Spielberichte

„Nach einer Führung müssen wir sie besser verwalten“ – Glavic entscheidet Lurnfelds 4:3 in der Nachspielzeit

FC Lurnfeld
SV Feffernitz

In der 1. Klasse West hat FC Lurnfeld das Spitzenspiel gegen SV Rapid Feffernitz mit 4:3 gewonnen und damit den fünften Sieg im fünften Spiel eingefahren. Trainer Bernhard Marktl sprach danach von einem „Spitzenspiel auf Augenhöhe“, in dem seine Mannschaft für ihn „im Großen und Ganzen“ der verdiente Sieger war. Dass es bis in die Nachspielzeit offen blieb, passte allerdings auch zu einem Nachmittag, an dem Lurnfeld eine klare Führung noch einmal aus der Hand gab.

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Sieben Tore und eine wilde Schlussphase

Die Partie nahm von Beginn an genau den Verlauf, den man von einem Duell zwischen dem Ersten und dem Zweiten erwarten durfte. Feffernitz ging in der 14. Minute durch Kristian Rozman mit 1:0 in Führung und erzielte damit den ersten Treffer in einem Spiel, das lange eng blieb. Lurnfeld brauchte aber keine ganze Halbzeit, um zu antworten: Ivan Glavic stellte in der 32. Minute auf 1:1, mit diesem Stand ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel schien der FC die Partie auf seine Seite zu ziehen. Glavic traf in der 51. Minute zum 2:1, Nico Payer legte in der 62. Minute das 3:1 nach. Doch entschieden war damit nichts. Rozman brachte Feffernitz mit seinen Treffern in der 83. und 89. Minute wieder zurück und stellte auf 3:3. Erst in der 91. Minute schlug Lurnfeld noch einmal zu, als Glavic mit seinem dritten Tor des Tages den 4:3-Endstand fixierte.

Marktl sieht die Qualität in den Einzelaktionen

Marktl sah in diesem offenen Schlagabtausch vor allem die Qualität seiner eigenen Mannschaft als entscheidenden Faktor. „Wir haben sehr viel Qualität in der Mannschaft und heute haben Einzelleistungen zum Erfolg geführt“, sagte der Trainer. Dazu passte auch seine Beschreibung der Treffer, die er als „sehr gute Einzelleistungen und schön herausgespielte Tore“ einordnete. Besonders hob er dabei Glavic hervor, der mit seinem Hattrick den Unterschied machte. „Ivan Glavic war heute mit seinem Hattrick natürlich der Mann des Spiels, überragend. Wenn man ihn braucht, ist er da. Er ist einfach ein Athlet und ein super Fußballer“, meinte Marktl. Dass daneben auch Payer mit dem wichtigen 3:1 zur Stelle war, unterstrich aus seiner Sicht, wie viel Qualität aktuell in dieser Mannschaft steckt.

Viel Lob, aber auch eine klare Mahnung

Trotz des Sieges verschwieg der Lurnfeld-Coach aber auch nicht, woran seine Mannschaft arbeiten muss. Gerade nach dem 3:1 war für ihn zu sehen, dass sein Team die Führung nicht konsequent genug abgesichert hat. „Wir müssen nach einer Führung einfach die Führung besser verwalten“, sagte Marktl klar. Dass Feffernitz bis zuletzt gefährlich blieb, kam für ihn nicht überraschend. Er hatte sich nach eigenen Angaben intensiv auf den Gegner vorbereitet und vor allem die Offensivqualität im Blick. „Wir wussten, dass sie vorne zwei Slowenen drin haben, die sehr viel Qualität haben. Auf die mussten wir uns speziell fokussieren, und das haben wir im Großen und Ganzen gut zusammenbekommen“, sagte er. Beim Gegentor zum 3:2 sah Marktl eine Szene, „über die gestritten werden kann“, weil dem Freistoß für ihn ein Foul vorausging. Dennoch betonte er ausdrücklich: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut“, und lobte auch die Assistenten für eine souveräne Leitung.

Spitze verteidigt, Lehre mitgenommen

Am Ende überwog bei Lurnfeld deshalb trotz aller Hektik in der Schlussphase klar das Positive. „Wir haben zurzeit einen Lauf. Es funktioniert sehr viel und es geht auch sehr viel auf, weil wir viel Qualität in der Mannschaft haben“, sagte Marktl nach dem Abpfiff. Der Blick auf die Tabelle gibt ihm recht: Mit 15 Punkten aus fünf Spielen bleibt Lurnfeld an der Spitze der 1. Klasse West, während Feffernitz bei zehn Zählern hält. Nach einem 4:3 wie diesem wird in Lurnfeld vor allem das Happy End in Erinnerung bleiben. Gleichzeitig nahm der Trainer aus dem Spitzenspiel auch die Mahnung mit, dass ein starker Auftritt allein nicht reicht, wenn eine komfortable Führung am Ende noch einmal ins Wackeln gerät.

1. Klasse West: Lurnfeld : Feffernitz - 4:3 (1:1)

  • 91
    Ivan Glavic 4:3
  • 89
    Kristian Rozman 3:3
  • 83
    Kristian Rozman 3:2
  • 62
    Nico Payer 3:1
  • 51
    Ivan Glavic 2:1
  • 32
    Ivan Glavic 1:1
  • 14
    Kristian Rozman 0:1 

Foto: FC Lurnfeld