Nach 15 Spielen in der 2. Klasse A steht Trainer Manfred Libiseller mit seinem Team Sillian 1b auf Platz sieben der Tabelle. 18 Punkte, eine solide Bilanz und eine sichtbare Weiterentwicklung prägen den bisherigen Saisonverlauf. In einer Liga, die von engen Duellen und ambitionierten Nachwuchsteams lebt, hat sich Sillian 1b als stabile Größe etabliert. Libiseller zieht Zwischenbilanz über Integration, Zusammenhalt und die Herausforderungen, die ein junges Team in einer fordernden Meisterschaft bewältigen muss. Besonders erfreulich: Mit Erfolgen gegen Rapid Lienz 1b und Irschen 1b zeigte seine Mannschaft, welches Potenzial in ihr steckt, während man gegen stärkere Gegner wertvolle Erfahrungen sammelte.

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„Es hat eigentlich alles recht gut funktioniert“, betont Libiseller rückblickend. Entscheidend sei der starke Zusammenhalt innerhalb der Gruppe. Der Trainer hebt hervor, dass viele junge Spieler – teilweise erst 16 oder 17 Jahre alt – erfolgreich an die Kampfmannschaft herangeführt wurden. Dabei gehe es ihm nicht nur um sportliche Entwicklung, sondern auch um Teamgeist und Verantwortung.
„Das Klima in der Mannschaft ist sehr gut. Jeder will spielen, aber man muss auch die Jungen einbinden“, so Libiseller weiter. Auch das Feedback der Zuschauer sei positiv: „Die sind recht zufrieden, und mit der jungen Mannschaft kann es eigentlich nur nach oben gehen.“ Das Trainingsniveau und die Beteiligung will der Coach dennoch steigern, um die Entwicklung konsequent fortzusetzen.
Der Blick auf die letzten Partien unterstreicht die Ausgeglichenheit der Saison. Gegen die SG Oberdrauburg/Nikolsdorf erreichte Sillian 1b ein Unentschieden, gegen Rapid Lienz 1b und Irschen 1b feierte man verdiente Siege. Niederlagen gegen Dynamo Dölsach und ASKÖ Dellach/Dr. blieben wertvolle Lernschritte gegen erfahrene Gegner. Besonders Dellach/Dr. – aktuell Spitzenreiter mit 36 Punkten – bezeichnet Libiseller als „Titelfavoriten“, gegen den man „eigentlich gut mithalten“ konnte.
Zudem lobt er eine weitere 1b-Mannschaft in der Liga als besonders stark. Für seine Elf gilt die Devise: „Man kann gegen jeden gewinnen und gegen jeden verlieren.“ Personell steckt die Mannschaft einige Belastungen weg: Drei Spieler fehlen verletzt, andere sind aufgrund von Bundesheer oder Studium zeitweise weniger verfügbar. „Aber es wird schon werden“, zeigt sich Libiseller zuversichtlich.
Innerhalb der Truppe hebt der Trainer besonders zwei Spieler hervor: Fabian Gasser, der von einer anderen Kampfmannschaft fix zu Sillian 1b wechselte, und dessen Bruder Maximilian Gasser. „Fabian bringt Routine und Ruhe mit und führt die Jungen“, erklärt Libiseller. „Max ist ein ehrgeiziger Typ, der die Burschen wieder runterholt, wenn sie zu hoch sind.“
Diese Mischung aus Fokussierung und Ruhe sei ein Schlüssel zur positiven Entwicklung des Teams. Der gesamte Kader besteht aus Einheimischen – für Libiseller ein großer Pluspunkt. Transfers stehen aktuell nicht auf der Agenda: „Wir werden auch keinen Neuen holen.“ Auch strukturell blieb das Umfeld stabil; Änderungen betrafen lediglich eine andere Kampfmannschaft im Vereinsverbund.
Mit Blick auf die kommenden Aufgaben bleibt Libiseller bodenständig: „Wir dürfen die Latte jetzt nicht zu hoch legen.“ Er wolle, dass sein junges Team den eingeschlagenen Weg mit Einsatz und Freude fortsetzt. Mit intaktem Mannschaftsgeist, starken Führungsfiguren auf dem Platz und dem konstanten Rückhalt aus der Gemeinde sieht der Trainer gute Chancen, im Frühjahr weiter zu punkten und die positiven Entwicklungen zu festigen. Nach Rang sieben zur Halbzeit und stabilen Leistungen kann Sillian 1b optimistisch in die Rückrunde starten – getreu dem Motto des Trainers: einfach weiter so arbeiten.