In der 1. Klasse West kam der SV Tristach gegen den SV Gregoritsch Penk/Reißeck nach spätem Rückschlag noch zu einem 2:2. Nach frühem Führungstor und offener Partie kassierten die Hausherren in der 90. Minute das 1:2, ehe Mathias Brunner in Minute 95 den Punkt rettete. Trainer Martin Walter sprach von mehr und größeren Chancen seiner Elf, haderte aber mit der Ausbeute – und ordnete das Remis trotz des dramatischen Verlaufs als insgesamt passend ein.
Tristach kam, wie Martin Walter es nennt, „mit dem besseren Start“ ins Spiel. In der 16. Minute stellte Michael Linder auf 1:0 und gab den Hausherren Rückenwind. Penk/Reißeck blieb jedoch gefährlich, vor allem, wenn sich Räume ergaben. Kurz vor dem Halbzeitpfiff fiel der Ausgleich: Dominik Eder traf in der 41. Minute zum 1:1, mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel blieb es ausgeglichen, Tristach arbeitete am zweiten Treffer, ließ aber Chancen ungenutzt. Dann die späte Wendung: In der 90. Minute schob Martin Kummer zum 1:2 für die Gäste ein – doch Tristach antwortete in allerletzter Sekunde. In Minute 90+5 war Mathias Brunner zur Stelle und stellte das 2:2 her, das den Spielverlauf aus Sicht der Heimischen besser abbildete als eine Niederlage.
Nach Schlusspfiff fasste Martin Walter den Nachmittag klar zusammen. „Das Spiel war ziemlich ausgeglichen. Tristach hat den besseren Start erwischt“, sagte der Coach und betonte dann die Chancenverteilung: „Im Großen und Ganzen passt das Remis, aber Tristach hätte in meinen Augen das Spiel mehr als sicher verdient gehabt.“ Warum es am Ende doch nur ein Punkt wurde, verknüpfte er mit einem Lob und einer klaren Schwachstelle: „Spielerisch war es diesmal wirklich sehr gut, und die Moral stimmt – wir kämpfen bis zur letzten Minute. Die Chancenauswertung ist aber ein bisschen verbesserungswürdig.“ Auch zur Entstehung der Treffer hatte er eine klare Beobachtung: „Alle vier Tore waren keine normalen Tore, sie sind aus Eigenfehlern oder glücklich entstanden.“ Genau diese Summe aus ordentlichem Auftritt, großem Willen und fehlender Kaltblütigkeit vor dem Tor führte aus seiner Sicht zum 2:2.
Ein Blick auf den Gegner unterstreicht den Wert des Remis. Penk/Reißeck reiste als Tabellendritter (40 Punkte) an und brachte genau das mit, was Walter erwartete: „Im Konter waren sie sehr gefährlich, sonst sehr ebenbürtig.“ Dass sich beide Mannschaften nichts schenkten und doch alles im Rahmen blieb, hob der Tristach-Trainer ausdrücklich hervor: „Der Schiedsrichter war sehr gut, es war wirklich eine faire Partie.“
Für Tristach, aktuell laut Tabelle auf Rang 11 (23 Punkte), ist der Zähler doppelt wichtig: Er belohnt die späte Moral und hält den Kurs in Richtung versöhnliches Saisonfinish. Walters Fazit klingt entsprechend geerdet: „Im Großen und Ganzen passt das Unentschieden – wenn wir vorne konsequenter werden, holen wir solche Spiele künftig heim.“