Feuriges Heimspiel in der Kärntner Liga: Die Sportunion Matrei in Osttirol drehte gegen ASKÖ Köttmannsdorf ein 0:1 zur Pause und gewann 2:1. Für die Gäste traf Matteo Juvan kurz vor der Pause (43.), Matrei glich unmittelbar nach Wiederbeginn durch Luca Ronacher aus (49.) und holte sich spät durch Enrico Sebastian Schubert den Sieg (85.). Co-Trainer Harald Panzl sah den gehaltenen Elfer und die Fans als Schlüssel.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Partie begann ohne großes Abtasten, mit Chancen auf beiden Seiten. Kurz vor der Pause erwischte Köttmannsdorf den besseren Moment: Matteo Juvan stellte in Minute 43 auf 0:1, mit diesem Rückstand ging Matrei in die Kabine. Nach Wiederbeginn kamen die Osttiroler klar aktiver aus der Pause und belohnten sich rasch: In Minute 49 traf Luca Ronacher zum 1:1. Trainer Harald Panzl ordnete die Wende klar ein: „Unser Torhüter Julian Weiskopf hat bei 0:1 einen Elfmeter pariert. Das war der Knackpunkt, danach haben wir das Spiel für uns entschieden.“ Den Schlusspunkt setzte die Heimmannschaft spät. Enrico Sebastian Schubert besorgte in Minute 85 das 2:1 – Panzl schwärmte: „Das war ein Traumtor von Enrico mit dem rechten Fuß aus rund 20 Metern genau ins Kreuzeck.“
Aus Matrei-Sicht war die erste Hälfte ausgeglichen, nach der Pause aber lief das Spiel in eine Richtung. „In der zweiten Halbzeit waren wir klar spielbestimmend, mit vielen Chancen“, erklärte Panzl und nannte zwei Gründe für den Turnaround: „Die fanatischen Zuschauer, knapp tausend Leute, und unser Siegeswille. Wir haben nach der Pause überragend gekämpft.“ Auch in Sachen Regelauslegung blieb der Trainer entspannt: „Beim Schiedsrichter war alles in Ordnung.“
Die Gäste aus Köttmannsdorf zeigten über weite Strecken, warum sie in dieser Liga jederzeit unangenehm sein können. Panzl würdigte den Gegner: „Das ist eine kompakte Mannschaft mit Laufstärke, überrascht hat mich das aber nicht.“ In einer intensiven Schlussphase verlor Köttmannsdorf in der Nachspielzeit noch Confidence Eboigbe Osawe mit Rot (90.+5), an der Punkteverteilung änderte das nichts mehr. Matrei steht in der aktuellen Tabelle bei 32 Zählern auf Rang zehn, Köttmannsdorf hält bei 26 Punkten und rangiert dahinter auf Platz elf. Für die Osttiroler bleibt ein Heimsieg, der vor allem über Haltung, Wucht und die Kulisse kam. „Die Fans haben uns getragen“, fasste Panzl zusammen – und genau dieses Gefühl will Matrei in die nächsten Aufgaben mitnehmen.