Spielberichte

Zan Sekaucnik (Trainer SVG Bleiburg): „Der Kampfgeist war extrem da“

SVG Bleiburg
KAC 1909

In der Kärntner Liga feierte der SVG Bleiburg am Donnerstag einen hart erarbeiteten 2:1-Heimsieg gegen den KAC 1909. Nach einer torlosen ersten Hälfte stellten zwei schnelle Treffer kurz nach der Pause die Weichen, ehe die Gäste spät noch verkürzten. Trainer Zan Sekaucnik lobte vor allem die Haltung seiner Mannschaft: „Der Kampfgeist war extrem da.“ Weil Bleiburg nach der Führung sofort nachlegte und in der Schlussphase konzentriert blieb, blieben die drei Punkte in Bleiburg – ein wichtiger Sieg nach einem intensiven, zweikampflastigen Abend.

Fußball landet im Netz, blauer Himmel im Hintergrund

Foto von Chaos Soccer Gear auf Unsplash

Viel Kampf, wenig Räume – die erste Hälfte blieb torlos

Schon in den ersten Minuten war klar, wohin die Reise gehen sollte: viele Duelle, hohe Intensität, kaum Zeit am Ball. „Es war ein sehr kampfbetontes Spiel mit hoher Intensität“, beschrieb Zan Sekaucnik den Auftakt und ordnete die ersten 45 Minuten ein: „Die erste Halbzeit war eher ausgeglichen, mit vielen Zweikämpfen und wenigen klaren Chancen.“

Das 0:0 zur Pause passte zum Bild eines Spiels, in dem beide Seiten enorm viel investierten, aber selten sauber durchkamen. Sekaucnik sah dennoch einen klaren Willen bei seinem Team: „Von der ersten Minute an war zu sehen, dass wir den Sieg wollten. Das hat man in jeder Zweikampfführung und an der Lautstärke am Platz gemerkt.“ Diese Präsenz war spürbar – Bleiburg hatte mehr Zugriff, ohne das Ergebnis schon vor der Pause auf seine Seite ziehen zu können.

Zwei Treffer in zwei Minuten – Bleiburg legt nach und hält dem Druck stand

Nach dem Seitenwechsel zog der SVG das Tempo an – und bekam sofort die Belohnung. In Minute 57 traf Patrick Paul Oswaldi zum 1:0, nur zwei Minuten später erhöhte Lun Grizold auf 2:0. Genau diese Phase hob der Trainer heraus: „Es war schön, dass wir nach dem 1:0 nicht nachgelassen, sondern gleich nachgelegt haben. Wir waren gierig.“ Kurz darauf schepperte es zweimal am Aluminium – „Danach hatten wir zwei Lattenschüsse, da wäre die Partie wohl schon entschieden gewesen“, so Sekaucnik.

Weil das dritte Tor ausblieb, blieb es spannend. Der KAC 1909 kam in der Schlussphase über lange Bälle und verkürzte in der 83. Minute durch Milan Luka Mosser auf 2:1. „Da muss man höchst fokussiert sein. Wir waren sehr aufmerksam und haben den Sieg drübergebracht“, erklärte der Coach. Bleiburg hielt den Kopf oben, schob die entscheidenden Bälle konsequent weg und brachte den Heimerfolg ins Ziel.

Kampfgeist als Basis, Ruhe als nächster Schritt – Lob für Gegner und Unparteiische

In der Analyse wollte Sekaucnik die Leistung nicht auf reine Leidenschaft reduzieren, auch wenn sie den Abend geprägt hat: „Ich möchte die Mannschaft nicht nur auf den Kampfgeist reduzieren, aber der war extrem da. Es waren auch schöne Aktionen dabei.“ Für die nächsten Wochen sieht er klare Ansatzpunkte: „Das Wichtigste ist, dass die Basis passt, dass man vom Kopf her bereit ist. Dann können wir an allem arbeiten. In einigen Phasen wollen wir mehr Ruhe reinbringen – das kommt mit Selbstvertrauen und Routine.“

Den KAC 1909 beschrieb er als forsch auftretendes Team: „Eine sehr junge, hungrige Mannschaft, sehr aggressiv, immer nach vorne – viele Talente, die ihren Job sehr gut machen.“ Zur Leistung des Schiedsrichters meinte er knapp: „Im Großen und Ganzen war es okay, nichts Grobes dabei.“ In der Tabelle liegt Bleiburg mit 33 Punkten im gesicherten Mittelfeld, der KAC hält bei 23 Zählern. Der Blick bleibt dennoch bewusst kurz: „Wir müssen dranbleiben, jedes Spiel extra betrachten, hungrig, fokussiert und präsent sein. Dann kann man gegen jeden Gegner bestehen.“

Kärntner Liga: Bleiburg : KAC 1909 - 2:1 (0:0)

  • 83
    Milan Luka Mosser 2:1
  • 59
    Lun Grizold 2:0
  • 57
    Patrick Paul Oswaldi 1:0