In der 1. Klasse West hat FC Lurnfeld beim ESV Admira Villach mit 3:2 gewonnen und dabei zwei ganz unterschiedliche Halbzeiten erlebt. Die Gäste führten nach einer starken ersten Hälfte bereits 3:0, mussten nach den späten Treffern der Hausherren aber noch bis in die Nachspielzeit arbeiten. Trainer Bernhard Marktl sah den Schlüssel klar im Auftakt: "Wir haben in der ersten Halbzeit unser Spiel aufgezogen."

Dass FC Lurnfeld am Ende als Sieger vom Platz ging, hatte aus Sicht von Bernhard Marktl vor allem mit den ersten 45 Minuten zu tun. "In der ersten Halbzeit waren wir sehr, sehr gut und haben alles taktisch umgesetzt, was ich als Trainer wollte", sagte der Trainer nach dem Spiel. Genau diese Überlegenheit zeigte sich auch früh am Spielstand. In der 13. Minute brachte Nico Payer die Gäste 1:0 in Führung, nachdem ein Eckball von Philipp Hahn gefährlich hereinkam. Nur vier Minuten später legte Ilay Morgenstern das 2:0 nach, weil er nach einem abgewehrten ersten Versuch entschlossen nachsetzte und den Nachschuss verwertete. Und in der 23. Minute folgte schon das 3:0 durch Patrick Schönegger, der mit einem Weitschuss aus rund 60 Metern traf. Zur Pause war die Richtung damit klar vorgegeben, und Marktl fasste den ersten Abschnitt passend zusammen: "Wir waren klar spielbestimmend und verdient 3:0 vorne."
Was bis zur Pause sehr kontrolliert aussah, wurde in der zweiten Halbzeit deutlich offener. Marktl machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft nach dem starken Beginn nicht mehr dieselbe Sicherheit hatte. "Gegen Ende haben wir leider zu viele Schlampigkeitsfehler gemacht und den Gegner noch einmal selbst stark gemacht", sagte er. Dazu kam, dass es nach den Wechseln schwieriger wurde. "Mit den Wechseln ist es dann schwieriger geworden. Die Zuordnung hat nicht mehr gepasst und wir haben den Gegner stark gemacht", erklärte der Lurnfeld-Coach. Admira Villach kam zunächst zwar nicht sofort am Spielstand heran, blieb aber im Spiel und verkürzte in der 82. Minute durch Daniel Brandauer auf 1:3. In der Nachspielzeit machte Mario Kleinbichler mit dem 2:3 die Schlussphase endgültig spannend. Marktl sah auch, warum der Gegner in Halbzeit zwei mehr Druck entwickeln konnte: "Da haben sie natürlich alles nach vorne gehauen. Mit den neuen Spielern und den vier Wechseln ist frischer Wind gekommen. Da haben wir uns dann schwergetan."
Trotz der hektischeren Schlussphase blieb Marktl in seiner Gesamtbewertung klar. Für ihn überwog, was seine Mannschaft vor allem vor der Pause auf den Platz brachte. "Entscheidend war einfach, dass wir in der ersten Halbzeit unser Spiel aufgezogen haben, den Ball laufen gelassen haben, gegen den Ball diszipliniert waren und offensiv die Chancen verwertet haben, die uns geboten worden sind", sagte er. Besonders die Startelf habe ihn überzeugt: "Taktisch und technisch haben die ersten Elf heute sehr überzeugt, waren sehr, sehr gut." Daraus leitete der Trainer auch den Unterschied zwischen den beiden Teams ab. "Wir sind eine ambitionierte Mannschaft und haben speziell in der ersten Halbzeit gezeigt, was wir können. Dadurch war es auch ein verdienter Sieg, weil wir die Qualität auf den Platz gebracht haben." Ein Lob gab es außerdem für den Unparteiischen: "Der Schiedsrichter war sehr souverän. Obwohl er alleine war, hat er das Spiel immer im Griff gehabt." Unterm Strich nimmt FC Lurnfeld damit auch nach Runde zwei die volle Ausbeute mit und steht mit sechs Punkten an der Spitze der Tabelle.