Ein Blitzstart legte den Grundstein für den 2:1-Heimsieg des FC Dynamo Dölsach gegen die SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b in der 2. Klasse A. Markus Bachmann traf in Minute eins, David Mietschnig legte nach elf Minuten nach, ehe Samuel Benedikt Berger in der 28. den Anschluss herstellte. Aus Sicht der Gäste überwog trotz starker Phasen der Ärger über die eigene Effizienz. „Wir schossen zu wenig aufs Tor“, brachte Trainer Thomas Fresser den Knackpunkt nach 90 intensiven Minuten knapp, aber deutlich auf den Punkt.

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Der Nachmittag begann für die Gäste maximal ungemütlich. Kaum war angepfiffen, lag Dynamo schon vorn – Markus Bachmann nutzte die erste Gelegenheit eiskalt. Als dann nach nicht einmal einer Viertelstunde auch noch David Mietschnig auf 2:0 stellte, schien das Spiel schnell in eine Richtung zu laufen. Aus Matrei-Sicht war es, wie Thomas Fresser es nannte, „Die erste Hälfte war kein Leckerbissen“. Dennoch blieb seine Elf dran, suchte Ballkontrolle und fand über Samuel Benedikt Berger in der 28. Minute den verdienten Anschluss. Mit dem 2:1 zur Pause war wieder alles offen, das machte sich auch auf der Bank bemerkbar: „In der Pause gab es einen Dreifachwechsel“, schilderte Fresser – ein klares Signal, mit frischem Schwung noch einmal alles zu probieren.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Matrei 1b großteils die Initiative. „Wir hatten gefühlt siebzig zu dreißig Ballbesitz“, betonte Fresser und verwies zugleich auf das große Manko seiner Mannschaft an diesem Tag. Trotz klarer Spielanteile fehlte im letzten Drittel die nötige Wucht. „Im letzten Spieldrittel hat der Zug zum Tor gefehlt. Man hat zu wenig aufs Tor geschossen. Wenn man nicht aufs Tor schießt, kann man das Spiel nicht gewinnen“, sagte der Trainer unverblümt. Gleich drei hochkarätige Chancen blieben ungenutzt – genau jene Momente, in denen Spiele kippen können. Auf der anderen Seite tat Dölsach genau das, was in so einer Konstellation gefragt ist: „Dölsach hat das Spiel mit viel Kampfgeist und sehr routiniert heruntergespielt“, so Fresser. Der frühe Vorsprung gab den Hausherren das nötige Polster, um im zweiten Durchgang kompakt zu bleiben und die Führung über die Zeit zu bringen.
In seiner Nachbetrachtung ließ Thomas Fresser keinen Zweifel daran, warum es am Ende nicht zu Punkten reichte. „Die Mannschaft ist im Moment ein bisschen verunsichert“, erklärte er, ohne Ausreden zu suchen – und nannte die Hintergründe: „Leider hatten wir in den letzten Spielen vier Schwerverletzte, das ist an der Mannschaft nicht spurlos vorbeigegangen. Jetzt können wir nur nach vorn schauen und hoffen, bald wieder in Bestbesetzung antreten zu können.“ Respekt gab es für den Gegner: „Sie sind früh 2:0 in Führung gegangen und haben es dann sehr routiniert heruntergespielt – mit allen Mitteln, die zum Fußball dazugehören.“ Ein Sonderlob verteilte Fresser zudem an den Referee: „Ein Lob gilt dem Schiedsrichter Marco Schlacher – ohne Linienrichter eine Topleistung.“
Und es gab auch einen positiven Ausblick: „Ich möchte einen jungen Spieler hervorheben: Nico Huber klopft mit seinen guten Leistungen bei der Kampfmannschaft eins an.“ In der Tabelle hält Matrei 1b nach Runde 21 bei 24 Punkten, während Dölsach wichtige Zähler einsammelt und auf 18 kommt. Für Fresser ist klar: „Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen und aus der Situation das Beste machen.“