In der 1. Klasse West hat der Magdalener SC beim ASKÖ Irschen nach einem 1:2 zur Pause noch 2:3 verloren. Trainer Dragan Kunic machte nach dem Spiel vor allem die Phase nach dem Ausschluss gegen die Gastgeber als Knackpunkt aus. „Nach der Roten haben wir aufgehört zu laufen und undiszipliniert gespielt“, sagte er und ordnete die Niederlage trotz zwischenzeitlichem Ausgleich sehr offen ein.

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Aus Sicht der Gäste war die Partie über weite Strecken zunächst völlig offen. Genau so beschrieb es Kunic auch nach dem Schlusspfiff: „Das Spiel war ausgeglichen bis zur Roten Karte vom Gegner.“ In diese Einschätzung passt der Verlauf der ersten Hälfte gut hinein. Irschen legte in der 19. Minute durch Almir Redzic das 1:0 vor, doch Magdalener blieb im Spiel und kam in der 34. Minute durch Marc Lenuweit zum 1:1. Die Antwort der Gastgeber ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur drei Minuten später stellte Redzic mit seinem zweiten Treffer auf 2:1 und sorgte dafür, dass Irschen mit einer knappen Führung in die Pause ging. Für Magdalener war das zwar ein Rückschlag, aber noch kein Bruch, weil die Gäste laut ihrem Trainer bis dahin auf Augenhöhe unterwegs waren.
Nach dem Seitenwechsel arbeitete sich Magdalener noch einmal zurück in die Partie. Ivan Pravdic erzielte in der 54. Minute das 2:2 und stellte das Spiel damit wieder auf Anfang. Eigentlich war das aus Sicht der Gäste der Moment, um nachzulegen oder zumindest die Partie weiter in die eigene Richtung zu drücken. Stattdessen setzte laut Kunic kurz darauf genau jene Phase ein, die aus seiner Sicht die Niederlage erklärt. In der 61. Minute gab es den Ausschluss gegen Irschen, doch Magdalener konnte daraus keinen Vorteil ziehen. „Nach der Roten haben meine Spieler keinen Fußball mehr gespielt“, sagte Kunic deutlich. Er sprach davon, dass seine Mannschaft aufgehört habe zu laufen und zu undiszipliniert geworden sei. Während die Gäste den Faden verloren, blieb Irschen in der Partie und nutzte die Situation besser. In der 77. Minute traf Redzic schließlich zum 3:2 und machte mit seinem dritten Tor des Tages den Heimsieg fix.
Bemerkenswert war nach dem Spiel vor allem, wie klar Kunic die Niederlage einordnete. Der Trainer suchte keine Ausreden und machte aus seiner Sicht auch keinen falschen Trost auf. „Da muss man ehrlich sein: Der Gegner hat verdient mit 3:2 gewonnen“, sagte er. Noch klarer wurde er bei der Frage nach dem Unterschied zwischen den beiden Teams: „Nach der Roten hat der Gegner mehr gemacht, und das war der Unterschied.“ Kunic beließ es aber nicht bei dieser einen Erklärung. Er hob auch hervor, dass sein Tormann „super gehalten“ und sogar einen Elfmeter abgewehrt habe. Dazu, so seine Einschätzung, habe Irschen noch weitere Chancen gehabt. Damit machte er deutlich, dass Magdalener zwar lange im Spiel war, am Ende aber auch deshalb leer ausging, weil die Gastgeber mehr aus ihren Möglichkeiten machten. Auf den Schiedsrichter wollte er die Niederlage ausdrücklich nicht schieben. „Das war in Ordnung. Das hat alles gepasst“, sagte Kunic.
Für Magdalener bleibt damit eine Partie, in der zweimal die richtige Antwort gelungen ist, am Ende aber trotzdem keine Punkte mitgenommen wurden. Nach dem frühen Rückstand kam zuerst der Ausgleich durch Lenuweit, nach dem 1:2 zur Pause dann der neuerliche Ausgleich durch Pravdic. Genau deshalb dürfte diese Niederlage aus Sicht der Gäste besonders ärgerlich sein, weil sie sich das Spiel zunächst offen hielten und nach dem 2:2 wieder voll da waren. Kunic lieferte nachher selbst die deutlichste Zusammenfassung. Nicht einzelne Entscheidungen oder Nebenthemen hätten aus seiner Sicht den Ausschlag gegeben, sondern das eigene Verhalten in einer entscheidenden Phase. Mehr Laufarbeit, mehr Ordnung und ein besserer Umgang mit solchen Situationen – genau dort setzte seine Analyse an. Gegen Irschen war das für ihn der Grund, warum Magdalener trotz zweier eigener Treffer am Ende ohne Ertrag nach Hause fuhr.