In der 1. Klasse West lieferten sich ESV Admira Villach und SV Rapid Feffernitz ein Topspiel, das die Gastgeber nach einem 1:2 zur Pause und einem 1:3 kurz nach Wiederbeginn noch mit 4:3 drehten. Sportlicher Leiter Siegfried Mödritscher machte vor allem den Dreifachwechsel, den großen Einsatz und die Moral seiner Mannschaft dafür verantwortlich, dass die Admira dieses Spiel in einer wilden Schlussphase noch auf ihre Seite zog.

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Dass es am Ende so ausgehen würde, war nach den ersten Minuten nicht abzusehen. Mödritscher beschrieb die Partie als lange völlig offene Angelegenheit und sagte: „Das Spiel war von Anfang an eigentlich auf Augenhöhe.“ Aus Sicht der Admira war der Beginn trotzdem ärgerlich, weil die Villacher nach seiner Einschätzung ordentlich in die Begegnung gekommen waren. „Wir haben eigentlich sehr gut in die Partie gestartet, hätten in der vierten oder fünften Minute schon in Führung gehen sollen“, meinte er. Stattdessen schlug Feffernitz mit den ersten Treffern eiskalt zu. Nal Strajnar stellte in der 13. Minute auf 0:1, Kevin Neuhold erhöhte in der 20. Minute auf 0:2. Die Admira musste sich also früh einem Rückstand hinterherarbeiten. Wichtig war aus Sicht der Gastgeber deshalb das 1:2 kurz vor der Pause, als Julian Harald Fuhrmann in der 44. Minute verkürzte und seine Mannschaft damit im Spiel hielt.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst unangenehm für die Admira. Gerade in jener Phase hatte Mödritscher sogar das Gefühl, dass die Partie kippen könnte. „Knapp nach der Pause, nachdem wir auf den Ausgleich gedrückt haben, hatte ich das Gefühl, dass es in unsere Richtung kippt“, sagte er. Doch statt des 2:2 folgte das 1:3 durch Kristian Rozman in der 52. Minute. Viel sprach in diesem Moment für Feffernitz. Mödritscher erklärte aber, dass mit dem Dreifachwechsel in der 73. Minute eine neue Dynamik hineinkam. „Das war schon einmal ein Unterschied in der Umstellung im Spiel“, sagte er. Diese Veränderung war wenig später auch am Ergebnis abzulesen. Mario Kleinbichler verkürzte in der 77. Minute auf 2:3, blieb in der Schlussphase präsent und schaffte in der 85. Minute auch das 3:3. Die Admira hörte in dieser Phase nicht mehr auf, legte sofort nach und kam durch Fabian Michael Pinter in der 87. Minute tatsächlich noch zum 4:3. „Nach dieser Phase ist das Spiel nach dem Ausgleich sicherlich in unsere Richtung gekippt“, fasste Mödritscher die entscheidenden Minuten zusammen.
Dass die Admira aus einem 1:3 noch einen Sieg machte, führte der sportliche Leiter vor allem auf die Haltung seiner Mannschaft zurück. „Die größte Stärke heute war einfach der Einsatz, der Wille, das Spiel noch zu drehen. Die Moral war unglaublich von der Mannschaft“, sagte Mödritscher. Gerade gegen einen Gegner wie Feffernitz, den er über die gesamte Spielzeit als sehr stark einstufte, hatte diese Wende aus seiner Sicht besonderes Gewicht. „Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Es war sehr lange ausgeglichen“, erklärte er. Dazu kam seine Einschätzung, dass hier „mehr oder weniger die beste Defensive der Liga“ auf „die beste Offensive der Liga“ getroffen sei. Ganz ohne Kritik blieb der Heimsieg allerdings nicht. Mödritscher sprach die Gegentore klar an und sah dort den Bereich, in dem seine Mannschaft noch zulegen muss. „Heute natürlich in der Defensive. Es waren individuelle Fehler, die uns die Tore gegen uns gebracht haben“, sagte er. Genau dort sieht er für das nächste Spiel den wichtigsten Ansatzpunkt.
Bei allem Wechselbad im Spielverlauf blieb die Partie nach Mödritschers Eindruck sportlich im Rahmen. Große Aufreger wollte er nicht ausmachen. „Im Großen und Ganzen gab es keine großen Aufreger. Es ist hin- und hergegangen. Es war ein hart geführtes Spiel, aber mit Fouls, die normal in so einer Begegnung sind“, sagte er. Auch mit der Leistung des Unparteiischen zeigte er sich einverstanden und sprach von einer klaren Linie über die gesamten neunzig Minuten. Vor allem aber blieb bei ihm der Eindruck eines Nachmittags hängen, der für eine Mannschaft viel auslösen kann. „Das sind die Spiele, die für jeden Zuschauer und für jeden Spieler in Erinnerung bleiben“, sagte Mödritscher. Nach einem 1:3 gegen einen offensivstarken Gegner noch drei Tore zu machen, ist in jedem Fall mehr als nur ein weiterer Heimsieg. Für die Admira war es ein Spiel, das nicht wegen eines einzelnen Moments, sondern wegen der gesamten Entwicklung so besonders wurde.