Spielberichte

Martin Koreiman (Trainer ASKÖ St. Egyden): „Wir verschlafen die ersten 20 Minuten“

Weißenstein/Töplitsch
ASKÖ St. Egyden

In der 21. Runde der 2. Klasse B setzte sich die SG SK Weißenstein/SV Töplitsch mit 3:2 gegen den ASKÖ St. Egyden durch. Nach einem frühen Handelfmeter und zwei weiteren Treffern führten die Hausherren rasch 3:0, St. Egyden verkürzte noch vor der Pause auf 3:2. Trainer Martin Koreiman sprach von einem unglücklichen Start und einer verschlafenen Anfangsphase. Seine Elf zeigte Moral, fand nach dem Seitenwechsel aber nicht mehr den letzten Punch – „Wir konnten in der zweiten Halbzeit nichts mehr zusetzen“, so der Coach.

Torwart greift zur Trinkflasche

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Früher Handelfmeter, schneller Dreierpack – dann meldet sich St. Egyden zurück

Das Spiel nahm sofort Fahrt auf – und zwar gegen die Gäste. Bereits in Minute 4 brachte ein Handelfmeter die Heimischen in Führung, Nirmel Bajramovic traf zum 1:0. ASKÖ-Trainer Martin Koreiman ordnete das klar ein: „Wir hatten einen unglücklichen Spielverlauf. In der vierten Minute kassieren wir einen Handelfmeter und geraten in Rückstand.“ St. Egyden bekam in der Anfangsphase keinen Zugriff, und Weißenstein/Töplitsch legte nach: In der 17. Minute erhöhte Christoph Ernst Ebner auf 2:0, in Minute 24 stellte Leon Wimmer sogar auf 3:0. Besonders bitter aus Sicht der Gäste: „Kurz vor dem 2:0 haben wir eine Hundertprozentige, treffen das leere Tor aber nicht. Das hat sicher viel dazu beigetragen, dass wir das Spiel nicht mehr drehen konnten“, haderte Koreiman. Seine Mannschaft zeigte trotzdem Charakter: Innerhalb von zehn Minuten stellten Semjon Nikolai Jauk (26.) und Lukas Obmann (37.) auf 3:2 – St. Egyden war wieder im Spiel. Zur Pause war alles offen, doch danach blieb es trotz beider Bemühungen beim Halbzeitstand.

Koreimans Analyse: „Nicht alle haben verstanden, dass man immer 100 Prozent geben muss“

Nach dem Abpfiff sprach Martin Koreiman offen über das, was aus seiner Sicht schiefgelaufen ist – und über das, was Mut macht. „In den ersten 25 Minuten haben wir hinten komplett verschlafen und sind sehr schlecht gestanden. Dadurch bekommen wir drei Tore“, fasste der Trainer die heikle Anfangsphase zusammen. Auch die strittige Szene nahm er sportlich: „Der Handelfmeter war unglücklich, aber bei Handspiel ist das leider so.“ Entscheidend sei für ihn jedoch nicht nur die Elfer-Entscheidung gewesen: „Vor dem 2:0 haben wir die Riesenchance aufs leere Tor. Wenn der sitzt, läuft es anders.“ Positiv hob er die Reaktion seiner Mannschaft hervor: „Nach dem 0:3 haben wir uns nicht aufgegeben, wir schießen binnen zehn Minuten zwei Tore. Das hat mir sehr gut gefallen.“ Warum es nach der Pause nicht mehr reichte, erklärte Koreiman klar: „In der zweiten Halbzeit konnten wir nichts mehr zusetzen.“ Und er wurde grundsätzlich: „Nicht alle haben verstanden, dass man immer 100 Prozent geben muss. Das werden wir in den nächsten Wochen versuchen zu ändern.“

Effizienz entscheidet – Nachbarn in der Tabelle, enger Blick nach vorne

Viel hat an diesem Nachmittag nicht gefehlt. Beide Teams sind in der Tabelle enge Nachbarn, Weißenstein/Töplitsch liegt vor St. Egyden – und auf diesem Niveau entscheiden Kleinigkeiten. Eine davon war die Chancenverwertung. Koreiman brachte es auf den Punkt: „Sie waren vor dem Tor sehr effizient.“ Genau diese Kaltschnäuzigkeit in den ersten 25 Minuten machte den Unterschied, denn nach dem 3:0 kamen die Gäste stark zurück und hätten mit mehr Konsequenz sogar noch ausgleichen können. Für den Trainer ist der Plan für die nächste Zeit klar: Frühe Stabilität, kompakter stehen, die Hundertprozentigen nützen – und vor allem vom Anpfiff weg voll da sein. „Wir müssen von Beginn an bei 100 Prozent sein“, sagt Koreiman. Mit der Moral vor der Pause und einem saubereren Start will St. Egyden rasch wieder punkten.

2. Klasse B: Weißenstein/Töplitsch : St. Egyden - 3:2 (3:2)

  • 37
    Lukas Obmann 3:2
  • 26
    Semjon Nikolai Jauk 3:1
  • 24
    Leon Wimmer 3:0
  • 17
    Christoph Ernst Ebner 2:0
  • 4
    Nirmel Bajramovic 1:0