Deftige Heimniederlage in der Kärntner Liga: ATUS Ferlach verliert gegen den SV Dellach/Gail mit 0:5 (0:2). Der Abend stand früh schief: Schon in Minute zwei lag Ferlach zurück – ein Treffer, der laut Co-Trainer Petar Maric auf ein Missverständnis zurückging. „Grundsätzlich war’s von unserer Seite von Anfang an eine schlechte Leistung“, sagt Maric und nennt als Hauptgrund die Köpfe: „Ohne Kampf und ohne Willen geht es leider nicht.“

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Der Start geriet für Ferlach zum Bumerang. In der 2. Minute stellte Jakob Wilhelm Steinwender auf 0:1, und wie es dazu kam, schilderte Co-Trainer Petar Maric schonungslos: „Es war ein Missverständnis zwischen unserem Torhüter und dem Verteidiger. Der Verteidiger wollte den Ball klären, hat den gegnerischen Stürmer angeschossen und der Ball rollte ins Tor.“
Der frühe Nackenschlag saß. Ferlach bekam die Partie in der Folge nicht beruhigt, Dellach blieb ruhig und nutzte seine Momente. In Minute 17 erhöhte Saso Kovacevic auf 0:2. Mit diesem Rückstand zur Pause (0:2) war der Ton für den restlichen Abend gesetzt, während Ferlach laut Maric „von Anfang an eine schlechte Leistung“ zeigte und kaum Struktur in die eigenen Aktionen brachte.
Nach dem Seitenwechsel blieb Dellach am Drücker und legte treffsicher nach. Wolfgang Guggenberger stellte in der 57. Minute auf 0:3, damit war die Messe früh gelesen. Doch die Gäste hörten nicht auf: Lukas Fabian Santner traf in Minute 74 zum 0:4, Maximilian Wastian setzte in der 80. Minute den Schlusspunkt zum 0:5.
Maric suchte die Gründe klar im eigenen Lager: „Generell die Mentalität. Es war viel Kopfsache. Dass wir fußballerisch gut sind, haben wir gezeigt, aber ohne Kampf und ohne Willen geht es leider nicht.“ Zum Stil des Gegners meinte er nüchtern: „Der Gegner hat ganz einfach gespielt.“ Auf die Frage nach dem größten Unterschied an diesem Abend kam von Maric eine knappe Antwort: „Ich würde sagen, der Wille.“
Bei aller Enttäuschung suchte Maric keine Ausreden. Im Gegenteil, er nahm sein Team in die Pflicht und stellte dem Unparteiischen ein gutes Zeugnis aus: „Die Schiedsrichterleistung war im Grunde sehr, sehr gut. Es hat keine Fehlentscheidungen gegeben, meiner Meinung nach. Es war auch keine schwierige Partie zum Pfeifen und der Gegner hat hauptsächlich durch unsere Fehler profitiert.“
In der Tabelle liegt Dellach/Gail nach 23 Runden mit 34 Punkten auf Rang sechs, Ferlach hält bei 21 Zählern und steht auf Platz 14. Für die Ferlacher geht es nun darum, die Köpfe freizubekommen, am Einsatz zu drehen und eine Reaktion zu zeigen. Denn die Botschaft des Co-Trainers nach dem 0:5 ist eindeutig: Ohne Willen wird es schwer, wieder zu punkten.