Im Duell der 1. Klasse West feierte der FC Lurnfeld beim SV Gregoritsch Penk/Reißeck einen späten 2:0-Auswärtssieg. Nach einer zähen Partie mit 0:0 zur Pause entschieden Patrick Pacher (85.) und Ilay Morgenstern (89.) die Begegnung kurz vor Schluss. Lurnfelds Trainer Bernhard Marktl sprach von „Derbysieger“ und hob die Geduld seines Teams hervor: „Wir haben nie aufgesteckt und uns am Ende belohnt.“ Über weite Strecken hatten die Gäste mehr vom Ball, doch lange fehlte die letzte Durchschlagskraft.

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Die Anfangsphase gehörte keinem so richtig, es war ein Geduldspiel auf engem Raum. Lurnfeld hatte über weite Strecken mehr Ballbesitz, fand aber kaum klare Abschlüsse. Bernhard Marktl beschrieb es nüchtern: „Es war ein offenes Spiel. Wir hatten keine zwingenden Chancen, alles nur Halbschancen, und Penk wurde immer wieder über Konter gefährlich.“ Das passte zum Bild einer Partie, in der beide Seiten viel investierten, ohne das große Risiko zu suchen. Penk lauerte auf Umschaltmomente, Lurnfeld schob geduldig an und suchte die Lücke. Weil die Abwehrreihen auf beiden Seiten aufmerksam blieben, ging es mit dem 0:0 in die Kabinen. Auch danach änderte sich zunächst wenig: Das aktivere Team blieb der Gast, die richtig große Gelegenheit blieb aber aus – bis in die letzten Minuten, in denen Lurnfeld die Geduld endlich in Zählbares ummünzte.
Entschieden wurde das Spiel in der Schlussphase – und genau da zeigte Lurnfeld, was Marktl meinte, wenn er von Moral spricht. „Wir haben nie aufgesteckt, haben immer weiter probiert und sind immer weiter angelaufen“, sagte der Trainer. In Minute 85 erzielte Patrick Pacher den ersten Treffer, ein satter Abschluss aus rund zwanzig Metern, „der genau ins Eck passte“, wie Marktl stolz anmerkte. Mit der Führung im Rücken blieb Lurnfeld druckvoll und legte rasch nach: In der 89. Minute stellte Ilay Morgenstern mit seinem schwächeren Fuß auf 2:0. „Zwei schöne Schüsse haben die Entscheidung gebracht“, fasste Marktl zusammen. Es war die späte Belohnung für viel Arbeit gegen einen Gegner, der aus Kontern immer gefährlich blieb.
Auch abseits der beiden Tore lieferte Marktl eine klare Analyse. „Es war eine Mischung aus allem. Wir haben zurzeit eine gute Stimmung in der Mannschaft. Teamwork, Moral und die nötige Geduld waren immer da“, betonte er. Verbessern will er dennoch, ohne große Worte: „Wir müssen weiterarbeiten, weiter trainieren und als Kollektiv so auftreten wie in den letzten drei Spielen.“ Respekt gab es für den Gegner – und eine Einordnung: „Bei Penk habe ich gewusst, dass sieben, acht Spieler fehlen; das kann kein Verein kompensieren. Deshalb waren sie heute nicht auf unserem Level.“ Für Lurnfeld, aktuell Fünfter und nun Derbysieger gegen den derzeit Drittplatzierten, heißt das: Form konservieren, Ruhe bewahren und die nächste Aufgabe mit derselben Geduld angehen.