Spielberichte

„Wir haben das zum Schluss einfach mehr gewollt“ – SV Tristach dreht 1:3 noch in ein 4:3

SV Tristach
SV Baldramsdorf

In der 1. Klasse West hat SV Tristach gegen SV "Malerei Delic GmbH" Baldramsdorf nach einem 1:3 zur Pause noch 4:3 gewonnen. Trainer Martin Walter sah seine Mannschaft über weite Strecken als das bessere Team und erklärte die späte Wende vor allem mit Moral und Entschlossenheit. Sein Fazit passte perfekt zu diesem wilden Nachmittag: „Wir haben das zum Schluss einfach mehr gewollt als der Gegner.“

Torwart in Blau und Schwarz stützt sich auf die Knie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Trotz klarer Vorteile plötzlich 1:3 hinten

Der Spielverlauf passte zunächst gar nicht zum späteren Endstand. Martin Walter sprach von einem starken Beginn seiner Mannschaft und sagte: „Die ersten 15 Minuten hatten wir einen klaren Überschuss an Torchancen.“ Trotzdem lag SV Tristach in der 17. Minute zurück, weil Belmin Dzafic für die Gäste das 0:1 erzielte. Daniel Blassnig brachte die Hausherren in der 27. Minute mit dem 1:1 wieder zurück, doch noch vor der Pause schlug der Gegner zweimal zu. Maximilian Viktor Walcher stellte in der 31. Minute auf 1:2, Dejan Marijanovic erhöhte nur fünf Minuten später auf 1:3. Gerade dieser Zwischenstand ärgerte Walter, weil er das Spiel anders gesehen hatte. „Über das ganze Spiel gesehen waren wir spielerisch besser, wir haben es leider nicht in Tore umsetzen können“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff.

Ab Minute 85 kippt das Spiel doch noch

Auch mit dem 1:3 im Rücken war die Partie aus Sicht des Trainers nie endgültig entschieden. „Bis zur 90. Minute war das Spiel offen“, sagte Walter und machte damit klar, dass seine Mannschaft den Glauben nicht verloren hatte. Lange blieb dieser Rückstand allerdings bestehen, ehe SV Tristach in der Schlussphase doch noch zurückkam. Mathias Brunner verkürzte in der 85. Minute auf 2:3, nur zwei Minuten später stellte Jakob Ebner auf 3:3. Genau in dieser Phase sah Walter das Spiel auf seine Seite kippen. „Das 2:3 und das 3:3 haben das Momentum auf unsere Seite gebracht. Da haben wir noch einmal alles reingehaut und den Sieg erzwungen“, erklärte er. Den Schlusspunkt setzte schließlich Lukas Johann Juen in der Nachspielzeit mit dem Treffer zum 4:3, der die späte Wende komplett machte.

Viel Moral, aber auch eine klare Warnung

Für Walter lag der Schlüssel zu dieser Aufholjagd weniger in einem einzelnen Moment als in der Haltung seiner Mannschaft. Auf die Frage nach der größten Stärke antwortete er kurz und deutlich: „Am Glauben und am Willen.“ Genau das war für ihn der Unterschied in den letzten Minuten, als SV Tristach nach dem Anschlusstreffer am Drücker blieb und sich doch noch belohnte. Gleichzeitig wollte der Trainer den spektakulären Sieg nicht einfach nur feiern. „Defensiv müssen wir uns auf jeden Fall sehr steigern, sonst wird es in den nächsten Runden sehr schwierig“, sagte Walter und meinte damit das Verhalten seiner Mannschaft vom Mittelfeld bis nach hinten. Über den Gegner verlor er ebenfalls ein klares Wort: „Bei hohen Bällen sind sie wirklich stark.“ 

Auch für den Unparteiischen gab es Lob

Bemerkenswert war aus Sicht des Trainers außerdem, dass diese Partie trotz aller Spannung ohne Diskussionen über strittige Entscheidungen auskam. Walter sagte: „Es gab eigentlich keine strittigen Szenen. Die Schiedsrichterleistung war wirklich sehr gut.“ Gerade in einem Spiel, das bis zum 4:3 in der Nachspielzeit offen blieb, war das für ihn ein Punkt, den er ausdrücklich hervorheben wollte. Laut Walter habe der Unparteiische eine „hitzige Partie bis zum Schluss“ und „immer alles unter Kontrolle“ gehabt. Damit blieb nach einem wilden Nachmittag vor allem eines hängen: SV Tristach drehte ein schon fast verlorenes Spiel noch komplett, weil die Mannschaft bis zum Ende an sich glaubte. Dass Walter unmittelbar nach dem Abpfiff trotzdem die Defensive ansprach, zeigt aber ebenso klar, dass der Jubel über diesen Sieg die offenen Baustellen nicht verdecken soll.

1. Klasse West: Tristach : Baldramsdorf - 4:3 (1:3)

  • 92
    Lukas Johann Juen 4:3
  • 87
    Jakob Ebner 3:3
  • 85
    Mathias Brunner 2:3
  • 36
    Dejan Marijanovic 1:3
  • 31
    Maximilian Viktor Walcher 1:2
  • 27
    Daniel Blassnig 1:1
  • 17
    Belmin Dzafic 0:1