In der 1. Klasse West setzte sich der ESV Admira Villach auswärts bei der Sportunion Oberlienz mit 3:2 durch. Auf hartem Boden und bei kräftigem Wind waren die Gäste das aktivere Team, trafen früh und fanden auch nach dem Ausgleich die passende Antwort. Am Ende stand ein verdienter Auswärtssieg, der laut Admira-Sportchef Siegfried Mödritscher vor allem auf Kompaktheit und Effizienz beruhte – auch wenn ein spätes 2:3 die Partie noch einmal kurz offen erscheinen ließ.

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Die Anfangsphase war laut Admira-Seite von schwierigen Bedingungen geprägt. „Die Platzverhältnisse waren sehr schwierig – harter Boden, sehr viel Wind“, schilderte Siegfried Mödritscher. In diesem Rahmen hatte seine Mannschaft „mehr vom Spiel“. Der frühe Lohn folgte bereits in Minute 8: Fabian Michael Pinter stellte auf 0:1. Mödritscher beschrieb die Szene so: „Das 0:1 war ein weiter Pass über die Seite. Am Fünfer kommt unser Spieler zum Ball, dem Verteidiger war kurz die Sicht verstellt – Pinter hat abgestaubt.“ Die Gäste blieben dran, ohne das zweite Tor zu erzielen. „Wir hätten schon zur Pause deutlich höher führen können“, meinte Mödritscher. Zur Halbzeit blieb es dennoch beim 0:1.
Direkt nach der Pause meldete sich Oberlienz zurück: In der 53. Minute traf Benjamin Bürgler zum 1:1. Die Antwort der Gäste ließ jedoch praktisch nicht auf sich warten – nur eine Minute später brachte Daniel Brandauer Admira wieder in Führung und stellte auf 1:2 (54.). Die Villacher blieben konzentriert, standen hinten geordnet und fanden weiter ihre Momente. In der 74. Minute erhöhte julian Pinter auf 1:3. „Heute war die Defensive sehr kompakt. Wir haben hinten alles dicht gemacht, wenig Räume zugelassen“, sagte Mödritscher. Nach vorne sah er trotz des Erfolgs Steigerungspotenzial: „Wir hatten ein klares Chancenplus, haben aber zu wenig daraus gemacht.“ Kurz vor Schluss verkürzte Elias Ebner noch auf 2:3 (89.), am Auswärtssieg änderte das aber nichts. „Unterm Strich war es verdient“, bilanzierte der Sportchef.
Aus Sicht der Admira lag der Schlüssel im Verbund aus Stabilität und Zielstrebigkeit. „Der Unterschied war unsere Kompaktheit und die Effizienz vorm Tor“, erklärte Mödritscher. Den Gegner nahm er eher gehemmt wahr: „Oberlienz war heute ein bisschen verkopft. Sie hatten noch die Chance auf den Relegationsplatz, vielleicht war der Druck zu hoch.“ Zugleich lobte er sein Team: „Wir haben ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Ein Wort hatte er auch für den Unparteiischen übrig: „Der Schiedsrichter war heute alleine, das ist schwierig, aber er hat es im Großen und Ganzen souverän gelöst – wenige Gelbe, faires Spiel und faires Publikum.“ Insgesamt blieb die Partie trotz Wind und hartem Geläuf über weite Strecken sauber und klar geführt.
Der Sieg in Oberlienz passt in das positive Frühjahr der Villacher. „Wir sind sehr zufrieden mit der Rückrunde, da sind wir eine der stärksten Mannschaften. Eigentlich hätten wir heute sogar das vierte oder fünfte machen müssen“, meinte Mödritscher und ergänzte: „Wir blicken positiv nach vorne, egal ob es nächstes Jahr in der West oder in der 1. Klasse Mitte weitergeht. Mit jungen Spielern gehen wir in die Zukunft.“ Zum Abschluss gibt es daheim noch ein kleines Dankeschön fürs Umfeld: Hinweis für Fans – nach dem letzten Heimspiel gegen die TSU Ainet steigt ein Sommerabschluss mit Live-Band und Grillerei für die Admira-Familie.