Tore satt in der 2. Klasse B: Der FC Rennweg und der SV Rapid Feffernitz trennen sich 5:5 – nach 2:5-Rückstand aus Rennweger Sicht. Feffernitz lag scheinbar sicher vorne, ehe der Gastgeber Moral zeigte und noch ausglich. Gästecoach Mario Oliver Kerschbaumer lobte Effizienz und Einsatz, sprach aber auch von schwindender Kraft nach zwei Spielen in 48 Stunden.

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Die Partie begann eher ruhig, dann legte Feffernitz mit zwei Nadelstichen vor. Fabio Erlacher stellte in Minute 17 auf 0:1, nur fünf Minuten später erhöhte Kristian Rozman auf 0:2. Rennweg meldete sich noch vor der Pause zurück: Dejan Bozicic traf zum 1:2 (34.), mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Kurz nach Wiederbeginn schlugen die Gäste wieder zu. Volker Seiler traf zum 1:3 (47.), Lukas Gietler legte das 1:4 nach (55.). Rennweg verkürzte durch Lukas Aigner auf 2:4 (59.), ehe Rozman mit seinem zweiten Treffer das 2:5 markierte (62.). Doch Rennweg gab nicht auf und kam mit einem Doppelschlag von Aigner (69.) und Grega Gorisek (73.) wieder heran. In der 81. Minute gelang Pascal Genser tatsächlich der Ausgleich zum 5:5 – ein wilder Schlagabtausch, der am Ende keinen Sieger fand.
Mario Oliver Kerschbaumer erlebte einen Abend mit zwei Gesichtern. „Es war am Anfang ein eher verhaltenes Spiel, dann gehen wir 2:0 in Führung und glauben kurz, es ist erledigt“, sagte der Feffernitz-Trainer. Seine Elf nutzte die Möglichkeiten zunächst konsequent: „Wir haben unsere Chancen eiskalt verwertet.“ Nach dem Seitenwechsel schien beim 5:2 alles entschieden, doch der Coach sah die Kräfte schwinden: „In den letzten Minuten ist uns nach zwei Spielen in 48 Stunden die Kraft ausgegangen.“ Zugleich zollte er dem Gegner Respekt: „Rennweg hat kämpferische Moral und Zusammengehörigkeit bewiesen. Ein großes Lob.“ Diskussionsstoff gab es auch. Kerschbaumer störte vor allem „die zweite Elfmeterentscheidung, die war sensationell daneben“, wie er betonte. Ansonsten habe der Unparteiische „eine halbwegs passable Leistung“ gezeigt, man müsse „in dieser zweiten Klasse damit leben“. Kritisch sah er zudem eine Szene, in der „drei Spieler auf unseren Mann fielen und er raus musste“ – aus seiner Sicht „nicht notwendig“.
Trotz des verspielten Vorsprungs blieb die Stimmung im Feffernitzer Lager positiv. Der Trainer sprach von einem besonderen Moment für sein Team: „Viele haben ihren ersten Aufstieg erlebt. Wir sind wieder raufgegangen, auch als Zweiter – das ist sehr wichtig und positiv für die ganze Mannschaft.“ Sportlich blickt Kerschbaumer mit klaren Hausaufgaben nach vorne: „Offensiv sind wir sehr gut, defensiv müssen wir arbeiten.“ Gleichzeitig formulierte er ein Ziel für die letzten Meter der Saison: „Wir wollen jetzt als Mannschaft so viel Gas geben, dass unser Stürmer Torschützenkönig werden kann.“ Dass sein Team gegen Rennweg trotz 5:2-Führung noch zwei Punkte liegen ließ, ordnete er nüchtern ein: Effizienz vorne ja, aber am Schluss fehlte die Frische – und Rennweg blieb dran bis zum letzten Pfiff.