Zum Saisonfinale der 2. Klasse B trennte sich der SV Draschitz vom SG SK Weißenstein/SV Töplitsch mit 0:0. In Hälfte eins hatten die Gäste mehr vom Spiel, nach der Pause legten die Hausherren zu – und vergaben in Überzahl (71., Rot für Sandro Frank) die große Siegchance. Trainer Mario Ladinig sprach von einem gerechten Remis und verabschiedete sich nach 16 Monaten an der Linie mit ruhigen Worten: „Das 0:0 geht in Ordnung.“

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Die ersten 45 min. gehörten den Gästen: Aus Sicht von Mario Ladinig war Weißenstein „zu Beginn besser“ und kam zu mehreren guten Möglichkeiten. „Wir waren zu weit weg und haben die Vorgaben nicht sauber umgesetzt“, ärgerte sich der Draschitz-Coach über die Anfangsphase. Besonders in Erinnerung blieb ihm gleich die frühe Großchance in Minute 2 der Gäste und eine andere Szene, in der Florian Kaiser einen Ball passieren ließ – der folgende Abschluss strich knapp am Tor vorbei. Draschitz setzte vor der Pause nur vereinzelt Konter, blieb aber ohne zwingenden Abschluss. Zur Halbzeit stand es folgerichtig 0:0. Nach dem Wechsel kippte die Partie etwas so der Headcoach: „In der zweiten Halbzeit sind wir viel besser aufgetreten, haben die taktischen Vorgaben umgesetzt, waren eng am Mann und haben mit Kontern Nadelstiche gesetzt“, so Ladinig. Aus dem Spiel heraus erarbeitete sich Draschitz nun die klareren Möglichkeiten und wollte die Führung.
Der Knackpunkt kam in Minute 71: Weißensteins Sandro Frank sah Rot. „Die rote Karte war ganz klar zu geben“, stellte Ladinig nüchtern fest. In Überzahl boten sich den Hausherren zwei Topchancen – der Coach verwies auf Abschlüsse über die Flügel und nannte dabei den Youngster Maximilian Proprenter sowie Kristijan Zihlmann. „Da hätten wir die Überzahl besser ausspielen müssen. Das wäre die Entscheidung gewesen“, haderte er mit der Effizienz. Auf der Gegenseite blieben die Gäste trotz Unterzahl gefährlich und kamen noch zu der einen und anderen guten Möglichkeit. Draschitz-Keeper Manuel Mostetschnig bewahrte seine Farben vor dem späten Rückstand: „Er war immer zur Stelle“, lobte Ladinig ihn ausdrücklich. Unterm Strich blieb es beim torlosen Remis, das für den Trainer in Ordnung ging: „Beide Teams hätten zwei, drei Tore machen können – am Ende passt das 0:0.“
In seiner Analyse legte Ladinig den Finger auf die Wunde der ersten Hälfte: „Wir waren zu weit weg vom Gegner, das Verschieben sowie das läuferische Element und das Zweikampfverhalten hat nicht gepasst.“ Nach der Pause funktionierte vor allem das Spiel über die Außen: „Sehr gut hat unser Flügelspiel dann funktioniert, besonders über den rechten offensiv Verteidiger Fatihhan Pekel Spitzname Heimo– der hat eine sehr gute Partie gespielt heute.“ Beim Gegner sah er die Stärken im Zentrum: „Weißenstein ist mit hohen Bällen durchs Zentrum gekommen. Mit Benjamin Oberheinrich und Heimo Unterdorfer, hatten sie zwei sehr gute Spieler die ich auch schätze, die haben die Bälle verteilt und waren dynamisch sowie sehr Zweikampfstark. Hinten standen sie hoch – da waren unsere Chancen über die Flügel das wusste ich“ Trotz einiger Ausfälle auf Draschitzer Seite blieb die Partie über weite Strecken hart, aber respektvoll geführt. „Es war ein bissl ein hitziges Gefecht der Schiedsrichter hat aber gut gepfiffen“, so Ladinig.
Tabellarisch begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, was das Remis zusätzlich unterstreicht. Für Draschitz schließt sich zugleich ein Kapitel: Es war die letzte Partie von Headcoach Mario Ladinig nach 16 Monaten im Amt. „Der SV Draschitz hat eine der besten Saisonen erlebt mit mir. Im schlechtesten Fall sind wir Achter, im besten Fall Siebter – das ist ein guter Mittelfeldplatz“, bilanzierte er. Die Gründe für die schwächere Rückrunde sieht er klar benannt, zugleich bleibt sein Fazit positiv: „Ich gehe als Freund des Vereins, bedanke mich bei allen Spielern sowie Funktionäre und wünsche dem SVD alles Gute.“ Wie es für ihn weitergeht, lässt er offen: „Ich fahre jetzt einmal in Urlaub, bin für vieles neues offen.“ Für Draschitz bleibt nach einem intensiven 0:0 vor allem eines: die Erkenntnis, dass man in dieser Liga mit Kompaktheit und mutigen Flügelangriffen sowie regelmässigen Training / Zusammenhalt und Kritikfähigkeit jederzeit gefährlich sein kann.