Spielberichte

„Der Ball muss geklärt werden“ – Gurnitz verliert nach spätem Ausgleich doch noch

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SV Lavamünd
ASKÖ Gurnitz

In der 1. Klasse Ost setzte sich SV Lavamünd gegen ASKÖ Gurnitz mit 2:1 durch, obwohl die Gäste in der Schlussphase noch zum 1:1 gekommen waren. Für Gurnitz-Trainer Fabian Stornig blieb vor allem das späte zweite Gegentor hängen. „Der Ball muss geklärt werden und darf nie zu einem Tor führen“, sagte er nach einer Partie, in der seine Mannschaft laut eigener Einschätzung offensiv zu harmlos blieb.

Fußball mid kantigem Desin in Weiß, Schwarz und Neonfarben auf Rasen

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Dezimierter Kader und ein früher Rückschlag

Schon vor dem Anpfiff waren die Voraussetzungen für die Gäste alles andere als ideal. Stornig sprach von einem schwierigen Beginn des Nachmittags und nannte dafür auch gleich die Gründe. „Wir haben sehr viele Ausfälle gehabt, Gesperrte, Verletzte, und sind sehr dezimiert angetreten“, erklärte der Gurnitz-Trainer. Diese Personalsituation zog sich nach seiner Einschätzung auch durch die Leistung seiner Mannschaft. Lavamünd kam in der 17. Minute zur Führung, offiziell traf Klemen Ofic zum 1:0. Stornig beschrieb die Szene als Standard, bei dem seine Elf nicht wach genug war: „Die Verteidigung hat geschlafen.“ Nach einem kurz abgespielten Eckball sprang der Ball laut Trainer nach einer unglücklichen Aktion noch mehrfach ab, ehe er im Tor landete. Damit lief Gurnitz früh einem Rückstand nach, ohne in der ersten Hälfte selbst viel Gefahr entwickeln zu können.

Nach der Pause kommt Gurnitz zurück, doch Ofic hat die letzte Antwort

Bis zur Pause blieb es beim 1:0 für die Gastgeber, doch nach dem Seitenwechsel sah Stornig seine Mannschaft deutlich besser im Spiel. „Dann ist Gurnitz besser ins Spiel gekommen, hat einige Chancen auch gehabt“, sagte er. Ganz einseitig war die Partie nach der Pause trotzdem nicht, denn auch Lavamünd hätte aus seiner Sicht das 2:0 nachlegen können. Gurnitz blieb aber dran und belohnte sich in der 80. Minute mit dem Ausgleich. Markus Druml schloss einen „schönen Angriff“ zum 1:1 ab und brachte die Gäste damit noch einmal zurück. Lange hielt dieser Zwischenstand allerdings nicht. In der 86. Minute traf Klemen Ofic ein zweites Mal und stellte auf 2:1. Gerade weil Gurnitz sich kurz davor zurückgekämpft hatte, wog dieser neuerliche Rückschlag schwer. „Es ist eine bittere Niederlage. Ein Punkt wäre wichtig gewesen, auswärts mitzunehmen“, sagte Stornig.

Zu wenig Druck nach vorne, Lavamünd lässt wenig zu

Der Gurnitz-Trainer machte nach dem Spiel keinen großen Bogen um die Hauptursachen der Niederlage. Neben dem späten Fehler vor dem 2:1 störte ihn vor allem, dass seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit nach vorne nicht genug zustande brachte. „Über 90 Minuten gesehen waren wir einfach zu harmlos in der Offensive als Mannschaft“, sagte Stornig klar. Er verwies darauf, dass Gurnitz in den vergangenen Spielen regelmäßig zwei, drei oder sogar vier Tore erzielt hatte, diesmal aber viel zu wenig Chancen kreierte. Für ihn hing das auch mit der angespannten Personalsituation zusammen, weil man aus dem vorhandenen Kader erst einmal eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen musste. Gleichzeitig sprach er dem Gegner ein ordentliches Spiel zu. Lavamünd habe viele hohe Bälle aus der Defensive gespielt, erste und zweite Bälle gewonnen, viel über Standards gesucht und insgesamt nur wenig zugelassen. „Sie haben mehr Chancen gehabt und die Chancen dann auch genutzt“, brachte es Stornig auf den Punkt.

Zwei Junge als positives Zeichen, jetzt sollen wieder Punkte her

Auch wenn die Niederlage weh tat, nahm Stornig nicht nur Negatives mit. In der zweiten Halbzeit kamen bei Gurnitz zwei 15-jährige Eigenbauspieler ins Spiel, die aus seiner Sicht noch einmal Schwung brachten. „Die haben zum Schluss noch ein bisschen Gas gegeben. Das war noch positiv zu erwähnen“, sagte der Trainer. Ebenso ordentlich fand er die Spielleitung. Obwohl der Schiedsrichter ohne Linienrichter auskommen musste, sprach Stornig von einem fairen Spiel und einer guten Leistung des Unparteiischen. Harte Zweikämpfe habe es zwar gegeben, etwas Unsportliches oder Unfaires sei aus seiner Sicht aber nicht dabei gewesen. Für die nächsten Wochen ist die Richtung für Gurnitz damit klar. „Wir müssen in den nächsten Wochen weiter Gas geben, Punkte sammeln“, sagte Stornig. Zum Abschluss gratulierte er Lavamünd noch zu den drei Punkten und wünschte dem Gegner für die kommenden Runden alles Gute.

1. Klasse Ost: Lavamünd : Gurnitz - 2:1 (1:0)

  • 86
    Klemen Ofic 2:1
  • 80
    Markus Druml 1:1
  • 17
    Klemen Ofic 1:0