Spielberichte

Wolfgang Oswald (Sportlicher Leiter SV Spittal): 'Verdienter Punkt beim Tabellenführer'

VST Völkermarkt
SV Spittal/Drau

In der Kärntner Liga hat VST Völkermarkt gegen SV Sportastic Spittal in Runde 23 ein 2:2 abgegeben. Der Tabellenführer führte schon 2:0, doch die Draustädter schlugen zurück und nahmen einen Punkt mit. Spittals Sportlicher Leiter Wolfgang Oswald sprach von einem „verdienten Punktegewinn“ und sah sein Team nach frühem Durchhänger gefestigt auftreten. Für den Fünfzehnten der Tabelle fühlt sich das Remis auswärts wie ein kleiner Befreiungsschlag an.

Weiß-Schwarze Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Völkermarkt legt vor – Spittal antwortet nach dem 0:2

Völkermarkt erwischte den besseren Start. Nach zwölf Minuten klingelte es erstmals, Armin Majanovic stellte auf 1:0, mit diesem Resultat ging es auch in die Pause. „Nach schwachem Beginn, als wir die Flügelzange von Völkermarkt nicht in den Griff bekommen haben, haben wir uns stabilisiert und in den letzten 15 Minuten vor der Halbzeit gezeigt, dass wir mithalten können“, sagte Wolfgang Oswald. Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Lukas Urnik in Minute 53 auf 2:0. Aus Oswalds Sicht war eines der Heimtore „ein wunderschönes, seltenes Tor aus 60 Metern“. Doch Spittal steckte nicht auf: Miha Kostanjsek verkürzte in Minute 57 auf 2:1, und acht Minuten später fiel der Ausgleich durch ein Eigentor von Oliver Kuester (65.). Oswald betonte die spielerische Vorbereitung: „Beim 2:2 haben wir über die Seite mit mehreren Stationen sehr gut kombiniert.“

Moral, Umstellungen und der Glaube an die Wende

Der Punktgewinn war für Spittal vor allem ein Zeichen der Geschlossenheit. „Die Mannschaft hat das 0:2 phänomenal weggesteckt. Auf den gesamten Kader, der im Spielbericht stand, kann man stolz sein“, erklärte Oswald. Ein Sonderlob verteilte er Richtung Bank: „Ein besonderes Lob dem Trainerteam um Richy Huber. Durch taktische Anweisungen, Systemänderungen und geschickte Wechsel haben sie das Spiel gedreht – nicht vom Ergebnis her, aber in unserem Spiel und beim Zugriff.“ Chancen auf den Sieg sah der Sportchef allemal: „Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir das Spiel ganz drehen können, aber wir haben zwei Angriffe nicht fertig gespielt.“ Für die nächsten Wochen nimmt Spittal eine klare Aufgabe mit: „Wir müssen weiter an der Chancenauswertung arbeiten, dann werden uns auch solche Spiele gelingen.“

Respekt vor dem Leader, offenes Finish und ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf

Oswald würdigte zugleich die Qualität des Gegners: „Völkermarkt ist nicht umsonst Tabellenführer. Sie spielen technisch sehr guten Fußball, sind robust und körperlich stark.“ Aus seiner Sicht hätte der Leader „in der ersten halben Stunde schon mehr Tore machen können“, ehe die Partie immer offener wurde. „In den letzten 15 Minuten war es ein Schlagabtausch, beide Mannschaften hatten Chancen auf den Siegtreffer“, so der Sportliche Leiter. Zum Unparteiischen meinte er knapp: „Das Schiedsrichtertrio war sehr bemüht und hat mit den Karten eher gespart.“ In Summe stand am Ende ein 2:2, das für den Tabellenfünfzehnten SV Sportastic Spittal im Kampf um jeden Zähler Gewicht hat – und das Selbstvertrauen, auswärts beim Primus einen Rückstand aufgeholt zu haben. Dieses Auftreten soll nun Rückenwind für die kommenden Aufgaben geben.

Kärntner Liga: Völkermarkt : Spittal/Drau - 2:2 (1:0)

  • 65
    Eigentor durch Oliver Kuester 2:2
  • 57
    Miha Kostanjsek 2:1
  • 53
    Lukas Urnik 2:0
  • 12
    Armin Majanovic 1:0