Spielberichte

„Das 1:1 und das 2:1 direkt danach waren die wichtigsten Momente“ – Feffernitz dreht es nach der Pause

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SV Feffernitz
TSU Ainet

In der 1. Klasse West hat SV Rapid Feffernitz ein 0:1 zur Pause noch in einen klaren 4:1-Heimsieg gegen TSU Ainet verwandelt. Trainer Mario Oliver Kerschbaumer machte nach dem Schlusspfiff vor allem die Minuten unmittelbar nach Wiederbeginn als Wendepunkt aus. „Das 1:1 und das 2:1 direkt danach waren die wichtigsten Momente“, sagte er nach einer Partie, in der seine Mannschaft zunächst viel liegen ließ und sich nach der Pause dann deutlich belohnte.

Fußball hängt im grünen Tornetz

Image by Mariusz from Pixabay

Viele Zweikämpfe, viele vergebene Chancen und ein Rückstand zur Pause

Feffernitz musste sich in diese Partie erst hineinbeißen. Kerschbaumer sprach von einem Spiel, in dem zu Beginn „sehr viele Zweikämpfe“ zu sehen waren und das „relativ hart geführt“ wurde. Dazu kam aus Sicht der Gastgeber ein Problem, das sich durch die erste Hälfte zog: „Wir haben etliche Chancen vergeben.“ Ainet machte es auf der anderen Seite deutlich effizienter. In der 41. Minute brachte Michael Peter Heinz Brugger die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau das ärgerte den Trainer besonders, weil es laut seiner Wahrnehmung praktisch der erste Abschluss der Gäste war: „Der Gegner hat mit dem ersten Torschuss das erste Tor gemacht.“ Mit diesem Rückstand ging Feffernitz in die Kabine, obwohl die Heimelf zuvor schon mehrfach an einem Treffer dran gewesen war. Kerschbaumer stellte Ainet dennoch ein gutes Zeugnis aus: „Ainet hat von A bis Z gekämpft. Es war hart, aber fair und immer korrekt.“ Auch mit dem Unparteiischen hatte der Feffernitz-Coach „im Großen und Ganzen“ keine Probleme.

Die Wende kommt sofort nach der Pause

Entscheidend wurde dann die Reaktion in der Halbzeit. Kerschbaumer griff ein, tauschte zwei Spieler und änderte das System. Der Effekt stellte sich sofort ein. Schon in der 46. Minute glich Volker Seiler zum 1:1 aus, nur fünf Minuten später drehte Kristian Rozman die Partie mit dem 2:1 endgültig zugunsten der Gastgeber. Für den Trainer war genau diese Phase der Knackpunkt: „In der Halbzeit habe ich zwei Leute ausgetauscht, das System umgestellt, und gleich nach der Pause haben wir das 1:1 gemacht.“ Noch deutlicher wurde er bei der Einordnung dieser Minuten: „Das 1:1 und das 2:1 direkt danach waren die wichtigsten Momente. Das war direkt nach der Pause.“ Den Ausgleich beschrieb er als sauber herausgespielten Angriff: „Das 1:1 war wunderschön herausgespielt, durch die Mitte, und eiskalt verwertet.“ Auch das 2:1 gefiel ihm: „Das 2:1 war wunderschön.“ Danach, so Kerschbaumer, habe seine Mannschaft „das Spiel fest in der Hand gehabt“, während Ainet „kaum bis selten noch einmal vors Tor gekommen“ sei.

Rozman schnürt den Doppelpack, der Trainer hebt den Willen und die Fans hervor

Weil Feffernitz nach der Wende am Drücker blieb, wurde aus einem knappen Spiel am Ende noch ein klarer Heimsieg. In der 66. Minute legte Kevin Neuhold das 3:1 nach, in der 87. Minute setzte Kristian Rozman mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt zum 4:1. Dass die Partie nach dem Seitenwechsel so deutlich kippte, führte Kerschbaumer vor allem auf die Haltung seiner Mannschaft zurück. „Der absolute Wille nach dem 0:1-Rückstand war entscheidend“, sagte er und machte damit klar, dass aus seiner Sicht nicht nur die Umstellung, sondern auch die Reaktion der Mannschaft den Unterschied ausmachte. Zum Schluss richtete der Trainer den Blick noch bewusst weg vom Rasen und hin zur Unterstützung von außen. „Die Mannschaft ist stolz auf die Fans. Sie reisen sogar zu den Auswärtsspielen mit dem Zug an, bringen jedes Mal die Rapid-Viertelstunde rein und stehen immer hinter der Mannschaft“, sagte Kerschbaumer. So blieb nach einem schwierigen ersten Durchgang vor allem eines hängen: Feffernitz hat nach der Pause nicht lange geredet, sondern das Spiel rasch auf seine Seite gezogen.

1. Klasse West: Feffernitz : TSU Ainet - 4:1 (0:1)

  • 87
    Kristian Rozman 4:1
  • 66
    Kevin Neuhold 3:1
  • 51
    Kristian Rozman 2:1
  • 46
    Volker Seiler 1:1
  • 41
    Michael Peter Heinz Brugger 0:1