Der 25. Spieltag der 2. Klasse B brachte für Rothenthurn 1b ein 2:2 gegen den fix aufgestiegenen SV Ideal Wohnbau Treffen. Nach 0:1-Pausenrückstand drehte die Suprun-Elf nach der Pause auf, traf durch Jonas Ott und Kevin Steiner und schien den Favoriten zu stürzen – bis Tician Hauswirth in Minute 90+3 doch noch egalisierte. Trainer Robert Suprun sprach von einem fairen Remis, haderte aber mit dem späten Gegentreffer.

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Die Rollen waren vorgegeben, und genau so startete das Spiel. Treffen, als Tabellenführer angereist, hatte früh mehr vom Spiel. „Es war das erwartete schwere Spiel gegen den Tabellenführer und schon Fixaufsteiger“, sagte Rothenthurn-Coach Robert Suprun. Seine Elf kam schwer rein, war „ein bisschen eingeschüchtert und immer wieder einen Schritt zu langsam“. Folgerichtig stellte Dino Krasek in der 16. Minute auf 0:1. Bis zur Pause blieb es dabei, Rothenthurn lief dem Rückstand nach und fand erst allmählich Stabilität. Nach dem Seitenwechsel die Wende im Auftritt: Jonas Ott glich in Minute 51 zum 1:1 aus – das Signal für eine druckvolle Phase der Hausherren. „Wir waren näher am Mann und über die Zweikämpfe im Spiel“, so Suprun. In der 85. Minute drehte Kevin Steiner mit dem 2:1 die Partie. „Wir haben mit Glück und auch durch einen Torwartfehler das 2:1 erzielt; Kevin Steiner hat den Tormann schön überhoben“, ordnete der Trainer ehrlich ein. Der Heimsieg schien greifbar, doch in der Nachspielzeit schlug Tician Hauswirth zu und markierte in Minute 90+3 das 2:2. „Natürlich ist es unglücklich, in der letzten Minute den Ausgleich zu bekommen“, meinte Suprun, der dennoch die Gesamtsicht betonte.
Rothenthurns Coach erklärte den Bruch zwischen erster und zweiter Halbzeit ohne Umschweife. „Wir waren in der ersten Halbzeit zu weit weg vom Mann“, sagte Suprun, der eine Mischung aus Respekt vor dem Leader und den Bedingungen als Gründe nannte. „Treffen hat das Tempo hochgehalten, wir haben uns schwergetan, da reinzufinden.“ In der Kabine wurden die Stellschrauben gedreht. „In der Pause haben wir das angesprochen und sind viel mutiger herausgekommen. Wir waren enger am Mann und haben über die gewonnenen Zweikämpfe ins Spiel gefunden.“ Aus seiner Sicht kippte das Momentum klar zu Rothenthurn: „Wir waren dann ein bisschen am Drücker und Treffen hatte fast keine Torchance mehr.“ Gleichzeitig blieb der Trainer fair in der Einordnung: „Über beide Hälften gesehen geht das Unentschieden in Ordnung. Vielleicht haben wir unser Glück in der ersten Halbzeit schon aufgebraucht, weil Treffen ein paar gute Chancen ausgelassen hat.“
An Respekt für den Spitzenreiter ließ Suprun keinen Zweifel. „Das ist eine spielstarke Mannschaft. Die sind nicht umsonst Erster und steigen auf, weil sie sehr guten, schnellen Fußball spielen“, lobte er den Gegner. Der Punkt gewinnt dadurch an Wert, auch wenn der Ausgleich spät wehtat. Positiv verbuchte Rothenthurn die klare Steigerung nach der Pause – ein Rezept, das man mitnehmen will: enger stehen, Zweikämpfe annehmen, mutig rauskommen. Auch für den Unparteiischen fand Suprun lobende Worte: „Der Schiedsrichter hatte das Spiel sehr gut im Griff.“ In der Tabelle hält Rothenthurn 1b bei 19 Zählern auf Rang 11, während Treffen mit 61 Punkten vorneweg marschiert. Für Suprun zählt jetzt, den Auftritt der zweiten Hälfte mitzunehmen: Stabil bleiben, die Intensität hochhalten – dann stimmen auch die Ergebnisse wieder.