Derby-Atmosphäre, klare Linie und viel Selbstvertrauen: Für SG SK Weißenstein/SV Töplitsch war das Duell in der 2. Klasse B gegen Rothenthurn 1b ein Statement. Trainer Patrick Staudacher hob die konsequente Umsetzung des Matchplans hervor – von Beginn an habe seine Elf das Derby bestimmt. Nach einem frühen Führungstreffer durch Leon Wimmer und dem Pausenstand von 2:0 (Torschütze: Martin Preissl) setzte das Team nach und besiegelte letztlich einen deutlichen 5:0-Derbyerfolg. Staudacher, seit dem Winter im Amt, sprach von einer reifen, zielstrebigen Vorstellung, in der der Plan passte, die Rollen klar waren und die Mannschaft den Gegner kaum zur Entfaltung kommen ließ.

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Staudacher beschrieb einen Wechsel im Rhythmus: Zunächst suchte seine Elf lange Bälle, erkannte dann die offenen Räume des Gegners und legte auf flaches Kombinationsspiel um – mit vielen Ballstafetten und klaren Abläufen. Er hatte ein laufintensives, kompromissloses Auftreten von Rothenthurn 1b erwartet, konkretisierte es mit „Die werden laufen, die werden kämpfen, die werden kratzen, die werden zwicken“. Seine Mannschaft habe darauf die richtige Antwort gegeben: „Wir haben ganz wenig Torchancen zugelassen.“ Insgesamt sei der „Gameplan“ aufgegangen, die Balance zwischen direktem Spiel und kontrolliertem Ballbesitz stimmte, und das Team setzte die Vorgaben laut Coach „eins zu eins“ um.
Als Schlüsselmoment nannte Staudacher das 2:0 durch den Linksverteidiger Martin Preissl: Er habe sich links stark durchgesetzt, den Doppelpass sauber gespielt, sei entschlossen in den Sechzehner gezogen und habe „souverän ins lange Eck“ abgeschlossen – mit diesem Treffer ging seine Mannschaft bei 2:0 in die Kabine. Dort folgte die energetische Halbzeit-Ansage: „So, und jetzt wollen wir uns den Derbysieg endgültig holen und fahren über die Mannschaft drüber.“ Auch offensiv blieb die Partie aus Sicht des Trainers offen für mehr: „Ich sage, wenn wir das sechste, siebte Tor vielleicht auch noch gemacht hätten, hätte auch gepasst.“ Leon Wimmer schnürte einen Doppelpack und unterstrich die Überlegenheit seiner Farben, die sich im Endstand von 5:0 widerspiegelte.
Besonders hob Staudacher den Zielspieler Patrick Fojan ( 40 Jahre alt) in der Spitze hervor. Er war als Wandspieler gesetzt, sollte Bälle behaupten und weiterleiten – etwa für den zweiten Stürmer Christoph Ebner – oder das Flügelspiel forcieren. Nach einer intensiven ersten Halbzeit im Sturm wurde er nach der Pause auf die linke Außenbahn beordert und später verletzt ausgewechselt; sein Einsatz und seine Präsenz imponierten dem Coach besonders. Personell gab es weitere Wermutstropfen und Ausfälle: Manuel Ouschan musste ebenfalls verletzt vom Feld, krankheitsbedingt fehlte unter anderem Matteo Gruber, Stürmer Benjamin Oberheinrich war arbeitsbedingt verhindert. Abseits des Derbys stellte Staudacher seine Arbeit in Weißenstein heraus: Seit dem Winter im Amt, mit viel Erfahrung aus dem Nachwuchs, absolviert er aktuell den nächsten UEFA-C-Kurs. Drei Einheiten pro Woche und im Schnitt 14 bis 15 Kaderspieler bei der ersten Mannschaft sollen den eingeschlagenen Weg festigen – mit dem Ziel, den Fußball in Weißenstein attraktiver zu machen und mehr Fans anzuziehen. Zum Schluss richtete der Trainer einen fairen Gruß an die Konkurrenz: „Ich wünsche einfach jedem in der zweiten Klasse B eine gute Rückrunde, eine verletzungsfreie Rückrunde und ja, alles Gute.“