In der 2. Klasse A hat SG SV Greifenburg/SC Weissensee 1b gegen URC Thal/Assling 1b mit 0:4 verloren. Für Trainer Christian Schneider war der klare Auswärtssieg seiner Elf kein Zufall, sondern das Ergebnis einer reifen und über weite Strecken kontrollierten Vorstellung. Vor allem mit dem 3:0, so seine Einschätzung, war die Partie endgültig entschieden, auch wenn die Gastgeber bis zum Schluss weiter mutig nach vorne spielten.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Thal/Assling war von Beginn an die aktivere und abgeklärtere Mannschaft. Schneider sprach nach dem Spiel von einem Gegner, der jung, ambitioniert und phasenweise gut mitgehalten habe, machte aber gleichzeitig deutlich, wie er die 90 Minuten insgesamt gesehen hat: „Über 90 Minuten war für mich klar, dass wir das bessere, abgebrühtere und spielerisch bessere Team waren.“ Schon in der 11. Minute brachte Maximilian Klocker die Gäste mit 1:0 in Führung. Beim zweiten Treffer in der 36. Minute legte derselbe Spieler nach und sorgte damit für ein 2:0, das laut Schneider schon zur Pause sogar noch höher hätte ausfallen können. „Wir haben das klar kontrolliert und müssen in der ersten Halbzeit eigentlich schon höher führen“, sagte der Trainer, der auf zwei, drei große Möglichkeiten seiner Mannschaft verwies. So ging es mit einem aus Sicht der Osttiroler komfortablen, aber nicht maximalen Vorsprung in die Kabinen.
Besonders angetan war Schneider von der Leistung von Doppeltorschütze Maximilian Klocker. Der Trainer hob nicht nur die beiden Tore hervor, sondern auch die Art, wie sie zustande kamen und wie präsent sein Offensivspieler über die gesamte Partie war. „Das erste Tor war ein Fallrückzieher von Maximilian Klocker, das zweite macht er mit dem Kopf“, sagte Schneider und ergänzte mit hörbarer Anerkennung: „Er hat ein hohes Laufpensum gehabt, war überall am Platz zu finden und hat eine sensationelle Leistung gebracht.“ Nach dem Seitenwechsel blieb Thal/Assling am Drücker und erhöhte in der 58. Minute durch Julian Leiter auf 3:0. Genau dieser Treffer war für Schneider der Moment, in dem endgültig alles in Richtung Auswärtssieg kippte. „Mit dem 3:0 war der Deckel drauf. Beim 2:0 kann mit einem Anschlusstreffer der Heimmannschaft noch einmal Spannung aufkommen, aber beim 3:0 war es entschieden“, erklärte er. Dass Greifenburg/Weissensee 1b trotzdem weiter versuchte, ins Spiel zu kommen, strich der Trainer ausdrücklich positiv heraus.
Auch nach dem dritten Tor ließ Thal/Assling nicht locker und kam in der 88. Minute noch zum 4:0-Endstand durch Maximilian Ortner. Schneider gefiel dabei nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit auftrat. „Wir waren vom Konzept, vom Spielerischen und wahrscheinlich auch teilweise von der Erfahrung einfach überlegen“, sagte er. Gleichzeitig verwies er darauf, dass seine Mannschaft auch im zweiten Durchgang weitere Möglichkeiten auf ein noch höheres Ergebnis hatte. Als größte Stärke sieht er das Kollektiv: „Ob Startelf oder die Spieler, die von der Bank kommen – wir sind als Mannschaft sehr, sehr stark. Ich kann wirklich jeden bringen, ohne dass ein Leistungsabfall zu erkennen ist.“ Entsprechend zufrieden fiel sein Gesamturteil nach dem Auswärtsspiel aus, zumal Greifenburg/Weissensee 1b laut Schneider bislang alle Heimspiele gewonnen hatte. Den Gastgebern stellte er trotz der klaren Niederlage ein gutes Zeugnis aus: „Das ist eine sehr junge Mannschaft mit einigen talentierten Spielern, denen noch die Erfahrung im Erwachsenenfußball fehlt. Wenn sie auf ihrem Weg bleiben, werden sie noch stärker.“ Zum Schluss richtete Schneider den Blick gleich wieder nach vorne. Seine Botschaft an die eigene Mannschaft war schlicht und passend zum starken Saisonstart: dranbleiben, weitertrainieren und von Spiel zu Spiel denken.