In der 2. Klasse B trennten sich der ASKÖ St. Egyden und der ASKÖ Bodensdorf mit 1:1. Nach zäher erster Hälfte und einem Rückstand nach der Pause retteten die Gastgeber in der Schlussminute einen wichtigen Punkt. Trainer Martin Koreiman ordnete die Partie nüchtern ein und sprach von einer Leistung mit Ecken und Kanten, in der vor allem die einfachen Fehler schmerzten – und der eigene Tormann die Mannschaft lange im Spiel hielt. Sein Fazit: „Letztendlich war es hinterher noch ein relativ gutes Unentschieden für uns.“

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Der Nachmittag begann für St. Egyden holprig. „Wir haben uns von Anfang an ziemlich schwergetan, haben sehr viele unnötige Ballverluste gehabt und haben dadurch den Gegner etwas ins Spiel kommen lassen“, sagte Martin Koreiman. Das passte zum Bild der ersten 45 Minuten, in denen viel Stückwerk blieb und beide Seiten ohne zählbaren Ertrag in die Pause gingen – zur Halbzeit stand es 0:0. Nach dem Seitenwechsel schlug Bodensdorf zu: In Minute 61 traf Gottfried Gallob zum 0:1, und Koreiman ärgerte sich: „Beim Eins zu null für Bodensdorf haben wir sie eingeladen, das Tor zu schießen.“ Danach hielt St. Egyden-Keeper Tobias Hartl seine Mannschaft „relativ lange im Spiel“, wie sein Trainer betonte. Die Belohnung kam spät und nach einer Standard: In der 90. Minute drückte Julian Josef Zeichen nach einem Eckball den Ball zum 1:1 über die Linie. In der Nachspielzeit lag sogar noch mehr drin. „In der fünfundneunzigsten Minute hatten wir eine tausendprozentige Chance, aber wir haben den Ball nicht zur Mitte gespielt“, so Koreiman. Am Ende blieb es beim Remis.
In der Bewertung nahm der St. Egyden-Trainer seine Elf klar in die Pflicht. „Im Ballbesitz haben wir viel zu viele Abspielfehler gemacht. Leichte Abspielfehler“, erklärte Koreiman und verwies darauf, dass dadurch immer wieder der eigene Rhythmus brach. Die vielen Ballverluste aus der Anfangsphase zogen sich wie ein roter Faden durch die Partie, die Gastgeber mussten lange hinterherlaufen und fanden nur phasenweise Kontrolle. Umso wichtiger war die Leistung zwischen den Pfosten. „Dann hat uns unser Tormann, Tobias Hartl, relativ lange im Spiel gehalten“, sagte der Coach – ein deutlicher Verweis darauf, dass Bodensdorf nach dem Führungstreffer Räume vorfand. Auf die Frage nach der Stärke des Gegners blieb Koreiman kurz angebunden: „Schwierig.“ Deutlicher wurde er beim Ergebnis: „Letztendlich war es hinterher noch ein relativ gutes Unentschieden für uns“, denn nach dem Last-Minute-Ausgleich und der ungenutzten Großchance sah er die Punkteteilung als leistungsgerecht.
Sportlich nahm St. Egyden zwei wichtige Erkenntnisse mit: Standards können in engen Spielen den Unterschied machen, und hinten gibt Tobias Hartl Sicherheit. Der Ausgleich fiel nach einem Eckball, und die Schlussphase zeigte, dass die Mannschaft bis zuletzt an sich glaubte. Gleichzeitig blieb Selbstkritik: „Wir hatten in der 95. Minute eine tausendprozentige Chance, aber wir haben den Ball nicht zur Mitte gespielt. So war das Unentschieden am Ende gerechtfertigt“, hielt Koreiman fest. Für Diskussionen sorgte an diesem Tag nichts. „Der Schiedsrichter hatte alles im Griff. Es gab für mich keine Szenen, die diskutabel wären“, sagte der Trainer und setzte damit einen fairen Schlusspunkt. Für St. Egyden gilt nun: die leichten Fehler im Aufbau abstellen, die Standards weiter nutzen und auf der Moral der letzten Minuten aufbauen – dann kann aus einem geretteten Punkt bald wieder ein voller werden.