Spielberichte

Alexander Stroj (Trainer TSV Grafenstein): ‚Aufgrund der zweiten Halbzeit absolut verdient‘

SAK Klagenfurt
TSV Grafenstein

In der Kärntner Liga setzte sich der SAK Klagenfurt daheim lange zur Wehr, am Ende aber jubelte der TSV Grafenstein über ein deutliches 1:4. Zur Pause lag der SAK vorn, nach dem Seitenwechsel drehten die Gäste mit vier Treffern auf. Trainer Alexander Stroj sprach von einem „absolut verdienten Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit“ und hob neben dem hohen Tempo nach der Pause auch das 2:1 von Lukas Rabitsch hervor. Die Grafensteiner Knotenlöser hießen außerdem Nico Sorger, Bernhard Walzl und Marco Raunegger.

Fußball beim Schuss

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Erst der Rückstand, dann eine klare zweite Hälfte

Die Partie begann ausgeglichen, mit einem leichten Plus für die Hausherren. Grafenstein tat sich im Aufbau zunächst schwer und fand nur phasenweise zu ruhigem Ballbesitz. Kurz vor der Pause fiel dann der fällige Stich der Klagenfurter: In Minute 42 stellte Zan Kumer auf 1:0, und mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen. Nach dem Wiederanpfiff präsentierten sich die Gäste wie ausgewechselt. Bereits in Minute 50 glich Nico Sorger zum 1:1 aus und nahm seinem Team merklich die Verkrampfung. Grafenstein blieb am Drücker, legte nach und drehte die Partie. In Minute 62 traf Lukas Rabitsch zum 1:2, in der Schlussphase machte Bernhard Walzl mit dem 1:3 (80.) alles klar, ehe Marco Raunegger fünf Minuten später mit dem 1:4 den Deckel endgültig draufsetzte. Aus einem engen Spiel wurde so ein klarer Auswärtssieg.

Stroj über den Schlüssel: Tempo, Überlegenheit und ein besonderes 2:1

Trainer Alexander Stroj nahm seine Elf nach dem Schlusspfiff in die Pflicht, ohne den Blick fürs Positive zu verlieren. „Wir sind wieder nicht von Start weg gut in die Partie gekommen und haben uns in Ballbesitz zu wenig zugetraut“, hielt er zur ersten Hälfte fest und ergänzte: „Die knappe Führung für den SAK zur Pause war aus meiner Sicht in Ordnung.“ Nach dem Wechsel wendete sich das Bild deutlich. „Dann haben wir einen höheren Gang eingelegt und waren über die zweiten 45 Minuten sehr überlegen“, sagte Stroj – und fasste zusammen: „Aufgrund der zweiten Halbzeit war es ein absolut verdienter Sieg.“ Besonders ans Herz legte er das 1:2: „Richtig cool war das 2:1 von Kapitän Lukas Rabitsch nach Zuspiel von Marco Raunegger. Er war wegen der Doppelrunde raus rotiert, kam erst kurz zuvor rein und macht dann solch ein Tor.“ Zum eigenen Team wollte er ansonsten nichts Spezielles herausheben. Den Gegner würdigte er dafür umso klarer: „Der SAK hat spielerisch und individuell sicher eine sehr hohe Qualität.“

Abseitsdiskussionen, Lob für den Unparteiischen und ein Blick nach vorne

Neben der spielerischen Wende sprach Stroj auch zwei Szenen an, die aus seiner Sicht diskutabel waren: „In der zweiten Halbzeit gab es zwei Situationen, in denen Bernhard Walzl nicht im Abseits war und alleine aufs Tor gelaufen wäre; der Assistent hat aber abgewunken.“ Gleichzeitig fand er deutliche Worte der Anerkennung für das Gespann in der Mitte: „Die Leistung des Hauptschiedsrichters war sehr gut, unaufgeregt und in Ordnung.“ Als entscheidenden Faktor für den deutlichen Auswärtsdreier nannte Stroj die Power nach dem Seitenwechsel: „Entscheidend war, dass wir nach der Pause noch immer sehr hohes Tempo gehen konnten.“

In der Tabelle steht Grafenstein nach 23 Runden mit 33 Punkten auf Rang sieben, der SAK hält bei 25 Zählern auf Platz zwölf. Nimmt der TSV dieses zweite-Hälfte-Gesicht mit in die nächsten Aufgaben, darf man in Grafenstein guten Mut sein, weiter zu punkten – und das am liebsten wieder so zielstrebig wie in Klagenfurt.

Kärntner Liga: SAK : Grafenstein - 1:4 (1:0)

  • 85
    Marco Raunegger 1:4
  • 80
    Bernhard Walzl 1:3
  • 62
    Lukas Rabitsch 1:2
  • 50
    Nico Sorger 1:1
  • 42
    Zan Kumer 1:0