Spielberichte

Thomas Warmuth (Trainer SV Egg): "Das 2:2 geht für mich in Ordnung"

SV Egg
SV Penk/Reisseck

In der 23. Runde der 1. Klasse West traf der Tabellenzweite SV Egg auf Verfolger SV Gregoritsch Penk/Reißeck – am Ende stand ein 2:2, das beide Seiten einordnen konnten. Früh legte Egg durch Gal Zinic vor, die Gäste antworteten sofort. Nach dem Seitenwechsel fielen die Treffer erneut in kurzen Abständen, ehe eine späte Rote Karte die Schlussphase würzte. Trainer Thomas Warmuth brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: "Das 2:2 geht für mich in Ordnung."

Torwart wartet auf Eckball

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Früher Doppelschlag, später Hektik – ein Spitzenspiel bleibt eng

Es dauerte kaum mehr als eine Viertelstunde, da war klar, wohin die Reise gehen würde: Offenes Visier, schnelle Antworten. Gal Zinic stellte in Minute 12 auf 1:0 für Egg, praktisch im Gegenzug glich Christian Kummer zum 1:1 aus (13.). Bis zur Pause blieb es dabei – ein Spiel auf Augenhöhe, das viel versprochen hatte und halten sollte. Nach Wiederbeginn blieb es eng, ehe Jakob Wilhelm Steinwender in der 73. Minute wieder für Egg vorlegte. Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln: Nur drei Minuten später traf Martin Kummer zum erneuten Ausgleich (76.). Als in der 83. Minute Zinic bei Egg die Rote Karte sah, wurde es in den letzten Minuten noch einmal knifflig, am Remis änderte das aber nichts mehr.

Warmuths Analyse: Zinic stark, Tiefe fehlte – "Schiri war okay"

Nach dem Abpfiff ordnete Thomas Warmuth die 90 Minuten nüchtern ein. "Es war ein gewohnt schwieriges Spiel – Zweiter gegen Dritter", sagte der Egg-Coach und verwies damit auf die Ausgangslage. Ein Sonderlob verteilte er an seinen Torschützen: "Heute war Gal Zinic natürlich stark. Er hat ein super Tor geschossen und war sehr wertvoll." Gleichzeitig nannte Warmuth einen Punkt, der ihn störte: "Wir haben zu wenig in die Tiefe gespielt. Wir sind zu oft in die Breite gegangen, das war heute nicht sehr gut." Den Gegner sah er so, wie man ihn erwarten durfte: "Der hat erwartungsgemäß gekämpft und die Chance gesucht." Auch zur Leitung des Unparteiischen fand der Trainer klare Worte: "Die Schiedsrichterleistung war okay. Es waren keine schweren Fehlentscheidungen, das hat gepasst."

Penk antwortet zweimal prompt – Egg rettet den Punkt trotz Unterzahl

Ein Schlüssel zum offenen Ausgang lag in der Reaktion der Gäste auf beide Rückstände. Penk/Reißeck antwortete schon im ersten Durchgang praktisch postwendend auf das 0:1 und blieb auch nach der Pause hellwach: Dem 2:1 durch Jakob Wilhelm Steinwender in der 73. Minute folgte rasch der Ausgleich von Martin Kummer (76.). Genau diese kurzen Phasen entschieden, dass sich keine Seite absetzen konnte. Egg musste nach der Roten Karte gegen Gal Zinic in der 83. Minute die Schlussminuten in Unterzahl bestreiten und verwaltete das 2:2 über die Ziellinie. Warmuth konnte mit dem Punkt leben: "Das Unentschieden geht für mich in Ordnung." Seine Einschätzung passte zum Verlauf – viel Einsatz, schnelle Antworten, am Ende ein gerechtes Remis.

Schluss und Ausblick: Lob an die Mannschaft, Blick nach vorne

Bei allem Ärger über die fehlende Tiefe im eigenen Spiel wollte Thomas Warmuth das Positive betonen. "Ein großes Lob an die Mannschaft. Sie hat gefightet, sie hat alles probiert", sagte der Trainer. Dass es gegen einen hartnäckigen Verfolger nur zu einem Zähler reichte, störte ihn mit Blick auf die Tabelle nicht übermäßig – schließlich war es das Duell Zweiter gegen Dritter, ein echtes Spitzenspiel. Für die nächsten Wochen gab Warmuth die Marschroute knapp und deutlich vor: "Da müssen wir halt noch einen Punkt irgendwo machen, dass wir fix in der Unterliga spielen." Mit dem 2:2 gegen Penk/Reißeck bleibt Egg auf Kurs, hat die Entscheidung aber weiterhin selbst in der Hand.

1. Klasse West: SV Egg : Penk/Reisseck - 2:2 (1:1)

  • 76
    Martin Kummer 2:2
  • 73
    Jakob Wilhelm Steinwender 2:1
  • 13
    Christian Kummer 1:1
  • 12
    Gal Zinic 1:0