In der 2. Klasse B hat Seeboden Juniors 1b am Samstag mit 2:1 bei SV Draschitz gewonnen und sich damit in einer abwechslungsreichen Partie für einen geduldigen Auftritt belohnt. Nach einem torlosen ersten Durchgang sorgten Michael Pölzl und Jakob Unterlerchner für die Entscheidung, ehe Patrick Nischlwitzer die Schlussphase noch einmal eng machte. Trainer Mario Pirker sah seine Mannschaft über weite Strecken kontrolliert, auch wenn der Sieg am Ende noch einmal wackelte.

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Schon in seiner ersten Einordnung machte Mario Pirker klar, warum die Partie für ihn interessant war. „Beide Mannschaften haben ein anderes System gespielt“, sagte der Trainer von Seeboden Juniors 1b. Seine Mannschaft habe versucht, über Kombinationen ins Spiel zu kommen, während SV Draschitz aus seiner Sicht vor allem mit hohen Bällen arbeitete. Genau darauf musste sich Seeboden Juniors 1b erst einstellen, fand dann aber laut Pirker rasch hinein. „Wir haben das Spiel von Anfang an kontrollieren können und guten Fußball gespielt“, so der Trainer. Dazu kamen nach seiner Einschätzung auch mehrere Möglichkeiten, die im ersten Durchgang aber ungenutzt blieben. Deshalb ging es trotz des ordentlichen Auftritts nur mit einem 0:0 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zumindest teilweise. Pirker sagte offen, dass der Spielfluss von Seeboden Juniors 1b zu Beginn der zweiten Hälfte nicht mehr so flüssig gewesen sei. Gleichzeitig kam SV Draschitz immer wieder mit hohen Bällen nach vorne und suchte laut Pirker auch bewusst Standardsituationen. Seeboden Juniors 1b blieb aber geduldig und ließ sich von dieser Phase nicht aus dem Konzept bringen. In der 71. Minute fiel dann das 1:0, als Michael Pölzl traf. Für Pirker war das kein Zufall, sondern die Belohnung dafür, dass seine Mannschaft auch in dieser etwas unruhigeren Phase bei ihrem Spiel blieb und nicht hektisch wurde.
Richtig entschieden schien die Partie dann erst in der Schlussphase. In der 87. Minute erhöhte Jakob Unterlerchner auf 2:0, und genau dieses Tor hob Mario Pirker besonders hervor. „Kurz vor Schluss konnte unser Jakob Unterlerchner durch ein Solo von der Mittellinie weg fünf, sechs Spieler ausspielen und zum 2:0 verwerten“, schilderte der Trainer. Für ihn war das zunächst der Moment, in dem Seeboden Juniors 1b glaubte, das Spiel gewonnen zu haben. Ganz durch war die Sache aber noch nicht. Nur zwei Minuten später verkürzte Patrick Nischlwitzer für SV Draschitz auf 1:2 und machte die Partie noch einmal spannend. „Es wurde noch einmal spannend, jedoch konnten wir unseren Sieg über die Distanz bringen“, sagte Pirker.
In seiner Gesamtanalyse führte Mario Pirker den Auswärtssieg vor allem auf zwei Dinge zurück: den geschlossenen Auftritt seiner Mannschaft und die bessere Verwertung der Möglichkeiten. „Wir sind als Mannschaft aufgetreten, haben als Mannschaft gekämpft und gespielt“, sagte er. Gleichzeitig verschwieg er nicht, wo Seeboden Juniors 1b noch zulegen muss. Vor allem gegen den Ball und im Umschalten sieht er noch Arbeit, weil seine Mannschaft dort schneller reagieren müsse. Ein Sonderlob gab es zudem für den erst 16-jährigen Tormann, der laut Pirker zum ersten Mal in der Kampfmannschaft spielte und „es tadellos gemacht hat“. Auch den Unparteiischen erwähnte der Trainer positiv: „Die Schiedsrichterleistung war tadellos.“ Mit dem 2:1 hält Seeboden Juniors 1b nach zwei Runden bei drei Punkten, und aus Sicht von Pirker war der Unterschied klar: „Wir konnten unsere Tormöglichkeiten nutzen.“