In der 2. Klasse A hat SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b das Derby gegen SG Defereggental/St. Jakob mit 3:0 gewonnen. Trainer Thomas Fresser führte den Heimsieg vor allem auf den größeren Willen seiner jungen Mannschaft zurück. Matrei hatte laut dem Coach schon vor der Pause mehr vom Spiel, ließ sich von den gefährlichen Kontern der Gäste nicht aus der Ruhe bringen und stellte mit drei Treffern die Weichen früh und klar auf Sieg.

Foto von Michael Wright auf Unsplash
Fresser schilderte eine Partie, in der beide Seiten auf einige Stammkräfte verzichten mussten. Trotzdem kam Matrei ordentlich hinein und hatte in der ersten Hälfte mehr Spielanteile. Defereggental stand sehr tief, machte die Räume eng und blieb über das Konterspiel immer wieder gefährlich. Gerade deshalb war die Führung in der 33. Minute für die Gastgeber wichtig. Matteo Mattersberger traf direkt per Eckball zum 1:0. Noch vor der Pause legte derselbe Spieler nach und stellte in der 40. Minute auf 2:0. Fresser sprach dabei von einem „sehenswerten Schuss aus der zweiten Reihe“. So ging Matrei mit einem 2:0 in die Kabine, obwohl der Gegner aus den Umschaltmomenten immer wieder aufzeigen konnte.
Nach dem Seitenwechsel war das Spiel laut Fresser zunächst ausgeglichen. Matrei hatte die Partie da noch nicht endgültig in der Hand, arbeitete sich aber mit zunehmender Dauer immer besser hinein. Der Trainer sah genau darin den entscheidenden Unterschied. „Der Wille im Derby war da. Meine junge Mannschaft wollte das Spiel unbedingt gewinnen“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Dazu passte auch, wie seine Mannschaft in den Zweikämpfen auftrat. „Jeder ist hundert Prozent in die Zweikämpfe gegangen, der ein oder andere sogar darüber hinaus“, meinte Fresser. Den Schlusspunkt setzte dann Luca Presslaber in der 70. Minute. Der Coach beschrieb den Treffer mit hörbarer Begeisterung: „Aus 30 Metern zieht er ab, der Ball schlägt unter der Querlatte ein.“ Danach konnte Defereggental nach seiner Einschätzung nicht mehr dagegenhalten, während Matrei den Vorsprung souverän nach Hause spielte.
Im Gesamtbild sprach der Matreier Trainer von einem verdienten Sieg, ohne dabei abzuheben. „Im Großen und Ganzen ein verdienter Sieg. Wobei man nicht überheblich werden darf“, sagte Fresser und legte gleich nach, dass in der kommenden Trainingswoche wieder intensiv gearbeitet werden müsse. Gleichzeitig verteilte er ein Pauschallob an seine Mannschaft und hob besonders hervor, dass die U17-Spieler Paul Grimm und Matthäus Presslaber wieder eine Talentprobe im Erwachsenenfußball abgegeben hätten. Auch für den Gegner fand er respektvolle Worte. Defereggental sei eine Mannschaft gewesen, „die sehr tief gestanden ist und über die Konter immer wieder gefährlich geworden ist“. Selbst der Unparteiische blieb in seinem Resümee nicht unerwähnt. „Die Schiedsrichterleistung war perfekt“, sagte Fresser. Für Matrei war dieses 3:0 damit mehr als nur ein Heimsieg, weil es genau die Tugenden zeigte, die der Trainer sehen wollte: Einsatz, Konsequenz und den klaren Willen, dieses Derby unbedingt zu gewinnen.