Spielberichte

„Das 3:0 klingt souverän, aber das war es nicht“ – Lurnfeld gewinnt klarer, als es sich anfühlte

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ASKÖ Dellach/Dr.
FC Lurnfeld

In der 1. Klasse West hat ASKÖ Dellach/Drau gegen FC Lurnfeld mit 0:3 verloren, doch trotz des klaren Resultats wollte Bernhard Marktl den Auftritt seiner Mannschaft nicht schöner reden, als er war. Der Trainer der Gäste sah Lurnfeld zwar über weite Strecken als besseres Team, sprach nach dem Schlusspfiff aber auch offen von einer schlampigen und nicht wirklich souveränen Leistung.

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Lurnfeld zieht das Spiel vor der Pause auf seine Seite

Marktl machte keinen Hehl daraus, wie er die Kräfteverhältnisse in Dellach gesehen hat. „Wir waren im Großen und Ganzen die bessere Mannschaft, hatten mehr vom Spiel und auch mehr Torchancen“, sagte der Lurnfeld-Trainer nach dem Auswärtssieg. Diese Überlegenheit fand in der 27. Minute auch erstmals Ausdruck auf der Anzeigetafel, als Ivan Glavic mit einer guten Einzelaktion das 0:1 erzielte. Noch vor dem Seitenwechsel legten die Gäste nach. In der 36. Minute verwertete Patrick Schönegger eine schöne Flanke per Kopf zum 0:2, und mit diesem Zwei-Tore-Vorsprung ging Lurnfeld schließlich auch in die Halbzeit.

Klare Tore, aber keine restlose Zufriedenheit

Auch nach dem Seitenwechsel blieb aus Sicht des Trainers die Mannschaft aus Lurnfeld jene Elf, die mehr vom Spiel hatte. In der 72. Minute sorgte erneut Ivan Glavic mit einer weiteren guten Einzelaktion für das 0:3 und damit für die endgültige Entscheidung. Gerade dieses Resultat ließ den Auftritt nach außen sehr abgeklärt wirken, intern fiel die Bewertung aber deutlich strenger aus. „Ganz zufrieden kann ich als Trainer trotzdem nicht sein mit der spielerischen Leistung meiner Mannschaft“, sagte Marktl. Noch deutlicher wurde er bei der Einordnung des Endstands: „Das 3:0 klingt zwar souverän und gut, aber das war es nicht.“ Für ihn war das Spiel seiner Mannschaft in vielen Aktionen zu unkonzentriert und zu unsauber.

Der Qualitätsvorteil war für Marktl der Unterschied

Die Frage nach dem entscheidenden Moment für den Sieg beantwortete Marktl deshalb nicht mit einer einzelnen Szene, sondern mit dem generellen Unterschied zwischen beiden Mannschaften. „Dass der FC Lurnfeld mehr Qualität besitzt in den eigenen Reihen wie der ASKÖ Dellach/Drau“, sagte er als Hauptgrund für die drei Punkte. Den Gastgeber schätzte er dabei durchaus realistisch ein. „Wir wussten, dass Dellach sehr viel von Amer Jukan lebt. Der ist trotz seiner 48 Jahre noch ein sehr, sehr guter Fußballer.“ Im Gesamtbild sah er aber Vorteile bei seinem Team, weil Lurnfeld über die gesamte Partie hinweg mehr Möglichkeiten hatte und aus diesen auch drei Tore machte. Genau darin lag für ihn letztlich der Ausschlag.

Stolz auf den Herbst, aber mit klarem Blick auf die Mängel

So stand unter dem Strich ein verdienter Auswärtssieg, auch wenn der eigene Trainer viel Luft nach oben erkannte. „Wir hätten das viel sauberer und souveräner fertig spielen können“, meinte Marktl und machte damit klar, dass ihn nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem die Ausführung beschäftigt. Gleichzeitig wollte er die starke Phase seiner Mannschaft nicht kleinreden. „Der entscheidende Unterschied war, dass wir derzeit sehr gut drauf sind, guten Fußball spielen und zu Recht Herbstmeister und Winterkönig in der 1. Klasse West sind“, sagte er. Dazu kam zum Schluss noch ein sehr persönlicher Satz: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.“ Gerade diese Mischung aus Zufriedenheit über die Punkte und Kritik an der spielerischen Linie zeigt, mit welchem Anspruch Lurnfeld derzeit unterwegs ist.

1. Klasse West: Dellach/Dr. : Lurnfeld - 0:3 (0:2)

  • 72
    Ivan Glavic 0:3
  • 36
    Patrick Schönegger 0:2
  • 27
    Ivan Glavic 0:1