In der 2. Klasse A hat SG SV Greifenburg/SC Weissensee 1b in der 12. Runde gegen SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b mit 0:1 verloren. Auf dem kleinen Platz entwickelte sich eine enge Partie, in der viel über hohe Bälle lief und klare Vorteile lange ausblieben. Matrei-Trainer Thomas Fresser sprach nach dem Auswärtssieg von einem "glücklichen Sieg" und machte vor allem die Einwechslung von Paul Egger als entscheidenden Faktor aus.

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Fresser hatte von Beginn an kein Spiel gesehen, in dem sich eine Mannschaft klar absetzte. Seine ersatzgeschwächten Matreier traten zwar wie gewohnt kampfstark auf und gingen voll in die Zweikämpfe, ließen sich nach seiner Einschätzung aber phasenweise auch vom Rhythmus des Gegners anstecken. "Beide Mannschaften haben mit hohen Bällen probiert, zum Erfolg zu kommen", sagte der Trainer. Die beste Szene vor der Pause hatte aus seiner Sicht Paul Grimm, der nach einem Traumpass von Luca Presslaber in der 12. Minute alleine vor dem Tor auftauchte, den Heimtorhüter aber nicht bezwingen konnte. Weil Matrei weitere Möglichkeiten nicht sauber fertig spielte, blieb die Partie offen. Auf der anderen Seite hatte Greifenburg/Weissensee kurz vor der Pause mit einem Pfostenschuss und einer großen Chance in der Nachspielzeit die Führung vor Augen, weshalb Fresser offen einräumte: "Wir sind mit einem glücklichen 0:0 in die Pause gegangen."
Nach dem Seitenwechsel setzte sich dieses Bild zunächst fort. Wieder war viel Kampf dabei, wieder landeten viele Bälle hoch nach vorne, und spielerisch kam auf dem kleinen Platz nur selten ein längerer Rhythmus zustande. Fresser sagte selbst: "Auf so einem kleinen Platz ist es spielerisch schwierig gewesen. Man hätte vielleicht mehr spielen können." Den entscheidenden Impuls brachte dann ein Wechsel. Paul Egger kam in die Partie und sorgte laut seinem Trainer sofort für neuen Schwung. Kurz nach der 71. Minute ging Matrei in Führung, weil sich Egger auf seiner Seite durchsetzte und im Strafraum zu Fall kam. Martin Steiner übernahm als Kapitän die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß zum 1:0. Fresser brachte die Szene klar auf den Punkt: "Die Einwechslung von Paul Egger war heute ausschlaggebend."
Auch mit der Führung im Rücken war die Partie damit noch lange nicht entschieden. Fresser hatte nach dem Treffer keineswegs das Gefühl, dass nun alles in eine Richtung läuft. "Das hat man eigentlich nie sagen können. Nach dem 1:0 hat es zwar ausgeschaut, als könnten wir den Sack zumachen, aber Greifenburg/Weissensee war immer gefährlich", sagte er. Matrei hatte in der zweiten Hälfte noch einige gute Freistoßsituationen, unter anderem über Bachmann, Matterberger und Schöpfer, doch der Heimtorhüter war jeweils zur Stelle. Weil Egger bei einem Konter eine weitere gute Möglichkeit liegen ließ, blieb es bis zum Ende eng. Die Gastgeber warfen in der Schlussphase alles nach vorne, doch diesmal rettete Marco Steiner den Vorsprung mit einer starken Parade. Zum Elfmeter selbst meinte Fresser nüchtern: "Die Greifenburger haben das anders gesehen, aber bei so einem Spiel sieht es jeder für sein Team."
Gerade deshalb ordnete der Matrei-Trainer den Auswärtssieg sehr ehrlich ein. "Im Großen und Ganzen war es heute ein glücklicher Sieg, wobei jeder einzelne Spieler hundert Prozent gegeben hat, der ein oder andere sogar noch mehr", sagte Fresser. Dass seine Mannschaft trotz des zuletzt immer dünner werdenden Kaders nun seit sechs Spielen ungeschlagen ist, wertet er als klares Zeichen für den Zusammenhalt in der Gruppe. "Das zeigt, dass die Mannschaft einen guten Charakter hat", sagte er. Viel Zeit, daran anzuknüpfen, gibt es vorerst nicht mehr, denn für Matrei geht es jetzt in die Winterpause. Die Hoffnung des Trainers ist klar formuliert: Bis zum Trainingsbeginn Ende Jänner sollen wieder alle gesund an Bord sein, damit die bisherige Serie auch im Frühjahr nicht abreißt.