Spielberichte

„Das 2:0 vor der Pause war spielentscheidend“ – Mölltal bringt Auswärtssieg in Ainet sauber heim

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TSU Ainet
FC Mölltal

In der 1. Klasse West hat FC Mölltal Obervellach am Samstag bei der TSU Ainet einen 2:0-Auswärtssieg geholt. Trainer Helmut Fercher sah zwar eine kurze Anlaufphase seiner Mannschaft, danach aber über weite Strecken klare Vorteile. Entscheidend war für ihn das 2:0 noch vor der Pause, danach ließ Mölltal laut Fercher einige gute Chancen auf eine noch deutlichere Entscheidung liegen.

Nahaufnahme der Beine von Spielern beim Training

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nach einer Viertelstunde hatte Mölltal das Spiel im Griff

Ganz von Beginn an lief es für die Gäste nach den Worten ihres Trainers noch nicht rund. Helmut Fercher sagte offen: „Die ersten zehn Minuten, die erste Viertelstunde haben wir ein bisschen gebraucht, bis wir im Spiel waren.“ Diese Phase überstand Mölltal aber ohne Rückstand, und genau das war aus Sicht des Trainers wichtig. Denn danach kippte die Partie mehr und mehr in Richtung der Oberkärntner. „Dann waren wir über die restlichen 65, 70 Minuten die bessere Mannschaft“, ordnete Fercher den Verlauf ein. Auch die Tore passten zu dieser Einschätzung. In Minute 30 brachte Tim Schorratz Mölltal mit 1:0 in Führung, kurz vor der Pause legte Rene Löschnig das 2:0 nach. Gerade dieser zweite Treffer wog für Fercher schwer. „Das 2:0 vor der Halbzeit war sehr spielentscheidend“, sagte der Trainer, der seine Mannschaft nach der Anfangsphase klar im Vorteil sah.

Nach dem Seitenwechsel fehlte nur die bessere Ausbeute

Dass der Sieg am Ende bei zwei Toren Unterschied stehen blieb, lag aus Sicht des Mölltal-Coachs nicht daran, dass seine Mannschaft die Kontrolle wieder verlor. Im Gegenteil: Fercher ärgerte vor allem, dass seine Elf aus der eigenen Überlegenheit zu wenig machte. „Gleich nach der Halbzeit bis zur 55. Minute hätten wir normal 5:0 führen müssen. Da haben wir die Chancen nicht gemacht, die wir gehabt haben“, sagte er. Genau dort sah er auch den wichtigsten Punkt, den seine Mannschaft trotz des Erfolgs mitnehmen muss. „Die Chancenauswertung war heute nicht so gut. Ich glaube, wenn das Ergebnis 6:0 oder 7:0 ausgeht, passt das auch, weil wir schon ein paar gute Chancen ausgelassen haben.“ Gleichzeitig machte Fercher klar, warum die Partie trotz der klareren Spielanteile nie ganz erledigt wirkte. „Bis zum Schluss war es eigentlich so: Wenn wir ein Gegentor bekommen, wäre es wahrscheinlich noch einmal ein bisschen knapper geworden.“ Ainet hielt das Ergebnis also offen, auch wenn Fercher dem Heimteam nur wenige Möglichkeiten zugestand.

Mölltal hielt dagegen und bleibt vorne dabei

Neben dem spielerischen Übergewicht hob Fercher noch einen zweiten Punkt hervor, der ihm an diesem Auftritt gefiel. „Wir waren fußballerisch gut, aber auch kämpferisch haben wir sehr gut dagegengehalten“, sagte er. Den Gegner erlebte der Trainer als „sehr kampfstark, sehr aggressiv“. Gerade deshalb war für ihn wichtig, dass seine Mannschaft in dieser Gangart nicht nachließ und den Auswärtssieg seriös zu Ende spielte. Auch zur Leitung des Spiels fand Fercher eine nüchterne Einschätzung. „Die Schiedsrichterleistung war solide“, meinte er, fügte aber an, dass aus seiner Sicht „zweimal Elfmeter“ auf Rene Löschnig nicht gegeben worden sei. Insgesamt wollte er daran den Auftritt seiner Mannschaft aber nicht festmachen. Entscheidend blieb für ihn, dass Mölltal nach kurzer Anlaufzeit das Spiel an sich zog, zur richtigen Zeit die Tore machte und sich mit dem 2:0 in der Tabelle weiter vorne festsetzt. Nach zwölf Spielen stehen die Oberkärntner auf Rang zwei und bleiben damit in der Spitzengruppe der Liga voll dabei.

1. Klasse West: TSU Ainet : FC Mölltal - 0:2 (0:2)

  • 43
    Rene Löschnig 0:2
  • 30
    Tim Schorratz 0:1