In der 2. Klasse B kassierte der ASKÖ Bodensdorf gegen den BSV Bad Bleiberg eine 3:5-Heimniederlage. Nach einem verschlafenen Beginn lagen die Hausherren früh zurück und gingen mit 1:4 in die Pause. Bodensdorf kam nach Seitenwechsel mit viel Moral auf 3:4 heran, ehe die Gäste wieder zuschlugen. Sektionsleiter Martin Peter Klaus Slunka sprach von warmen Bedingungen, einem verpatzten Start und einem Gegner, der „spritziger“ war.

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Der Nachmittag begann für Bodensdorf denkbar unglücklich. Bad Bleiberg legte eiskalt los, stellte durch Dino Lulic in Minute 15 auf 0:1 und erhöhte nur eine Minute später via Luca Dane Kassin auf 0:2. Kurz war Leben im Spiel der Hausherren, als David Basta nach 22 Minuten den Anschluss besorgte – doch die Hoffnung hielt nicht lange. Matic Urbanija traf in der 32. und 43. Minute doppelt und schickte Bodensdorf mit einem deutlichen 1:4 in die Kabinen. „Wir haben den Start verschlafen und waren bei warmen Temperaturen schnell hinten“, sagte Sektionsleiter Martin Peter Klaus Slunka. Er nannte zwei Hauptgründe: „In der Defensive haben wir im Aufbau Fehler gemacht und wurden schnell bestraft. Und unser Zweikampfverhalten hat nicht gepasst.“ Dazu passte sein Eindruck vom Gegner: „Bad Bleiberg war spritziger, mit gutem Einsatz.“
Nach der Pause zeigte Bodensdorf Charakter. Zunächst drückte Dejan Kecanovic dem Spiel seinen Stempel auf und verkürzte in Minute 53 auf 2:4. Das Team blieb am Drücker, suchte die Zweikämpfe konsequenter und kam in der 63. Minute durch Adam El Hasnaoui tatsächlich zum 3:4. Die Partie war wieder offen – für wenige Minuten. Denn Bad Bleiberg hatte mit Matic Urbanija den Mann des Tages. Der Stürmer schraubte sein Konto in Minute 67 auf drei Treffer und stellte auf 3:5. Aus Bodensdorfer Sicht gab es danach noch eine Szene, über die man reden kann: Ein möglicher Anschlusstreffer sei wegen Abseits aberkannt worden. „Unser Stürmer David Basta hat noch den Fuß dran gehabt, der Schiedsrichter hat auf Abseits entschieden – somit kein Tor. Das war noch einmal ein Nackenschlag“, schilderte Slunka. Unabhängig davon blieb seine Bilanz klar: „Wir haben Fehler gemacht, die sofort wehtaten.“
Gefragt nach dem Wendepunkt, antwortete Slunka trocken: „Der Anpfiff des Schiedsrichters. Das war’s.“ Damit wollte er vor allem betonen, wie fatal der verschlafene Beginn war. Sportlich hob er den Unterschied hervor: „Das technische Vermögen der Gäste und die individuelle Stärke – vor allem ihre Nummer 14 – war überragend. Er hat schöne Tore gemacht.“ Gemeint war Dreifachtorschütze Matic Urbanija, der Bodensdorf immer wieder wehtat. In der Tabelle liegt Bodensdorf mit 37 Punkten auf Rang fünf, Bad Bleiberg hält bei 20 Zählern. Der Blick geht trotzdem nach vorne, denn es wartet ein direktes Duell um Platz vier gegen Obermillstatt (39 Punkte). „Wir müssen von Anfang an bereit sein, die Zweikämpfe suchen und das Match an uns reißen. Gegen Obermillstatt wird es ein anderes Spiel werden“, kündigte Slunka an.