Spielberichte

Patrick Trutschnig (Trainer TSU Ainet): "Marcel hat den Nachschuss gemacht"

TSU Ainet
Magdalener SC

Der TSU Ainet hat in der 1. Klasse West ein enges Heimspiel gegen den Magdalener SC mit 1:0 gewonnen. Nach einer torlosen ersten Hälfte fiel die Entscheidung in Minute 71, als Marcel Widner nach einem Eckball zur Stelle war. Trainer Patrick Trutschnig sprach von viel Ballbesitz und hohem Druck, bemängelte aber die Chancenverwertung – sein Team habe das Spiel weitgehend kontrolliert, sich aber lange nicht belohnt.

Ball am Spielfeld bei Sonnenuntergang

Foto von Markus Spiske bei Pexels

Ainet hatte mehr vom Spiel – zur Pause stand es 0:0

Ainet begann entschlossen und hatte vom Anpfiff weg mehr vom Spiel. Die Heimelf suchte den einfachen Ball und hielt den Ball in den eigenen Reihen, auch wenn nicht jeder Pass ankam. Trainer Patrick Trutschnig erklärte seinen Ansatz ganz klar: "Wir haben heute probiert, Fußball zu spielen. Wir haben viele Abspielfehler gemacht, aber das ist der richtige Weg – Ballbesitz und mehr Druck nach vorne." Entsprechend spielten die Gastgeber geduldig nach vorne, setzten den Gast immer wieder unter Druck und ließen hinten wenig zu, ohne daraus vor der Pause Profit zu schlagen. Zur Halbzeit zeigte die Tafel 0:0, was zum Bild passte: viel Ainet, wenig Ertrag. Trutschnig hielt trotzdem fest: "Wir haben eigentlich die neunzig Minuten dominiert."

Ecke, Nachschuss, Jubel: Widner entscheidet in Minute 71

Nach dem Seitenwechsel blieb Ainet am Drücker und erhöhte das Tempo. "In der zweiten Halbzeit haben wir noch mehr Druck nach vorne gemacht, aber wir haben die Tore nicht gemacht", schilderte Trutschnig die Phase nach Wiederbeginn. Die Erlösung kam schließlich nach einem Standard: In Minute 71 landete ein Eckball gefährlich vor dem Tor, der Schlussmann bekam den Ball nicht zu fassen, und Marcel Widner stand genau richtig – 1:0. Der Coach beschrieb die Szene so: "Es war ein Eckball für uns, gut geschossen. Der Goalie hat den Ball ausgelassen und Marcel den Nachschuss gemacht." Mehr brauchte es an diesem Nachmittag nicht: Ainet brachte die knappe Führung über die Zeit.

Spielidee und Aufgaben: Passqualität steht ganz oben

Auch wenn die drei Punkte am Ende verdient wirkten, blieb der Trainer in der Analyse selbstkritisch. "Chancenauswertung könnte besser sein", sagte Trutschnig ohne Umschweife und verwies auf die vielen Angriffe, die nicht sauber zu Ende gespielt wurden. Für ihn ist klar, woran in den kommenden Einheiten gefeilt wird: "Gezielt die Passqualität verbessern." Der Plan bleibt dennoch derselbe: Fußball spielen statt nur lange Bälle, die Kontrolle über den Ball suchen und vorne Druck machen. "Das ist der richtige Weg", betonte er erneut. Genau diese Mischung aus Mut am Ball und konsequenter Arbeit im Training soll Ainet helfen, die guten Ansätze künftig öfter in Tore umzumünzen – idealerweise schon früher im Spiel als diesmal.

Respekt für junge Gäste, Lob fürs Gespann – Ausblick

Respekt hatte Trutschnig auch für den Gegner übrig. "Der Magdalener SC ist eine sehr junge, gute Mannschaft, die probiert, Fußball zu spielen", sagte er und unterstrich damit, dass der Magdalener SC trotz der Niederlage seinen Weg gehen will. Von Hektik oder Härte war keine Rede: "Es war ein ganz faires Spiel und das Schiedsrichtergespann war super." Der Ton nach Schlusspfiff war deshalb sachlich und optimistisch. Ainet will den Schwung mitnehmen, weiter auf Ballbesitz setzen und die Abläufe schärfen. Wenn die Pässe präziser kommen und die Angriffe entschlossener abgeschlossen werden, so der Tenor beim Trainer, könnten ähnliche Spiele künftig früher entschieden sein.

1. Klasse West: TSU Ainet : Magdalener SC - 1:0 (0:0)

  • 71
    Marcel Josef Widner 1:0