Spielberichte

Hans Peter Wibmer (Trainer OSK Kötschach-Mauthen): „Der Wille war der Unterschied“

OSK Kötschach-Mauthen
TSU Ainet

In der 1. Klasse West setzte sich der OSK Kötschach-Mauthen in Runde 22 mit 2:0 gegen den TSU Ainet durch. Beide Treffer fielen vor der Pause, Christoph Schellander traf doppelt. Trainer Hans Peter Wibmer sprach von einem nervösen Beginn, danach aber habe seine Mannschaft das Spiel kontrolliert. „Der Wille war heute der Unterschied“, betonte er nach dem Heimsieg in Kärnten und hob besonders Zusammenhalt und Abwehrstabilität hervor.

Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Schellander schnürt vor der Pause den Doppelpack

Die Partie startete mit angezogener Handbremse beim OSK. „Am Anfang waren wir sehr nervös“, gab Trainer Hans Peter Wibmer offen zu. Die Nervosität zeigte sich vor allem im Passspiel: „Die Nervosität führte zu vielen Fehlpässen.“ In Minute 14 fiel dann die erlösende Führung, die der Coach so beschrieb: „Nach einer Kombination von hinten durch die Mitte hat Christoph Schellander das 1:0 gemacht.“ Dieser Treffer gab den Hausherren sichtbar Sicherheit. „Ab dem 1:0 waren wir spielerisch überlegen“, so Wibmer. Der OSK hatte nun mehr vom Spiel, hielt den Ball besser in den eigenen Reihen und suchte weiter den Abschluss. Belohnt wurde das kurz vor der Pause: Wieder war es Christoph Schellander, der in der 39. Minute zum 2:0 traf. Mit dem beruhigenden Zwei-Tore-Polster ging es in die Kabinen, zur Halbzeit stand es 2:0.

Überlegenheit nach dem 1:0 und Stabilität als Schlüssel

Wibmers Analyse nach dem Schlusspfiff fiel klar aus. Der frühe Dosenöffner habe vieles gelöst, vor allem im Kopf. „Ab dem 1:0 waren wir spielerisch überlegen“, wiederholte der Trainer und lobte die Ordnung in seinem Team. Besonders hob er zwei Punkte hervor, die für ihn den Ausschlag gaben: „Der Zusammenhalt in der Mannschaft und die Stabilität in der Abwehr.“ Genau diese Mischung trug den OSK durch die entscheidenden Phasen des Spiels. Nach dem Doppelpack verwalteten die Hausherren ihren Vorsprung reif, ohne ins Risiko zu gehen. Der Verbund vor der Abwehr arbeitete diszipliniert, die Kette stand kompakt und ließ über weite Strecken wenig zu. „Der Wille der Mannschaft – wir wollten den Sieg mehr“, brachte Wibmer den Unterschied zwischen den Teams auf den Punkt. Seine Mannschaft blieb am Drücker, ohne die Balance zu verlieren, und brachte damit die komfortable Führung in ruhiger Manier über die Zeit.

Ainet legt nach der Pause zu – Kötschach bringt den Sieg heim

Ganz ohne Gegenwehr lief es freilich nicht. Der Gästeauftritt bekam im zweiten Abschnitt mehr Struktur, was auch der OSK-Trainer anerkannte: „Ainet war aggressiv und in der zweiten Hälfte spielerisch gut.“ Die Heimelf antwortete darauf mit Ruhe und klarem Plan, hielt das Zentrum dicht und verteidigte konsequent den Raum vor dem eigenen Strafraum. So blieb das 2:0 bis zum Schluss bestehen. Zu diskutablen Szenen wollte Wibmer nichts sagen – „Kein Kommentar“ –, sein Fokus lag auf der eigenen Leistung und dem verdienten Heimerfolg.

Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht den Wert der drei Punkte: Kötschach-Mauthen hält bei 27 Zählern auf Rang sieben, Ainet bei 25 Punkten auf Platz neun. Mit dem Gefühl, die Null gehalten und vorne eiskalt zugeschlagen zu haben, will der OSK den Schwung in die nächsten Aufgaben mitnehmen.

1. Klasse West: Kötschach-Mauthen : TSU Ainet - 2:0 (2:0)

  • 39
    Christoph Schellander 2:0
  • 14
    Christoph Schellander 1:0