In der 1. Klasse West holte der FC Lurnfeld auswärts beim OSK Kötschach-Mauthen drei wichtige Punkte. Mit zwei frühen Treffern legte Lurnfeld schon zur Pause den Grundstein für den 2:1-Sieg, erst in der Nachspielzeit kamen die Gastgeber noch heran. Lurnfelds Trainer Bernhard Marktl sprach danach von einem verdienten Auswärtssieg und hob vor allem die Arbeit gegen den Ball und die Breite seines Kaders hervor. „Wir waren die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen“, so sein klares Fazit nach einer starken Auswärtsleistung im Kärntner Oberland.

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Die Gäste erwischten den deutlich wacheren Start und legten den Grundstein bereits im ersten Durchgang. In Minute 16 brachte Ivan Glavic den FC Lurnfeld mit 0:1 in Front, nach 29 Minuten legte Ilay Morgenstern das 0:2 nach. Der Halbzeitstand spiegelte das Bild, das Bernhard Marktl sah: „Wir waren in der ersten Halbzeit wacher als der Gegner, hatten mehr vom Spiel und haben uns Chancen erarbeitet.“ Vorne nutzte Lurnfeld die Momente eiskalt, weil Kötschach in der Defensive nicht immer sattelfest stand. „Wir haben die Fehler und das Stellungsspiel der Gegner ausgenutzt und so die Tore erzielt“, erklärte Marktl und verwies damit auf die Konsequenz, die seiner Elf schon früh Oberwasser gab.
Mindestens genauso sehr gefiel dem Lurnfeld-Coach, was hinten passierte. „Unsere starke Defensive war heute über 90 Minuten sehr gut und hat so gut wie nichts zugelassen“, bilanzierte Marktl. Trotz Ausfällen und einer umgestellten Kette zeigte Lurnfeld eine geschlossene Abwehrarbeit – mit einem sicheren Rückhalt dahinter. „Wir haben hinten einen sehr guten Tormann. Man kann immer davon ausgehen, dass er auch Eins-gegen-eins-Situationen für uns löst“, sagte der Trainer. Besonders Lob bekam Philipp Hahn, der als stellvertretender Kapitän voranging: „Philipp Hahn war heute für mich der beste Spieler. Mit einer komplett neuen Viererkette hat er das sehr, sehr gut gelöst.“ Generell betonte Marktl die Tiefe im Kader: „Unser Kollektiv ist unser großer Trumpf. Wir sind breit aufgestellt und können jede Position eins zu eins wechseln. Auch die Bank war heute ein ausschlaggebender Grund.“
Nach dem Seitenwechsel kontrollierte Lurnfeld weite Strecken, ließ wenig zu und verteidigte die Zweitore-Führung konzentriert. Erst in Minute 90+2 traf Luis Finn Bensch für Kötschach zum 1:2, doch für mehr reichte es den Gastgebern nicht. Ganz ohne Kompliment wollte Marktl den Gegner aber nicht lassen: „Kötschach hat einige gute Einzelspieler. Die sind immer für ein Tor gut. Die muss man im Griff haben.“ Eine Anmerkung richtete er an den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war heute für mich nicht der beste Akteur am Platz. Mit ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl muss er das nicht machen.“ Am Ende überwog beim FC Lurnfeld die Freude über einen starken Auswärtsauftritt und die Zuversicht, mit stabiler Defensive und breitem Kader auch in den letzten Runden weiter zu punkten.