In der 1. Klasse West hat ASKÖ Irschen dem OSK Kötschach-Mauthen lange ein offenes Spiel geliefert, am Ende nahmen die Gäste aber einen 3:2-Auswärtssieg mit. Trainer Hans Peter Wibmer sah vor allem die Reaktion nach dem frühen Rückstand und das 2:1 direkt nach der Pause als Schlüsselmoment. Dazu kamen aus seiner Sicht Geschlossenheit, Laufarbeit und der klare Wille, die Punkte mitzunehmen.

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Dass es kein ruhiger Abend werden würde, machte schon der Beginn klar. Wibmer sprach von einem Spiel, das "von der ersten Minute weg kampfbetont" war und in dem es zunächst "hin und her" gegangen sei. Irschen erwischte dabei den besseren Start und ging in der 11. Minute durch Enis Musanovic mit 1:0 in Führung. Für den OSK war das aber kein Bruch. "Die erste Chance von Irschen war vielleicht das 1:0, und ab diesem Zeitpunkt sind wir stärker geworden", sagte Wibmer. Tatsächlich arbeiteten sich die Gäste danach besser hinein, ehe Kristjan Kovacevic in der 31. Minute auf 1:1 stellte. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause.
Die Phase direkt nach dem Seitenwechsel bewertete der Trainer dann als den Abschnitt, in dem das Spiel endgültig kippte. "Wichtig war das 2:1 gleich nach der Pause. Da haben wir Irschen überrumpelt", sagte Wibmer. Genau das zeigte sich auch am Spielstand, denn erneut war es Kovacevic, der in der 47. Minute zur Führung traf. Kötschach-Mauthen blieb damit am Drücker und legte in Minute 58 nach, wieder durch Kovacevic, der damit seinen Dreierpack komplett machte und auf 3:1 stellte. Ganz fertig war die Partie damit allerdings noch nicht, weil Christoph Rainer in der 88. Minute für Irschen auf 2:3 verkürzte. "Dann wurde es ein schwieriges Spiel, aber wir haben es über die Runde gebracht", fasste Wibmer die Schlussphase zusammen.
Dass am Ende ausgerechnet Kovacevic dreimal traf, stellte Wibmer nicht in den Vordergrund. Der Trainer rückte vielmehr die Arbeit seiner gesamten Mannschaft ins Zentrum. "Der Zusammenhalt, die läuferische Einstellung und der Kampf von der ersten bis zur letzten Minute haben gut funktioniert", sagte er. Gerade in einem Auswärtsspiel, das früh mit einem Rückstand begonnen hatte und danach lange offen blieb, war das für ihn der entscheidende Punkt. Dazu passte auch seine kurze, aber deutliche Erklärung auf die Frage nach dem wichtigsten Moment: "Die Geschlossenheit der Mannschaft und der Wille, mit einem Sieg nach Hause zu fahren, waren heute entscheidend." Viel mehr brauchte Wibmer gar nicht, um die Leistung seines Teams zu erklären.
Dass dieser Erfolg kein Selbstläufer war, betonte Wibmer ausdrücklich. Über Irschen sagte er knapp: "Eine starke Mannschaft." Genau deshalb hat der Auswärtssieg für Kötschach-Mauthen Gewicht, weil die Gäste nach dem 0:1 nicht auseinanderfielen, sondern das Spiel mit einer starken Phase vor und nach der Pause auf ihre Seite zogen. In der Tabelle hält der OSK nach zwölf Spielen nun bei 20 Punkten und bleibt damit im oberen Bereich der Liga. Irschen steht nach zwölf Partien bei 17 Zählern. Für Kötschach-Mauthen war es damit mehr als nur ein knappes 3:2: Es waren drei Punkte, die in einem engen, kampfbetonten Spiel mit viel Arbeit abgesichert wurden.