In der 2. Klasse A hat Rapid Lienz 1b das Heimspiel gegen FC Dynamo Dölsach mit 3:0 gewonnen. Trainer Tolga Sarisaltik sah seine Mannschaft von Beginn an klar überlegen, auch wenn sie sich lange gedulden musste. Entscheidend war aus seiner Sicht, dass sein Team beim 0:0 ruhig blieb und nach dem Führungstor den Weg zum Sieg konsequent weiterging und die Tore dann zur richtigen Zeit machte.

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Für Sarisaltik war der Verlauf der Partie über weite Strecken klar. „Wir waren von Anfang an sehr spielbestimmend, hatten klar mehr vom Spiel und auch ein Chancenplus“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Dölsach habe fast über die gesamten 90 Minuten versucht, kompakt zu stehen und über Konter ins Spiel zu kommen. Wirklich viele Möglichkeiten habe Rapid dem Gegner dabei aber nicht gegeben. Ganz zufrieden war der Lienz-Coach mit der ersten halben Stunde trotzdem nicht, weil seine Mannschaft sich laut eigener Einschätzung zwischendurch „ein bisschen an das Tempo vom Gegner angepasst“ habe. Genau das habe verhindert, dass die Führung früher fällt. In Minute 31 war es dann Altin Curi, der das 1:0 erzielte und damit auch den knappen, aus Sicht der Gastgeber aber verdienten Pausenstand herstellte.
Dieses erste Tor hatte für den Trainer eine besondere Bedeutung, weil es das zähe Spiel gegen einen tief stehenden Gegner auflöste. „Das 1:0 war mehr oder weniger der Dosenöffner für die restliche Partie“, erklärte Sarisaltik. Gerade in solchen Spielen könne es unangenehm werden, wenn der Gegner hinten dicht mache und die Räume eng seien. Dann brauche es Geduld und den einen Treffer, der das Spiel in Bewegung bringt. Sarisaltik war deshalb auch ausdrücklich froh, dass das 1:0 noch vor der Pause fiel. Nach dem Seitenwechsel wurde die Überlegenheit dann auch am Ergebnis deutlicher. Adis Mema erhöhte in der 55. Minute auf 2:0, Janis Mario Dalpra machte in Minute 77 den 3:0-Endstand perfekt. Für den Rapid-Coach war auch das eine logische Entwicklung: „Nach dem 1:0 hat der Gegner teilweise ein bisschen mehr aufmachen müssen, dann waren mehr Räume da.“
Die größte Stärke seiner Mannschaft sah Sarisaltik diesmal weniger in einer einzelnen Aktion als in der Art, wie sein Team mit dem langen 0:0 umging. „Wir sind nicht nervös geworden, obwohl die Tore nicht so schnell gefallen sind, wie wir uns das gewünscht hätten“, sagte er. Lienz 1b habe gewusst, dass der Moment kommen werde, und deshalb weiter ruhig gespielt, statt hektisch zu werden. „Wir haben einen kühlen Kopf bewahrt, sind ruhig geblieben und haben immer weitergespielt, bis das Ergebnis da war“, fasste der Trainer zusammen. Über den Gegner sprach er dabei sachlich. Dölsach habe am Anfang ordentlich verteidigt, insgesamt aber „nicht wirklich Schwierigkeiten bereitet“, wobei beim Gegner laut Sarisaltik einige Spieler gefehlt hätten. Auch neben dem Sportlichen blieb alles ruhig: Strittige Szenen habe es nicht gegeben, der Schiedsrichter habe die Partie gut geleitet und Diskussionen sachlich erklärt. Für Rapid geht es nun mit einem klaren Heimsieg und als Tabellenfünfter in die Pause. „Wir werden zuerst eine kurze Pause genießen und dann wieder an den Sachen arbeiten, wo wir uns noch schwertun“, kündigte Sarisaltik an.