In der 1. Klasse West setzte sich die SG Gitschtal bei OSK Kötschach-Mauthen mit 3:1 durch. Der Grundstein lag in einer kaltschnäuzigen Phase vor der Pause und einer Abwehr, die trotz Umbauten kaum etwas zuließ. „Es war ein verdienter Sieg für uns“, sagte Co-Trainer Heimo Neuhold nach dem Auswärtsspiel. Kötschach blieb lange im Spiel, kam aber erst nach dem Seitenwechsel zum Ehrentreffer. Gitschtal kontrollierte weite Strecken, ließ hinten wenig zu und brachte den Auswärtssieg souverän über die Zeit.

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Die Partie begann mit Vorteilen für die Gäste. „Eigentlich waren wir von Beginn an die stärkere Mannschaft“, ordnete Heimo Neuhold ein. Kötschach stemmte sich mit Kampf und hohen Bällen dagegen, doch Gitschtal blieb kompakt und wartete geduldig auf den Moment. Der kam in Minute 27: Lukas Steinwender stellte auf 0:1. Keine drei Minuten später legte Maximilian Christian Holz zum 0:2 nach (30.). Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte erneut Steinwender auf 0:3 (43.) – die Phase, die das Spiel entschied. „Die drei Tore kurz vor der Pause waren wichtig und entscheidend“, betonte Neuhold. Nach dem Seitenwechsel starteten die Gäste wieder schwungvoll, ehe Kötschach durch Kristjan Kovacevic in der 66. Minute auf 1:3 verkürzte. „Danach war’s bis zum Spielende eher ausgeglichen“, sagte Neuhold. Gitschtal ließ jedoch defensiv kaum mehr etwas zu und brachte das 3:1 verdient ins Ziel.
Der Auftritt bekam seine Stabilität aus einer Defensive, die kurzfristige Ausfälle abfangen musste. „Zwei unserer Stamm-Innenverteidiger und einer unserer Stamm-Außenverteidiger waren wegen Verletzung und Gelbsperre nicht verfügbar. Trotzdem hat die Viererkette heute sehr stark gespielt, und wir haben hinten kaum etwas zugelassen“, erklärte Neuhold. Der Co-Trainer hob aber nicht nur die Kette, sondern das gesamte Kollektiv hervor: „Wir haben über neunzig Minuten sehr kompakt und mannschaftlich geschlossen gespielt.“ Auch das Zentrum trug seinen Teil bei, räumte sauber ab und leitete Umschaltmomente ein. Zum Gegner fand Neuhold respektvolle Worte: „Kötschach war kampfstark und hat sich so gut wie möglich gewehrt, aber in Summe waren wir spielerisch überlegen – deshalb ist bis auf das Ehrentor nicht viel mehr Zählbares gelungen.“ Dieses Zusammenspiel aus Disziplin, Laufarbeit und klaren Aktionen nach vorne gab schließlich den Ausschlag.
Spätestens nach gut siebzig Minuten schaltete Gitschtal – auch aus Müdigkeit – einen Gang zurück. „Da hätten wir vielleicht noch konsequenter nach vorne spielen können, aber das war nicht mehr zwingend notwendig“, räumte Neuhold ein. An der klaren Linie änderte das wenig. Auch rund um den Platz passte vieles: „Wieder waren sehr viele Auswärtsfans dabei und haben uns in Kötschach lautstark angefeuert. Ein großes Danke an alle Fans, Helfer, Funktionäre, Trainer und Spieler – der Zusammenhalt hat unseren historischen Erfolg möglich gemacht.“ Neuhold blickte dabei auf eine bemerkenswerte Saison: „Als Aufsteiger haben wir den Meistertitel souverän geholt, mit nur einer Niederlage und drei Unentschieden. Jetzt freuen wir uns auf den erstmaligen Aufstieg in die Unterliga.“ Zur Schiedsrichterleistung meinte er nüchtern: „Die war in Ordnung, es gab nichts Dramatisches.“ Für die neue Liga formuliert er ein klares Ziel: „Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben, uns an das Umfeld gewöhnen und – wenn wir in einen Flow kommen – Richtung Mittelfeld oder vorderes Mittelfeld vorarbeiten.“