In der 1. Klasse West hat OSK Kötschach-Mauthen gegen SV Rapid Feffernitz trotz einer starken Anfangsphase mit 3:4 verloren. Die Gastgeber gingen früh in Führung, lagen zur Pause aber schon 1:2 zurück und mussten auch nach dem Seitenwechsel weiter hinterherlaufen. Trainer Hans Peter Wibmer sah den Bruch der Partie rund um den Ausgleich: "Ab diesem Zeitpunkt haben wir die Kontrolle über das Spiel verloren."

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Kötschach-Mauthen startete so, wie es sich Wibmer vorgestellt hatte. "Wir waren die ersten 15 Minuten die bessere Mannschaft, hatten gleich am Anfang eine hochkarätige Chance, machten das 1:0 und waren gut im Spiel", sagte der OSK-Coach. Den passenden Lohn gab es in der 10. Minute, als Dorian Schaller die Heimischen mit 1:0 in Führung brachte. Lange hielt dieser Vorteil aber nicht. Schon fünf Minuten später fiel durch Kristian Rozman das 1:1, das Wibmer mit einem klaren Satz als Wendepunkt beschrieb: "Dann bekamen wir einen dummen Elfer." Von da an kippte die Partie, und noch vor der Pause legte Feffernitz nach. In der 27. Minute traf Fabio Erlacher zum 1:2, mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen.
Was danach fehlte, brachte Wibmer ohne große Umschweife auf den Punkt. "Der Knackpunkt waren die individuellen Fehler in der Verteidigung und die Schwäche im Abschluss", sagte er. Genau diese Mischung machte dem OSK das Leben schwer. Zwar versuchten die Gastgeber nach Wiederbeginn noch einmal, mehr Druck aufzubauen, doch richtig zurück ins Spiel fanden sie aus Sicht ihres Trainers nicht mehr. Stattdessen erhöhte erneut Kristian Rozman in der 61. Minute auf 1:3, ehe derselbe Spieler kurz vor Schluss auch noch das 1:4 nachlegte. Über den Gegner sagte Wibmer: "Sie haben einen Stürmer, der aus jeder Situation ein Tor machen kann, was uns zurzeit fehlt." Dazu passte, dass Rozman insgesamt drei Mal traf. Wibmer verwies außerdem auf "einen nicht gegebenen Elfmeter", sah aber unterm Strich vor allem die eigene Mannschaft in der Pflicht.
Ganz vorbei war die Partie trotzdem nicht. Wibmer hob ausdrücklich hervor, dass seine Mannschaft bis zum Ende dranblieb. "Dass wir 90 oder 95 Minuten kämpfen und nicht aufgeben, das macht uns stark", sagte er. Diese Moral zeigte sich in der Schlussphase noch einmal deutlich. In der 90. Minute verkürzte Christoph Schellander auf 2:4, und in der Nachspielzeit stellte Samuel Ambros Herbert Karl mit dem 3:4 den Endstand her. Der späte Doppelschlag änderte am Punktverlust nichts mehr, passte aber zu Wibmers Eindruck, dass Kötschach-Mauthen "zum Schluss hin wieder die bessere Mannschaft" gewesen sei und sogar Stangenschüsse gehabt habe. Nach sieben Runden hält der OSK damit bei zehn Punkten, während Feffernitz bei 13 Zählern steht.