In der 24. Runde der 2. Klasse B setzte sich der FC Rennweg gegen ASKÖ St. Egyden mit 3:0 durch. Ein früher Patzer stellte die Weichen, kurz darauf legten die Hausherren nach. Zur Pause stand es 2:0, nach dem Wechsel sorgte Lukas Aigner mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung. St. Egyden, mit ausgedünntem Kader und vielen jungen Kräften, ließ die besten Möglichkeiten liegen. Trainer Martin Koreiman haderte mit der Effizienz, lobte aber die Entwicklung seiner Spieler und blickt trotz der Niederlage nach vorne.

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St. Egyden musste schon vor dem Anpfiff improvisieren. „Wir hatten nur zwölf Kaderspieler und mussten mit allen Jungen spielen. Dafür war die Partie eigentlich recht gut“, sagte Martin Koreiman. Dann kam das frühe 1:0: In Minute 14 traf Lukas Aigner, und aus Gästesicht war es ein Geschenk. „Das erste Tor haben wir uns quasi selber geschossen“, so der Trainer, der die Szene klar benannte: Der Verteidiger wartete zu lange, spielte den Gegenspieler an – der war alleine durch und machte das Tor. Bitter wurde es zusätzlich, weil Robert Mitzner kurz darauf mit einer Schulterverletzung raus musste. „Ich wünsche ihm gute Besserung.“ Kaum verdaut, erhöhte Alexander Pirker in der 22. Minute auf 2:0 – „Wir hatten davor eine große Chance und bekommen im Gegenzug das zweite Tor“.
Nach dem Seitenwechsel suchten die Gäste den Anschluss und bekamen ihre Momente. „Das war sicher die große Chance aufs 2:1, die wir leider nicht genutzt haben“, blickte Koreiman auf die wohl beste Möglichkeit seiner Elf. Die Heimischen wirkten in den Strafräumen abgebrühter, verteidigten ihren Vorsprung und setzten vorne den nächsten Stich: In Minute 63 stellte Lukas Aigner mit seinem zweiten Tor des Tages auf 3:0. Auch in der Beurteilung des Gegners blieb der Coach fair: „Sie waren in Summe nicht viel stärker als wir, haben aber die Chancen besser genützt.“ Zum Unparteiischen meinte er knapp: „Der Schiedsrichter war sehr okay.“
Wer Koreiman nach Gründen fragte, bekam keine Ausreden, sondern eine ehrliche Bestandsaufnahme. „Wir haben wieder zu viele Chancen liegen lassen“, sagte er, „und ich glaube, dass wir das erste Tor einfach zu leicht bekommen haben.“ Gleichzeitig strich er das Positive heraus: „Alle jungen eingesetzten Spieler sind bereit, in der 2. Klasse zu spielen und haben sich heuer extrem gesteigert.“ Die Stimmung bleibe gut, trotz der personellen Engstelle. „Wir werden in den verbleibenden drei Spielen alles versuchen, noch Punkte zu machen.“ An die Fans hatte er eine Einladung: „Kommt zu uns ins Drauparkstadion – wir werden sicher noch den einen oder anderen Punkt machen.“ In der Tabelle liegt Rennweg auf Rang drei, St. Egyden auf neun – beide mit klaren Zielen für den Schlussspurt.