Spielberichte

Christoph Rauter (FC-WR Nußdorf/Debant 1b): „Unter dem Strich gerecht“ – 2:1 im Derby gegen FC Dynamo Dölsach

FC-WR Nußdorf 1b
Dynamo Dölsach

Der Nachbarschaftsvergleich zwischen FC-WR Nußdorf/Debant 1b und FC Dynamo Dölsach bot im Ergunz-Stadion eine dichte, derbytypische Atmosphäre – getragen vom lautstarken „Rote Teufel“-Block. Trainer Christoph Rauter sprach nach dem Duell in der 2. Klasse A von einem verdienten 2:1, haderte jedoch mit ausgelassenen Chancen und dem verpassten Schlusspunkt nach der Pause: „Unter dem Strich ein gerechtes Ergebnis, aber wir haben es verabsäumt, nach der Pause das Spiel zuzumachen und das dritte Tor zu schießen. So wurde es am Ende noch einmal knapp.“ Zwischen Erleichterung über die Punkteausbeute und Selbstkritik am Auftritt der zweiten Halbzeit blieb die Gefühlslage gemischt – mit klaren Hausaufgaben für die kommenden Wochen.

Nahaufnahme: Spieler setzt zum Eckball an

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Kontrolle vor der Pause, Wirkungstreffer zum perfekten Zeitpunkt

Rauters Rückblick auf die erste Hälfte fiel positiv aus: „In der ersten Hälfte hatten wir das Spiel gut unter Kontrolle, ein Schuss an die Querlatte ging leider nicht hinein.“ Dann setzten die Gastgeber die entscheidenden Nadelstiche: Manuel Moser traf in der 23. Minute zur 1:0-Führung, ehe Rene Groger kurz vor dem Halbzeitpfiff in der 43. Minute auf 2:0 stellte – ein Treffer zum idealen Zeitpunkt. Das frühe Nußdorfer Ausrufezeichen ans Aluminium unterstrich den Druck der Hausherren; Effizienz in den Schlüsselmomenten sorgte für ein beruhigendes Polster zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel wird es wild – und der Anschluss öffnet alles

Mit Wiederbeginn wollte FC-WR Nußdorf/Debant 1b rasch Klarheit schaffen. „Nach der Pause wollten wir den Sack so schnell wie möglich zumachen“, so Rauter. Stattdessen meldete sich FC Dynamo Dölsach mit einer Großchance an die Querlatte zurück – die Partie war fortan offen. Nußdorf brachte mehrere aussichtsreiche Umschaltsituationen nicht sauber zu Ende und musste den Anschluss hinnehmen: Luca Sint-Unterholzer verkürzte in der 79. Minute auf 2:1, aus Rauters Sicht aus einer leichten Abseitsposition. Trotz weiterer Halbchancen auf beiden Seiten blieb es bis zum Abpfiff eng – der knappe Vorsprung hielt.

Standards, Kulisse und die Lehren: viel Rückenwind, klare Hausaufgaben

Ruhende Bälle blieben ohne große Wirkung. Rauter ordnete ein: „Eckbälle waren auf beiden Seiten nicht wirklich gefährlich getreten. Es gab ein paar gute Freistoßpositionen, die letztlich für die Torhüter kein Problem darstellten.“ Umso mehr trug die Kulisse im Ergunz-Stadion die Mannschaft: „Ich freue mich immer, wenn wir zu Hause im Ergunz-Stadion spielen. Heute war es besonders schön, dass uns die Roten Teufel, der Fanklub des FC WR, lautstark unterstützt haben. Die Anlage war gut besucht – es war schließlich ein Nachbarschaftsderby zwischen FC Dynamo Dölsach und FC-WR Nußdorf/Debant 1b. Mir persönlich hätte es gefallen, wenn wir noch mehr dazu beigetragen hätten, die Stimmung weiter anzuheizen; in der zweiten Halbzeit konnten wir nicht mehr die großen Akzente setzen.“ Inhaltlich hob der Trainer die Geschlossenheit hervor und freute sich über die Durchlässigkeit: „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung mit Höhen und Tiefen. Besonders erfreulich: „Zwei Fünfzehn- beziehungsweise Sechzehnjährige feierten heute ihr Debüt in der 1b.“ Trotz wichtiger Ausfälle bestand das Kollektiv: „Uns fehlten der Kapitän sowie unter anderem ein sehr wichtiger Umschaltspieler im Mittelfeld – dennoch haben wir die drei Punkte festgemacht.“ Für die kommenden Wochen setzte Rauter klare Akzente: „Wie schon vorige Woche haben wir meiner Meinung nach nicht konsequent auf das dritte Tor gespielt. Wir müssen klarer werden, mehr Geduld haben, den Ball noch mehr laufen lassen und dann auf die richtigen Situationen warten, um in die Tiefe zu gehen.“ Sein Fazit: „Von den Punkten her bin ich sehr zufrieden, aber spielerisch ist noch viel Luft nach oben.“

2. Klasse A: Nußdorf 1b : Dynamo Dölsach - 2:1 (2:0)

  • 79
    Luca Markus Sint-Unterholzer 2:1
  • 43
    Rene Andreas Groger 2:0
  • 23
    Manuel Moser 1:0