In der 1. Klasse West hat SV Tristach im Heimspiel gegen FC Mölltal Obervellach ein 2:2 geholt und Trainer Martin Walter meinte danach, dass für seine Mannschaft sogar mehr drinnen gewesen wäre. Vor allem ein vergebener Elfmeter in der Schlussphase blieb aus seiner Sicht hängen. Weil Tristach in der Nachspielzeit aber noch ausglich, stand am Ende ein Remis, das zum Verlauf dieser Partie passte.

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Der Trainer der Gastgeber sah vor allem vor der Pause vieles so, wie er es sich vorgestellt hatte. Walter sprach von einer "sehr ausgeglichenen" Partie, stellte aber klar, dass Tristach in der ersten Halbzeit die stärkere Mannschaft war, speziell in den ersten 30 Minuten. "Wir waren giftig und haben einige Chancen gehabt", sagte er. Belohnt wurde das in der 24. Minute, als Daniel Blassnig auf 1:0 stellte. Mölltal blieb aber auch in dieser Phase im Spiel und kam laut Walter ebenfalls zu Möglichkeiten. Kurz vor der Pause fiel dann doch noch der Ausgleich, als Rene Löschnig in der 42. Minute zum 1:1 traf. So ging es mit einem Remis in die Kabinen, obwohl Tristach davor etwas mehr vom Spiel hatte.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nach Walters Einschätzung ein Stück weit. "In der zweiten Halbzeit hat sich das Blatt ein bisschen gewandt", sagte der Tristach-Coach. Ganz einseitig wurde die Partie trotzdem nicht, weil er auch diesen Abschnitt als sehr ausgeglichen beschrieb. Den leichten Vorteil sah er nun aber bei Mölltal. Trotzdem hatte Walter das Gefühl, dass der Sieg eher aufseiten der Gastgeber hätte landen können. "Näher am Sieg waren sicher wir", meinte er und verwies auf die 80. Minute, in der Tristach einen Elfmeter vergab. Statt des möglichen 2:1 fiel wenig später auf der anderen Seite das 1:2 durch Tim Schorratz in der 87. Minute. Dass Michael Linder in der 91. Minute noch zum 2:2 traf, sorgte schließlich dafür, dass Tristach wenigstens den Punkt behielt.
Die Aussagen des Trainers machten deutlich, warum er mit der Leistung seiner Mannschaft trotz des verpassten Sieges viel anfangen konnte. "Wir haben genau die Aufgaben gemacht, die wir uns vorgenommen haben", sagte Walter. Gemeint war vor allem die Art, wie Tristach gegen den spielstarken Gegner dagegenhielt. "Wir mussten giftig sein, jeden Zweikampf annehmen und Ruhe ins Spiel bringen. Das haben wir wirklich sehr gut gemacht." Gerade deshalb ordnete Walter das Remis hoch ein, denn er hält Mölltal für "die stärkste spielerische Mannschaft in der Liga". Umso mehr gefiel ihm, dass seine Mannschaft selbst immer wieder zu guten Situationen kam und sich nicht nur aufs Verteidigen beschränkte. Für den Tristach-Trainer war es deshalb "unser bestes Saisonspiel".
Dass am Ende dennoch nicht alle drei Punkte in Tristach blieben, erklärte Walter vor allem mit fehlender Konsequenz vor dem Tor. "Die letzte Kaltschnäuzigkeit hat uns gefehlt", sagte er. Manche Situationen hätte seine Mannschaft noch besser fertigspielen und daraus noch mehr Torchancen machen müssen. Der vergebene Elfmeter passte für ihn genau in dieses Bild, weil dort die große Gelegenheit auf den Heimsieg lag. Gleichzeitig nahm Walter aus dem Spiel viel Positives mit. Er sprach von einem Auftritt, auf dem man "aufbauen" könne, und verband das mit einer klaren Erkenntnis: "Da sehen wir, dass wir gegen jede Mannschaft mithalten können." Auch die Spielleitung bewertete er positiv und nannte den Schiedsrichter "im Großen und Ganzen sehr gut".