Spielberichte

„Wir haben uns nicht belohnt“ – Rothenthurn 1b lässt in Magdalen den Sieg liegen

Magdalen 1b
Rothenthurn 1b

Zum Auftakt der 2. Klasse B hat Rothenthurn 1b beim Magdalen 1b nach einem wilden Spiel ein 3:3 mitgenommen. Die Mannschaft von Robert Suprun lag früh vorne, führte auch zur Pause und sah lange wie der Sieger aus. Dass am Ende dennoch nur ein Punkt blieb, erklärte der Trainer vor allem mit der mangelhaften Chancenverwertung und mit Gegentoren, die aus seiner Sicht besser zu verteidigen gewesen wären.

Linienrichter an der Eckfahne mit Blick Richtung Spielfeld

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Frühe Führung, Ausgleich und die richtige Antwort vor der Pause

Rothenthurn 1b fand nach den Worten von Robert Suprun stark in die Partie hinein und setzte gleich früh das erste Zeichen. Schon in der 3. Minute brachte Samuel Lesacher die Gäste nach einem Eckball mit 1:0 in Führung. „Wir haben eigentlich einen starken Beginn hingelegt“, sagte Suprun. Auch danach kam Rothenthurn 1b ordentlich in die Begegnung, ehe Magdalen 1b in der 13. Minute durch Marijan Mijic zum 1:1 ausglich. Suprun sprach in diesem Zusammenhang von einem „harten Elfmeter“ gegen seine Mannschaft und ordnete die Szene so ein: „Das kann man geben, muss man aber nicht geben.“ Danach gefiel dem Trainer vor allem nicht, dass seine Elf in der restlichen ersten Halbzeit zu oft mit hohen Bällen arbeitete. „Die waren eigentlich nicht notwendig“, meinte er. Trotzdem brachte Rothenthurn 1b die Partie vor dem Seitenwechsel wieder auf seine Seite. In der 39. Minute wurde David Schafflinger nach einer schönen Kombination freigespielt und verwertete zum 2:1, das auch den Pausenstand bedeutete.

Viele Chancen, aber Magdalen 1b dreht das Spiel

Nach dem Seitenwechsel sah Suprun seine Mannschaft zunächst in einer guten Position. In der Kabine wurde etwas umgestellt, danach hatte Rothenthurn 1b das Spiel laut Trainer „eigentlich gut im Griff“. Schon im ersten Durchgang waren die Gäste nach Eckbällen mehrmals gefährlich gewesen, in der zweiten Halbzeit erarbeitete sich Rothenthurn 1b dann nach seiner Einschätzung noch mehr Möglichkeiten. Vor allem über die Seiten kam die Mannschaft immer wieder in gute Räume und in den Strafraum. Gerade deshalb ärgerte sich Suprun im Nachhinein besonders, dass kein drittes Tor nachgelegt wurde. Stattdessen kam Magdalen 1b zurück. In der 62. Minute traf erneut Marijan Mijic zum 2:2, ehe Poyraz Cetin die Partie in der 67. Minute mit dem 3:2 sogar komplett drehte. Suprun erklärte die Wende so: „So wie es dann im Fußball ist, haben wir auf einmal das 2:2 bekommen und kurz darauf nach einem Fehler im Spielaufbau sogar das 2:3.“ Aus einem Spiel, das Rothenthurn 1b nach seiner Sicht kontrollierte, war damit plötzlich eine Aufholjagd geworden.

Ott rettet den Punkt, Suprun sieht aber klare Baustellen

Dass Rothenthurn 1b am Ende dennoch nicht mit leeren Händen dastand, lag an der späten Antwort in der Schlussphase. Die Gäste warfen nach dem Rückstand noch einmal alles hinein, versuchten laut Suprun mit schnellem Passspiel über die Seiten zum Erfolg zu kommen und wurden in der 87. Minute doch noch belohnt. Jonas Ott drehte sich auf und setzte den Ball zum 3:3 ins lange Eck. Es war ein sehenswerter Ausgleich, der zumindest noch einen Punkt rettete. Zufrieden klang Suprun danach aber nicht. „Die verpasste Chance war ganz klar, dass wir unsere hundertprozentigen Torchancen nicht genutzt haben“, sagte der Trainer deutlich. Gerade weil Rothenthurn 1b über weite Strecken das aktivere Team war, fiel dieses Urteil entsprechend klar aus. Auch in der Defensive wollte er die Verantwortung nicht ausklammern: „Gleichzeitig müssen wir es in der Defensive ein bisschen besser lösen, damit wir diese drei Gegentore gar nicht bekommen.“

Ein Punkt zum Start, aber der Trainer sieht mehr drin

So bleibt für Rothenthurn 1b zum Auftakt ein Remis, das sich aus Sicht des Trainers eher nach zwei liegen gelassenen Punkten anfühlt. Suprun lobte zwar, dass seine Mannschaft viele Dinge gut umgesetzt und das Spiel phasenweise kontrolliert habe, gerade mit schnellen Kombinationen. Auch über den Gegner fand er respektvolle Worte. Magdalen 1b sei eine neu zusammengestellte Mannschaft, habe tapfer dagegengehalten, viel mit langen Bällen gearbeitet und sich in den Zweikämpfen griffig gezeigt. Trotzdem blieb bei ihm der Eindruck hängen, dass für sein Team mehr möglich gewesen wäre. „Wir haben das Spiel sehr gut unter Kontrolle gehabt, haben uns aber nicht belohnt“, fasste er zusammen. Für die nächsten Aufgaben ist die Richtung damit klar: Rothenthurn 1b muss vor dem Tor kaltschnäuziger werden und aus guten Phasen mehr machen, wenn aus ordentlichen Auftritten auch Siege werden sollen.

2. Klasse B: Magdalen 1b : Rothenthurn 1b - 3:3 (1:2)

  • 87
    Jonas Ott 3:3
  • 67
    Poyraz Cetin 3:2
  • 62
    Marijan Mijic 2:2
  • 39
    David Schafflinger 1:2
  • 13
    Marijan Mijic 1:1
  • 3
    Samuel Lesacher 0:1