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"Nach dem 3:2 habe ich gewusst: Das bringen wir heim" – SG SK Weißenstein/SV Töplitsch jubelt über 8:4

Seeboden Juniors 1b
Weißenstein/Töplitsch

Zum Auftakt der 2. Klasse B hat SG SK Weißenstein/SV Töplitsch bei Seeboden Juniors 1b ein torreiches 8:4 gefeiert. Nach einer frühen 2:0-Führung und einem 2:2 zur Pause zog die Mannschaft von Trainer Patrick Staudacher nach dem Seitenwechsel davon. Vor allem der Elfmeter zum 3:2 war für den Coach der Moment, in dem er an den Auswärtssieg glaubte.

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Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Früher Doppelschlag, dann kippte die erste Halbzeit

Für SG SK Weißenstein/SV Töplitsch begann die neue Saison ideal. Heimo Unterdorfer brachte die Gäste schon in der 1. Minute mit 1:0 in Führung und legte in der 10. Minute das 2:0 nach. Staudacher war in dieser Phase überzeugt, dass seine Mannschaft das Spiel gut im Griff hatte. "Wenn man nach zehn Minuten auswärts 2:0 führt gegen eine junge, dynamische, spielstarke Mannschaft, dann habe ich schon gemeint: So passt, die haben wir eigentlich gut im Griff", sagte der Trainer. Genau so lief es aber nicht weiter. Seine Mannschaft, so schilderte er es selbst, geriet danach "ein bisschen in ein Tiefloch". Seeboden Juniors 1b kam deutlich besser hinein, nutzte die Phase und glich noch vor der Pause durch Michael Pölzl in der 20. Minute und Florian Lanegger in der 28. Minute zum 2:2 aus. Staudacher sprach offen darüber, dass der Vorsprung zu leicht hergegeben wurde, und verwies zugleich auf die starke Reaktion des Gegners, der sich die beiden Treffer mit mehr Spielanteilen verdiente.

Der Elfmeter nach der Pause als klarer Wendepunkt

Entscheidend wurde dann der Start in die zweite Halbzeit. Staudacher berichtete von einer klaren Halbzeitansprache und davon, dass seine Mannschaft diese Vorgaben gut umsetzte. Schon in der 49. Minute brachte Christoph Ernst Ebner SG SK Weißenstein/SV Töplitsch per Elfmeter wieder in Führung. Für den Trainer war genau dieser Treffer der Punkt, an dem das Spiel zu seinen Gunsten kippte. "Ausschlaggebend für den Sieg war sicher, wie wir aus der Halbzeit rauskommen: gleich die erste Aktion, der Elfmeter durch Christoph Ernst Ebner zum 3:2. Da habe ich gewusst, das bringen wir sicher heim", sagte Staudacher. Heimo Unterdorfer erhöhte in der 57. Minute auf 4:2, ehe Michael Pölzl mit dem 3:4 in der 66. Minute noch einmal verkürzte. Die Antwort der Gäste kam aber sofort: Nur zwei Minuten später stellte Unterdorfer auf 5:3. Danach bauten Christoph Ernst Ebner in der 76. Minute und Benjamin Oberheinrich in der 82. Minute den Zwischenstand auf 7:3 aus. Dass Michael Pölzl zwischenzeitlich noch das 4:7 erzielte, änderte am klaren Verlauf der Schlussphase nichts mehr. Zwei Minuten später traf Bastian Stinnig in der 86. Minute zum 8:4-Endstand. 

Unterdorfer überragte, vorne wäre sogar noch mehr möglich gewesen

Der Mann des Tages war aus Sicht des Trainers ganz eindeutig Heimo Unterdorfer. Vier Tore zum Saisonauftakt, dazu entscheidende Präsenz im Strafraum und ständig Gefahr im letzten Drittel: Staudacher sparte nach dem Schlusspfiff nicht mit Lob. "Unsere größte Stärke war sicher am heutigen Tag unser Nummer zehn, Heimo Unterdorfer. Vier Tore, unglaublich", sagte er. Besonders bezeichnend fand der Coach, dass bei seinem Stürmer an diesem Tag einfach alles funktionierte. "Bei unserem Heimo ist heute alles aufgegangen, ob es der linke Fuß war, der rechte Fuß oder der Kopf." Trotz der acht erzielten Treffer wollte Staudacher die Offensivleistung aber nicht nur feiern. Er meinte, dass seine Mannschaft sogar noch mehr Tore hätte machen müssen, weil mehrere Möglichkeiten nicht sauber zu Ende gespielt wurden. "Wir hätten sicher das eine oder andere Tor mehr machen müssen, aber da waren meine Spieler dann einfach zu fahrlässig", erklärte er und sprach davon, dass man bei einem klaren Auswärtsvorsprung vor dem Tor manchmal zu lässig geworden sei.

Trotz acht Toren bleibt Arbeit für die Defensive

So zufrieden Staudacher mit dem Auftakt war, so klar benannte er auch die Punkte, die ihm noch nicht gefallen haben. Vier Gegentore sind für ihn ein Thema, das in den kommenden Trainingseinheiten aufgearbeitet werden soll. "Ganz sicher ist es die Defensive", sagte der Trainer mit Blick auf die Gegentreffer. Er sprach von zu großen Löchern in der Mitte und davon, dass die Außenverteidiger phasenweise zu eng und zu weit innen gestanden seien. Gerade in der ersten Halbzeit habe Seeboden Juniors 1b das gut genutzt. Staudacher lobte den Gegner ausdrücklich und betonte, dass die junge Mannschaft viele spielerische Lösungen hatte, den Ball gut laufen ließ und seine Elf zeitweise nur hinterherlief. "Seeboden ist wirklich eine super Mannschaft, junge Mannschaft, agile Mannschaft, spritzig", sagte er. Umso wichtiger sei für SG SK Weißenstein/SV Töplitsch dieser Auftaktsieg. Der Trainer sprach von einem "super Saisonstart" und richtete den Blick sofort nach vorne: Am kommenden Wochenende wartet mit FC Rennweg laut Staudacher der nächste harte Gegner, gegen den seine Mannschaft den guten Trend bestätigen will.

2. Klasse B: Seeboden Juniors 1b : Weißenstein/Töplitsch - 4:8 (2:2)

  • 86
    Bastian Stinnig 4:8
  • 84
    Michael Pölzl 4:7
  • 82
    Benjamin Oberheinrich 3:7
  • 76
    Christoph Ernst Ebner 3:6
  • 68
    Heimo Unterdorfer 3:5
  • 66
    Michael Pölzl 3:4
  • 57
    Heimo Unterdorfer 2:4
  • 49
    Christoph Ernst Ebner 2:3
  • 28
    Florian Lanegger 2:2
  • 20
    Michael Pölzl 1:2
  • 10
    Heimo Unterdorfer 0:2
  • 1
    Heimo Unterdorfer 0:1