In der 1. Klasse West lieferten SG Gitschtal und Magdalener SC ein wildes 7:4. Nach 0:2 zur Pause kam Magdalen sofort zurück, hielt die Partie lange offen und geriet erst in der Schlussphase klar ins Hintertreffen. Trainer Raimund Zadnikar lobte Einsatz und Mut seiner jungen Elf und sah im 5:3 den Knackpunkt. Trotz Ausfällen, auch im Tor, zog er ein positives Fazit: "Ich bin stolz auf die Truppe."

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Der Spitzenreiter aus Gitschtal erwischte den besseren Start und lag durch zwei Treffer von Philipp Werner Kofler nach 18 und 35 Minuten mit 2:0 vorne. Zur Pause war für Magdalen aber noch alles drin – und gleich nach Wiederbeginn meldeten sich die Gäste eindrucksvoll zurück. Antonio Lozic stellte in der 46. Minute auf 2:1. "Das 2:1 war eine super Aktion, wir haben danach gedrückt und hätten sogar Chancen aufs 2:2 gehabt", schilderte Raimund Zadnikar. Stattdessen legte Gitschtal in Person von Kristof Kaspar Wastian zum 3:1 nach (50.). Die junge Magdalener Mannschaft ließ jedoch nicht locker: Lozic traf nach einer Stunde erneut und hielt seine Farben im Spiel. In dieser Phase war der Außenseiter dran und suchte mutig den Weg nach vorne, ohne sich lange hinten einzugraben.
Die Partie blieb bis tief in die zweite Hälfte offen. Mit seinem dritten Treffer stellte Philipp Werner Kofler in der 73. Minute auf 4:2, doch Magdalen antwortete sofort: Marco Antonio Winkler verkürzte nur drei Minuten später auf 4:3 und hielt die Spannung hoch. Dann kam die Szene, die aus Gäste-Sicht alles entschied. "Wir haben gedrückt und hinten aufgemacht. Aus einem Konter kassieren wir das 5:3 – das war der entscheidende Punch", so Zadnikar zum 82er-Treffer von Lukas Steinwender. Gitschtal legte durch Anton Ereiz rasch das 6:3 nach (84.). Matteo Kern brachte die Gäste in Minute 88 zwar noch einmal heran, ehe erneut Lukas Steinwender nur eine Minute später mit dem 7:4 endgültig den Deckel draufsetzte. Am Ende stand ein torreiches Spiel, in dem der Favorit seine Chancen eiskalt nutzte.
Nach dem Abpfiff sprach Raimund Zadnikar ausführlich über die Rahmenbedingungen – und über die Reaktion seiner Mannschaft. "Ich war mit der Einstellung zufrieden, mit der Kämpferei zufrieden. Fußballerisch haben wir natürlich ein Defizit, aber ich war positiv überrascht", sagte der Coach. Personell war es ein Drahtseilakt: "Wir hatten keinen etatmäßigen Tormann – einer war nicht da, der Zweite verletzt. Also stand der Reservetormann drinnen. Die Abwehr war neu formiert, da ist uns auch ein Gegentor nach einem Corner passiert."
Den Gegner ordnete er nüchtern ein: "Der war nicht so stark, wie wir gedacht haben. Die wollten ihr letztes Heimspiel gewinnen, aber sie haben nicht das letzte Hemd geopfert." Zum Schiedsrichter blieb Zadnikar sachlich: "Er war in Ordnung und nicht schuld, dass so viele Tore gefallen sind."
Besonders gerne sprach der Trainer über die jungen Torschützen und eine Szene gleich nach der Pause. "Das 2:1 war für mich die schönste Aktion: Fabio Unterwieser ist rechts durch, wurde zweimal gefoult, ist weitergelaufen und hat quergelegt – Antonio Lozic hat vollendet", erzählte Zadnikar. Er hob zudem hervor, dass mit Lozic, Marco Antonio Winkler und Matteo Kern sehr junge Burschen trafen: "Da war sogar ein Elfer dabei, die Jungs haben das wirklich gut gemacht." Der Tenor war klar: "Ich bin stolz auf die Truppe."
Und der Blick geht nach vorne: "Nächste Saison übernimmt Dragan Kunić. Er will mit den Jungen weitermachen, so wie wir sie eingeführt haben. Wenn sie im Sommer gut trainieren, geht es in ein, zwei Jahren sicher wieder aufwärts mit Magdalen."