In der 2. Klasse A hat SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b das Auswärtsspiel bei Sillian 1b mit 3:1 gewonnen und sich in einem engen Derby drei wichtige Punkte gesichert. Trainer Thomas Fresser führte den Sieg vor allem auf den großen Willen seiner Mannschaft zurück, die auf dem kleinen Platz dagegenhielt, nach dem Ausgleich die passende Antwort fand und in der Schlussphase konsequent nachlegte.

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Der Auswärtssieg hatte seinen Anfang in einer ersten Hälfte, in der Matrei nach Einschätzung von Thomas Fresser das aktivere Team war. „In der ersten Hälfte haben wir mehr Spielanteil gehabt, wobei Sillian immer wieder über Standards Nadelstiche setzen konnte“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Ganz ungefährlich war das Derby für die Gäste damit trotz Feldvorteilen nicht. Schon in der 12. Minute musste Sillians Torhüter Emanuel Kraler bei einem Freistoß von Matteo Mattersberger eingreifen und den Ball noch an die Querlatte lenken. Matrei blieb aber über weite Strecken die Mannschaft mit dem größeren Anteil am Spiel und belohnte sich kurz vor der Pause. In der 41. Minute traf Samuel Benedikt Berger nach einer herrlichen Vorlage von Peter Pirker zum 0:1, mit diesem Vorsprung gingen die Gäste auch in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel war der Vorsprung allerdings schnell wieder weg. Sillian kam in der 48. Minute durch Maximilian Gasser zum 1:1 und war damit sofort wieder im Spiel. Fresser sprach von einem „perfekt getretenen Freistoß“ und verwies auch darauf, dass dabei die Sonne eine Rolle gespielt habe. Danach war die Partie nach seiner Beschreibung „ziemlich ausgeglichen“, also genau jene Phase, in der ein einzelner Moment den Ausschlag geben konnte. Den sah der Matrei-Coach dann beim Wechsel von Luca Timo Presslaber. „Mit dem Wechsel von Luca Presslaber und dem 2:1 ist das Spiel in unsere Richtung gekippt“, sagte Fresser. Presslaber traf in der 78. Minute zum 1:2. Sillian versuchte danach noch einmal Druck aufzubauen, doch Fresser hielt fest, dass seine Abwehr in dieser Phase nichts mehr anbrennen ließ.
Die endgültige Entscheidung fiel nur wenige Minuten später. Oliver Bstieler erhöhte in der 83. Minute auf 1:3 und beseitigte damit die letzten Zweifel am Auswärtssieg. Genau dieses Tor hob Fresser nach dem Schlusspfiff noch einmal hervor, weil für ihn damit alles entschieden war. „Danach konnte Sillian nichts mehr machen“, sagte der Trainer. Für ihn war dieser Erfolg ohnehin mehr als nur ein gewöhnlicher Dreier. „Für meine Mannschaft war das heute ein wichtiges Spiel. Mit enormem Siegeswillen haben wir die drei Punkte eingefahren“, erklärte Fresser. Gleichzeitig machte er keinen Hehl daraus, dass es kein Spiel für Feinschmecker war. „In solchen Spielen ist man auch an Schönheit gestorben“, meinte er, sah darin aber keinen Nachteil. Entscheidend sei in dieser Klasse, „dass man gegen robuste Gegner Paroli bietet und körperlich dagegenhält“. Gerade deshalb hatte der Sieg für ihn Gewicht, weil er auf einem kleinen Platz gegen einen Gegner gelang, den er als „junge, spielstarke, sehr robuste Mannschaft“ beschrieb.
So zufrieden Fresser mit den drei Punkten auch war, genauso deutlich wollte er den Sieg nicht überhöhen. Im Gespräch blieb er konsequent bei seiner Linie und stellte klar, dass für ihn nach einem Derbyerfolg sofort wieder die tägliche Arbeit zählt. „Man darf nie stehen bleiben. Immer weiterarbeiten, Woche für Woche schauen, und das nächste Spiel ist immer das Wichtigste“, sagte der Trainer. Dazu passt auch sein Blick auf die Entwicklung der jungen Spieler. Unter der Woche trainiert Matrei gemeinsam mit der U17, im Schnitt seien dabei rund 25 Spieler am Platz. Für Fresser ist das „eine sehr reizvolle Aufgabe“, den Nachwuchs an den Erwachsenenfußball heranzuführen. Wenn dann einzelne junge Spieler sogar schon Einsatzminuten im Erwachsenenfußball sammeln, habe man viel richtig gemacht. Nach dem 3:1 in Sillian lautet die Marschrichtung deshalb ganz bodenständig: ordentlich trainieren, sich auf den nächsten Gegner einstellen und am Boden bleiben.