Deutliche Verhältnisse in der 2. Klasse B: Der SV Obermillstatt besiegte das junge SC Landskron 1b klar mit 7:1. Zur Pause stand es 3:1, nach dem Wechsel legten die Hausherren konsequent nach. Co-Trainer Johannes Kleinbichler sprach von einem Abend, an dem Routine und Effizienz den Ausschlag gaben – und seine Burschen vor allem eines mitnahmen: Erfahrung. „Das Ergebnis ist meiner Meinung nach zu hoch ausgefallen“, sagte er, verwies aber zugleich auf Eigenfehler und die extrem junge Startelf.

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Obermillstatt erwischte den besseren Start und stellte früh die Weichen: Schon nach vier Minuten traf Matthias Krammer zum 1:0, in Minute 21 legte er das 2:0 nach. Landskron 1b meldete sich aber zurück – Lukas Tauchhammer verkürzte in der 27. Minute auf 2:1 und sorgte kurz für Hoffnung. Kurz vor der Pause antworteten die Hausherren mit dem 3:1 durch Elias August Kaim (41.), mit diesem Polster ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel blieb Obermillstatt am Drücker, Kaim erhöhte in der 57. Minute auf 4:1. Als Krammer in Minute 61 seinen Dreierpack schnürte, war die Entscheidung endgültig gefallen. Alexander Thomas Hofer stellte in der 75. Minute auf 6:1, ehe Christoph Müller in der 89. Minute den 7:1-Endstand fixierte. Die Gastgeber nutzten ihre Chancen eiskalt, während Landskron 1b trotz vieler Laufarbeit kaum mehr Entlastung fand.
Johannes Kleinbichler machte die Unterschiede klar fest: „Obermillstatt ist eine erfahrene Mannschaft. Wir haben mit sehr viel Jugend gespielt, das Ergebnis ist meiner Meinung nach zu hoch ausgefallen.“ Er sprach offen über den Lernabend seiner Truppe: „Wir hatten einige Eigenfehler, auch beim Tormann, das passiert, wenn viele Junge drinnen sind.“ Besonders beeindruckt habe ihn die Zielstrebigkeit der Hausherren: „Sie haben gut in die Tiefe gespielt, viel über die Seiten. Auf den Außen haben sie schnelle Spieler – das hat man gesehen.“ Trotz der Höhe sah er Lichtblicke: „Die erste Halbzeit waren wir gut dabei, wir hatten auch einige Möglichkeiten.“ Den Kern fasste er so zusammen: „Uns hat heute die Routine gefehlt. Für unsere Burschen war es ein Lernprozess. Kopf hoch und weitermachen.“ Zur Spielleitung meinte er knapp und fair: „Strittige Situationen gab es keine. Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung.“
Bei allen Dämpfern hob Kleinbichler die Haltung seiner Elf hervor: „Das Positive war, dass alle gekämpft haben, nicht aufgegeben und um jeden Ball gefightet haben.“ Der Plan ist langfristig angelegt: „Wir führen die jungen Spieler zur Kampfmannschaft hin. Beim nächsten Heimspiel werden die Jungen sicher wieder dabei sein.“ Für den Verein sei das der richtige Weg: „Sie sammeln Erfahrung, und wir schauen, dass sie einmal zur ersten Mannschaft raufkommen.“ In der Liga steht Landskron 1b bei 17 Punkten, Obermillstatt hält bei 36 – die Kräfteverhältnisse sind also ebenso ein Thema wie die Tagesform. Umso wichtiger, dass die Mannschaft den Blick nicht verliert. Kleinbichler bleibt dabei: „Es geht weiter.“ Seine Botschaft an die Kabine ist klar: aus Fehlern lernen, die guten Phasen mitnehmen und die nächsten Schritte mit derselben Energie gehen.