senijad Ibricic 1:0