Spielberichte

Dejan Stojanovic (Co-Trainer Weißenstein/Töplitsch): "Wir haben die zweite Halbzeit verschlafen"

FC Rennweg
Weißenstein/Töplitsch

In der 2. Klasse B lieferten der FC Rennweg und die SG SK Weißenstein/SV Töplitsch ein wildes 6:4 ab. Nach einer 1:2-Pausenführung der Gäste drehte Rennweg das Spiel mit vier Treffern nach der Pause, ehe Weißenstein noch einmal zurückkam. Für Co-Trainer Dejan Stojanovic überwog trotz Niederlage der Glaube an die eigene Truppe: "Wir haben die zweite Halbzeit verschlafen", sagte er, "aber der Kampfgeist war bis zur letzten Minute da."

Fußballspieler ganz in Grün gekleidet

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Achterbahn mit zehn Toren

Es ging früh zur Sache und am Ende standen zehn Treffer auf der Anzeigetafel. Weißenstein/Töplitsch legte in Minute 21 vor: Zan Yazbeck Lavric Pregelj traf zum 0:1. Rennweg antwortete prompt, Marcel Huber glich in der 24. aus. Noch vor der Pause stellten die Gäste wieder auf Führung, Christoph Ernst Ebner netzte zum 1:2 (34.). Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie in wenigen, wilden Minuten: Samuel Seebacher egalisierte (49.), dann stellten Josef Kabusch (54.) und Alexander Pirker (56.) auf 4:2, Kabusch legte sogar zum 5:2 nach (58.). Weißenstein steckte nicht auf: Ebner verkürzte per Doppelpack auf 5:3 (64.) und 5:4 (66.). Doch Rennweg war sofort wieder zur Stelle – Huber stellte nur eine Minute später auf 6:4 (67.). "Die Partie war sehr torreich", brachte es Stojanovic auf den Punkt.

Stojanovic lobt Moral, ärgert sich über den Start nach der Pause

Im Gespräch machte der Co-Trainer keinen Hehl daraus, wo er den Knackpunkt sah: "Wir haben die zweite Halbzeit verschlafen. Da haben wir die vier Tore kassiert." Seine Mannschaft stand binnen weniger Aktionen unter Druck, während der Gegner eiskalt nutzte. Trotzdem wollte Stojanovic seinem Team nichts absprechen: Auf die Frage, was gefehlt habe, meinte er knapp: "Eigentlich nichts." Vielmehr hob er die Reaktion hervor: "Den Kampfgeist bis zum Schluss. Bis zur letzten Minute haben wir probiert, den Ausgleich oder die zwei Tore noch aufzuholen. Also den Teamgeist." Auch offensiv hatte Weißenstein seine Momente, besonders im letzten Drittel der Partie. Stojanovic erinnerte an eine kuriose Sequenz: "Von unseren Stürmern die zwei Freistoßtore – binnen zwei Minuten, fast identisch." Diese Einschätzung passt zu Christoph Ernst Ebners Doppelschlag in der 64. und 66. Minute, mit dem die Gäste das Spiel noch einmal öffneten. Vorab war dem Trainerteam klar, dass es ein harter Abend werden würde: "Den Gegner kennen wir von früher. Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird."

Einordnung und Ausblick aus Gästesicht

Mit dem 6:4 festigt Rennweg in Runde 22 in Kärnten seine Position im vorderen Feld, steht laut Tabelle bei 39 Punkten auf Rang drei. Weißenstein/Töplitsch hält bei 25 Zählern und bleibt im Mittelfeld. Für Stojanovic zählt nach dem wilden Schlagabtausch vor allem die Haltung. Er verteilte ein klares Lob: "Unsere Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft." Zur Leistung des Unparteiischen äußerte er sich kritisch, blieb dabei aber bei der Sache: "Es gab strittige Situationen auf beiden Seiten, keine Elfmeter gepfiffen. Abseits wurde mal gepfiffen, mal nicht. Die Leistung war für beide Mannschaften schlecht." Sportlich blickt der Co-Trainer nach vorn: Die späte Aufholjagd, die zwei schnellen Treffer und der sichtbare Zusammenhalt sind Punkte, aus denen Weißenstein/Töplitsch Mut ziehen kann. Hält die Truppe diesen Einsatz hoch und erwischt nach der Pause den besseren Start, dürfte der nächste Dreier nicht lange auf sich warten lassen.

2. Klasse B: FC Rennweg : Weißenstein/Töplitsch - 6:4 (1:2)

  • 67
    Marcel Huber 6:4
  • 66
    Christoph Ernst Ebner 5:4
  • 64
    Christoph Ernst Ebner 5:3
  • 58
    Josef Kabusch 5:2
  • 56
    Alexander Pirker 4:2
  • 54
    Josef Kabusch 3:2
  • 49
    Samuel Seebacher 2:2
  • 34
    Christoph Ernst Ebner 1:2
  • 24
    Marcel Huber 1:1
  • 21
    Zan Yazbeck Lavric Pregelj 0:1