Spielberichte

„Vor der Pause hätten wir davonziehen können“ – Admira lässt in Penk zwei Punkte liegen

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SV Penk/Reisseck
Admira Villach

In der 1. Klasse West trennten sich SV Gregoritsch Penk/Reißeck und ESV Admira Villach mit 1:1. Für die Gäste blieb dabei das Gefühl, mehr liegen gelassen zu haben. Die Villacher führten zur Pause 1:0, verpassten davor aber laut Sportlichem Leiter Siegfried Mödritscher den entscheidenden Nachschlag. "Da hätten wir auf 2:0 oder 3:0 davonziehen können", sagte er nach dem Spiel.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ein enger Beginn, den Admira besser nutzt

Lange lief die Partie so an, wie es Mödritscher danach beschrieben hat. "Es war von Anfang an ein Abtasten zweier kampfstarker Mannschaften", sagte der Sportliche Leiter, der bei seiner Elf trotzdem Vorteile im Kombinationsspiel sah: "Die spielerische Linie lag eher bei uns." Viel Strafraumaktion gab es zunächst auf beiden Seiten nicht, weil beide Mannschaften körperlich präsent waren und sich wenig Raum schenkten. Erst ein gewonnener Ball und ein schnelles Umschalten brachten mehr Zug in die Begegnung. Admira spielte die Situation konsequent fertig, Fabian Michael Pinter traf in der 28. Minute zum 0:1. Für die Villacher war das in einer bis dahin ausgeglichenen Partie jener Treffer, der das Spiel erstmals sichtbar auf ihre Seite zog.

Der Knackpunkt liegt für Mödritscher vor der Pause

Noch mehr als über das 1:0 sprach Mödritscher nach dem Schlusspfiff aber über das, was kurz darauf nicht zum zweiten Tor wurde. Aus seiner Sicht hätte die Admira das Spiel schon vor der Pause deutlicher in die eigene Richtung schieben können. Omar Hamzi kam zu einer guten Möglichkeit, wenig später setzte Fabian Michael Pinter im Nachsetzen einen weiteren Abschluss ans Aluminium. "Da hätten wir den Doppelschlag machen und auf 2:0 oder 3:0 davonziehen können", sagte Mödritscher. "Das war eigentlich der Knackpunkt." Genau diese Szene blieb bei ihm hängen, weil sie die große Chance auf einen ganz anderen Halbzeitstand bot. Statt mit einem klaren Vorsprung ging es für die Villacher nur mit einem 1:0 in die Kabine.

Penk kommt zurück, die Überzahl bleibt ohne Wirkung

Nach dem Seitenwechsel änderte sich die Partie dann so, wie es die Gäste befürchtet hatten. Penk kam laut Mödritscher "besser aus der Kabine" und suchte rasch den Weg zum Ausgleich. In der 56. Minute fiel er auch: Nach einem Einwurf und einem schnellen Zuspiel hinter die Kette traf Andreas Stranig zum 1:1. Für Admira war das der Moment, in dem die liegen gebliebenen Möglichkeiten aus der ersten Hälfte noch schwerer wogen. "So ist es halt: Die Tore, die man nicht macht, bekommt man", meinte Mödritscher. In der Schlussphase bekamen die Villacher nach der Roten Karte gegen Hans-Peter Schaar in Minute 79 noch einmal eine günstige Ausgangslage. Sie wollten die Überzahl nützen, gingen weiter nach vorne und hatten "noch die eine oder andere Chance", doch der Siegtreffer wollte nicht mehr fallen.

Ein Punkt, der sich für die Gäste nicht ganz richtig anfühlt

So blieb am Ende ein Remis, das Mödritscher durchaus einordnen konnte, mit dem er aber trotzdem nicht wirklich zufrieden war. "Unsere Defensive ist gut gestanden, wir haben wenig zugelassen", sagte er, und auch spielerisch sah er seine Mannschaft leicht im Vorteil: "Wir waren vielleicht spielerisch etwas besser." Gleichzeitig bescheinigte er Penk die erwarteten Qualitäten. Der Gegner sei kampfstark gewesen, habe keinen Zweikampf gescheut und sei gut organisiert aufgetreten. Dass Admira trotzdem nur einen Punkt mitnahm, führte er klar auf die fehlende Effizienz zurück. "Gefehlt hat ganz einfach unsere Effizienz vorm Tor. Wir haben Chancen kreiert, aber wir machen sie momentan nicht", sagte Mödritscher. Darum könne man mit dem 1:1 zwar "vielleicht so weit leben", zwei Zähler trauere man aber dennoch nach. Sportlich fährt die Admira also mit einem Punkt heim, der sich für die Gäste eher nach zwei verlorenen Zählern anfühlte.

1. Klasse West: Penk/Reisseck : Admira Villach - 1:1 (0:1)

  • 56
    Andreas Stranig 1:1
  • 28
    Fabian Michael Pinter 0:1